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Über dieses Buch

Der Band vereint internationale Beiträge zu den Formen, Inhalten und Rezeptionen des fiktionalen und dokumentarischen Musikfilms. Er beinhaltet sowohl grundlegende Konzeptionen wie auch Einzelfallanalysen aus einer inter- bzw. transdisziplinären Perspektive der Kultur-, Medien-, Film- und Sozialwissenschaften. Er verbindet verschiedene Vermittlungsformen wie Film, Fernsehen und das Internet und beleuchtet darin die verschiedenen Darstellungen und Repräsentationen der Kulturen des Pop und Rock. Untersucht werden der Musikspielfilm, der dokumentarische Musikfilm, Castingshows wie auch das Musikvideo.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Populäre Musikkulturen im Film: Allgemeine Zugänge

Frontmatter

Populäre Jugend- und Musikkulturen im Film: Konzeptionen und Perspektiven

Zusammenfassung
Der Film ist in gegenwärtigen Medien- und Kommunikationskulturen ein zentrales Darstellungs-, Informations- und Unterhaltungsmedium, über das wichtige soziale Themenbereiche verarbeitet, vermittelt, rezipiert und reinterpretiert werden (vgl. Schroer 2007: 7).
Carsten Heinze

The Category of Music Film

Abstract
The perception of pop music and music cultures depends not only on their self-image and own forms of communication but relies just as much on the way they have been negotiated and depicted in audiovisual mass media.
Laura Niebling

Zwischen Zeitdokument, Erinnerungskultur und Utopie

Jugend und populäre Musik im Spiegel des Spielfilms
Zusammenfassung
Die amerikanische Filmwirtschaft geriet nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Bedrängnis. Waren selbst in Zeiten der Weltwirtschaft skrise oder nach Eintritt der USA in den Krieg die Kinos stark frequentierte Zentren der Unterhaltungswirtschaft, so brachen plötzlich die Zuschauerzahlen gravierend ein (Maas und Schudack 1994, S. 167).
Georg Maas, Susanne Maas

Der Traum vom Superstar: Castingshows als neue Form des Musikfilms?

Zusammenfassung
Deutschland sucht mal wieder den Superstar, das Supertalent oder einfach nur die Stimme Deutschlands. Seit im Jahr 2000 von RTL II zum ersten Mal Popstars in einer Fernsehshow gemacht wurden, reißt die Zahl an Castingshows nicht mehr ab.
Christian Hißnauer

Musikvideos im Social Web

Zur Ästhetik und Praxis kultureller Appropriation in partizipatorischen Medien
Zusammenfassung
Die Sozialen Medien und die digitale Vernetzungskultur haben das Selbstverständnis der Gegenwartsgesellschaft in den letzten Jahren maßgeblich verändert. In der digitalen Gesellschaft sind die Bedürfnisse und die Angebote, sich an Kunst und Kultur aktiv zu beteiligen, kreativ zu sein und schöpferisch Neues hervorzubringen, weit verbreitet.
Ramón Reichert

Rockumentaries: Exploring the Scene

Frontmatter

Defining Rockumentaries

A Mode and its History
Abstract
That the British director Jeff Stein broke down crying in front of The Who is a myth, according to himself, – a good story, admittedly, but made up. Apart from that, however, he did anything possible to convince them of his idea: “I just remember just asking, begging, pleading so many times […] I wore them down. I was a tremendous, you know, pain in the ass, I suppose. I just wouldn’t give up.”
Laura Niebling

Reworking Direct Cinema: Performative Display in Rockumentary

Abstract
The documentary form popularly referred to as rockumentary has become, since its inception in the early 1960s, a staple of nonfiction film production.
Keith Beattie

Perspektiven des Musikdokumentarfilms

Zusammenfassung
Mit aktuellen musikdokumentarischen Filmen wie dem autobiografisch motivierten Tour-Film Mistaken For Strangers (US, 2013), dem Festival-Film Louder Than Hell: Wacken – Der Film (DE, 2014), dem 2013 Oscar-premierten Searching For Sugar Man (SE/UK 2013) und dem 2014 Oscar-premierten 20 Feet From Stardom (US, 2014), der fiktionalisierten Rockumentary Metallica:
Carsten Heinze

Musikfilme in ihren soziokulturellen Bezügen

Frontmatter

Laibach – Sieg unter der Sonne

Eine Rockumentary als politisches Manifest?
Zusammenfassung
Sieg unter der Sonne – unter diesem provokativen Titel, der die Mythologie der Nationalsozialisten zu beschwören schien (die Sonne als Synonym für das Sonnenrad, das Hakenkreuz der Nazis), veröffentlichte das slowenische Künstlerkollektiv NSK unter dem Namen ihrer populärsten Inkarnation, der Band Laibach, eine Musikdokumentation über ihren bisherigen künstlerischen Weg.
Marcus Stiglegger

Sing, Cowboy, sing

Wie der Osten den Western rockt
Zusammenfassung
Wir sagen ja – so lautet der Titel des hier zitierten Liedes von Dean Reed (nachbearbeitet von Kurt Demmler) aus dem Jahre 1973. Dean Reed, geboren am 22. September 1938 in Denver, Colorado, war – wie Stefan Ernsting (2006, S. 12) schreibt-,
Anke Steinborn

Konzert(Film)Erlebnisse: The Prodigy VS. The Chemical Brothers

Zusammenfassung
The Prodigy lassen es vor 60.000 Zuschauern im Milton Keynes Bowl krachen – es ist das bis dato größte Konzert der Band. The Chemical Brothers zieht es hingegen nach Japan zum Fuji Rock – und Mario Kobayashi Stopford, von Kameras begleitet, ist mittendrin im Geschehen.
Clemens Langer

Madonna-Musikfilme als soziales Gedächtnis

Musikkultur als Bestandteil feministischer und queerer Emanzipationsbewegungen
Zusammenfassung
Das Genre des Musikfilms ist facetten- und umfangreich. Es umfasst von dokumentarischen bis rein fiktionalen Darstellungsformen unzählige Formen und Spielarten. Konzertmitschnitte und Tournee-Dokumentationen können einerseits als Dokumentarfilme, andererseits als Musikfilm-Kategorien eingestuft werden.
Ulrike Wohler

Musik, Aff ektivität, Erinnerung und Vermarktung bei Trainspotting

Zusammenfassung
Der Rhythmus von Musik in der Kombination mit der Dynamik von Bildern kann die Protagonisten von Filmen voranpeitschen und zugleich den Puls der Filmzuschauer beschleunigen. Diese Affektivität wird im Folgenden nach einer Einführung in die Methode der „pragmatischen Poetik“ und einer Verortung in die Filmwissenschaftsforschung anhand des Entgrenzungsfilms Trainspotting (GB 1995) beschrieben.
Senta Siewert

Musikkulturen in ihren filmischen Texten

Frontmatter

Medialisierung der Musik und Medienkritik im Schlagerfilm der 1950er Jahre

Zusammenfassung
Musik war im 19. Jahrhundert noch eine Kunst der Gegenwärtigkeit, flüchtiges Produkt der Musizierenden und gebunden an die Gelegenheiten der Musik: Defiliermärsche, Platzkonzerte, Bälle und Feste, Opernhaus und Ballett, bürgerliche Konzertkultur, die Kirchen, Gesungenes oder Gesummtes bei der Arbeit oder abendliche Musik zu Hause.
Hans J. Wulff

Soul Brother, Soul Man, Soulboy?

Die filmische Inszenierung subkultureller Eigendynamiken am Beispiel des Northern Soul in Großbritannien
Zusammenfassung
Der Tanzboden dieses alten Tanzsaals bebt, alles bewegt sich, Schweiß liegt in der Luft, rhythmisch wird mitgeklatscht, dazwischen gibt es akrobatische Tanzeinlagen, die an Breakdance erinnern. Die Atmosphäre ist flirrend. Die Soulmusik reißt den Zuhörer mit und fördert den Wunsch zutage: ich möchte dabei sein. Doch diese Zeit ist vorbei, denn es sind die 1970er Jahre im Norden Großbritanniens.
Thomas Wilke

Swindle, Rude Boys, Highschool: Über drei zeitgenössische filmische Kontextualisierungen von Punk

Zusammenfassung
Punk war eine in hohem Maße nicht bloß akustisch-musikalische, sondern zuerst und in besonderem Maße eine visuelle Kultur. Zwar galt bzw. gilt dies im Wesentlichen für alle (Jugend-)Subkulturen; der Aspekt des Visuellen und visuell Performativen war aber möglicherweise noch ausgeprägter, bewusster provozierend oder wenigstens auffälliger als in den vorangegangenen Jugendstilen (vgl. Robb 2006; Thomazeau 2011; Chłopek 2005; Kühn 2012).
Mischa Esch

Die Suche bleibt

Die ostdeutsche Punk- und Independent-Szene vor und nach der Wende in den Rockumentaries „flüstern & Schreien“ (DDR 1988) und „flüstern & Schreien – 2. Teil“ (BRD 1994)
Zusammenfassung
Auf der Grundlage der Rockumentaries „flüstern & SCHREIEN“ (DDR 1988) und „flüstern & SCHREIENTeil 2“ (BRD 1994) wird der Frage nachgegangen, was aus der filmischen Darstellung einer Musikkultur – in diesem Fall Bands und Fans der Punk- und Independent-Szene1 in der Spätphase der DDR und in den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung – über diese abgeleitet werden kann und welchen Status das Abgeleitete hat.
Andreas Wagenknecht

Glückliche Fügung – die Entstehung einer Subkultur in Cameron Crowes Singles

Zusammenfassung
Manche Filme liegen an einer historischen Schnittstelle, die sich im Nachhinein als Glücksfall für die Erforschung der Inszenierung und Auswertung von Musikkulturen im Film erweist. In der Regel sind dies Dokumentarfilme, die musikhistorische Wendepunkte mehr oder weniger zufällig mitschneiden und somit selbst zu Quellen für die Erforschung von Entwicklungen werden, die abseits der Zeugenaussagen verbindliches Material zur Verfügung stellen.
Willem Strank

Documentary Value in the Concert Film: Metallica Through the Never

Zusammenfassung
The rock concert film comprises a set of popular films relegated to the margins of academic study.1 Occasionally, film scholars will pay attention to certain canonical films,2 but most are simply ignored—dismissed as socially insignificant and aesthetically uninteresting. This conference,3 however, provides evidence of increasing scholarly work being done on this genre, of rigorous attempts to treat the films as more than promotional material designed to entice and entertain consumers.
Thomas F. Cohen

Musikvideos: Praktiken, Ästhetiken, Kommerzialisierung

Frontmatter

“A promo video is simply an advertisement for a song”?

Music Video as Music Documentary
Zusammenfassung
The identification of groupings or waves of popular music – the naming of the shared sound, or common attitude or trait that links bands or wider tendencies in popular music – has historically fallen to journalists and cultural commentators. To splash a weekly cover story announcing or heralding, and so branding, what is suddenly new is a way of covering more than one group – useful in hooking in a potential readership and in bolstering the public profile of the writer (“the term was coined by…”).
Benjamin Halligan

„Meet Africa’s Most Deadly Punk Rock Band“: Medienimmanenz, Mediensimulacra und die Musikvideoclips von The Mochines

Zusammenfassung
Das Programm dieses Aufsatzes ist die Analyse zweier Musikvideoclips der afrikanischen Rock-Formation The Mochines. Dazu erscheinen mir, nicht nur im Kontext des vorliegenden Bandes, einige Vorüberlegungen sowohl in theoretischer als auch philologischer Hinsicht notwendig. Wenn über „populäre Musikkulturen im Film“ gesprochen wird, erfolgt dies gewöhnlich unter einer doppelt problematischen Prämisse.
Ivo Ritzer

Zur (multimodalen) Gestaltungsästhetik medialer Gewalt im Musikfernsehen

Exemplarische Untersuchung von „L.E.S. Artistes“ von Santigold
Zusammenfassung
Das Musikvideo, verstanden als ein Kurzfilm-Clip, der zur audiovisuellen Inszenierung eines Songs und dessen kommerzieller Vermarktung dient und in der Regel via TV-Ausstrahlung oder Online-Mediaplattform distribuiert wird (vgl. Jost/ Neumann-Braun/Schmidt 2010, S. 471),1 ist ein multimodales Medienprodukt par excellence. Es stellt einen hochkomplexen Mitteilungsakt dar, bei dem das inhärente Zusammentreten von Bild, Text und Ton die einzelnen Informationsschichten netzartig verbindet und somit durch die intermediale Bezugnahme der einzelnen Ebenen geprägt ist (vgl. Krämer 2009, S. 243; Jost [et al.] 2013, S. 19).
Mirjam Kappes

Backmatter

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