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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Konzeptionelle Grundlagen

Zusammenfassung
Gutenberg (1929) hat mit dem Titel seiner Habilitationsschrift den Erkenntnisgegenstand der Betriebswirtschaftslehre vermeintlich klar umrissen:1) „Die Unternehmung als Gegenstand betriebswirtschaftlicher Theorie.“2) In der Folge schließen sich die meisten betriebswirtschaftlichen Lehrbücher dieser Meinung an:3) „Die Betriebswirtschaftslehre befaßt sich mit dem Wirtschaften in Betrieben.“4) „Die Betriebswirtschaftslehre studiert wirtschaftliche Handlungen, sofern sie in Betrieben erfolgen.“5) „Aufgabe der Betriebswirtschaftslehre ist es, alles wirtschaftliche Handeln, das sich im Betrieb vollzieht, zu beschreiben und zu erklären.“6)
Michael Eßig

2. Ansatzpunkte für einen multi-paradigmatischen Forschungsansatz

Zusammenfassung
Wiltinger (1998) identifiziert zwölf Forschungstraditionen der Preisforschung, die von mikro- und makroökonomischen, psychologischen, statistischen bis zu kostenrechnungsorientierten Ansätzen reichen.66) Sydow (2001a) macht eine schier unübersehbare Anzahl von Forschungsgebieten der Netzwerktheorie aus, die unter anderem regionalökonomische, arbeitswirtschaftliche, logistische und informationstechnologische Fragestellungen umfaßt.67) Dieser „Theorie-Dschungel“ muß im ersten Schritt systematisiert und analysiert werden.68) Das ermöglicht (a) eine Darstellung des aktuellen Forschungsstandes, (b) die Identifizierung der Forschungslücke als Begründung für die Notwendigkeit dieser Arbeit, (c) die Nutzung unterschiedlicher Theoriestränge für den eigenen Erkenntnisfortschritt und (d) eine Positionsbestimmung dieser Arbeit, um Identitätsprobleme zu vermeiden.69) In methodisch-formaler Anlehnung an Bonoma/Shapiro (1983) wird dazu ein „Schalenmodell“ herangezogen (vgl. Abb. 2-1).70)
Michael Eßig

3. Netzwerke als Erkenntnisobjekt: Ein ökonomischer Erklärungsansatz

Zusammenfassung
Coase (1937) hat mit seiner Frage „why is there any organization?“311) erstmals Institutionen in den Mittelpunkt der wirtschaftswissenschaftlichen Analyse gestellt.312) Wie bereits in Abschnitt 1.1 dieser Arbeit ausführlich erläutert, begreift sich die moderne Betriebswirtschaftslehre als Lehre von institutionellen Regelsystemen zur Einkommenserzielung.313) Die Diskussion der ersten Erkenntnisebene im Schalenmodell machte bereits deutlich, daß das Netzwerk eine in seiner Bedeutung nicht zu unterschätzende Institution in diesem Sinne darstellt.314) Die Frage, die in diesem Kapitel 3 beantwortet werden soll, lautet in Anlehnung an Coase „why ist there any network?“.
Michael Eßig

4. Integrationsperspektiven für einen Ansatz zur Preispolitik in Netzwerken

Zusammenfassung
Die im vorangegangenen Kapitel herausgearbeiteten Besonderheiten hybrider Steuerung und Koordination sind konstituierend für Netzwerke;558) die Unterscheidung zwischen institutionellem und instrumentellem Preisbegriff zeigt erste Konsequenzen für die Preispolitik auf In diesem Kapitel werden daraus abgeleitete explizite Anforderungen an die Netzwerk-Preispolitik im Sinne eines Kriterienkatalogs abgeleitet.559) Dabei unterscheiden wir zwischen konzeptionellen, d.h. umfassend-systematischen Kriterien (Abschnitt 4.1) und konkretisierten Anforderungen (Abschnitt 4.2).560) Für Bayón (1997) ist das „Potential zur Integration“561) entscheidendes Beurteilungskriterium wirtschaftswissenschaftlicher Forschungsansätze, weshalb wir im Folgenden die Kriterien als „Integrationsperspektiven“ bezeichnen.
Michael Eßig

5. Preispolitische Ansätze und ihre Eignung für eine integrierte Netzwerkökonomik

Zusammenfassung
Entsprechend dem dieser Arbeit zugrundeliegenden pluralistischen Methodenansatz prüfen wir existierende preispolitische Ansätze unterschiedlicher Forschungsrichtungen auf ihre Eignung für eine integrierte Netzwerkökonomik.591) Die Definition von Netzwerken als hybride Institutionen „zwischen“ Markt und Hierarchie macht eine Annäherung über marktorientierte Preismodelle (Abschnitt 5.1) und hierarchieorientierte Preismodelle (Abschnitt 5.2) möglich, bevor analog zur „Move to the Middle-Hypothese“ erste dezidierte Netzwerk-Preismodelle analysiert werden (Abschnitt 5.3).592) Analysekriterien sind die im vorangegangenen Kapitel definierten Integrationsperspektiven.
Michael Eßig

6. Ein Modell zur Preispolitik in Netzwerken

Zusammenfassung
Die vorangegangene Analyse existierender Preismodelle macht deutlich, welche Schwächen hinsichtlich der Integrationsperspektiven noch existieren und liefert so wesentliche Anregungen für ein Modell zur Preispolitik in Netzwerken.745) Für die Grundstruktur des Modells bedienen wir uns insbesondere zweier Erkenntnisse:
(1)
Die Modelle von Göx (1998) und Mildenberger (1998) zeigen, daß Netzwerk-Preispolitik im Prinzip zweigeteilt ist.746) Sie umfaßt zum einen die Preissteuerung innerhalb des Netzwerks, d.h. zwischen den Netzwerkpartnem (Intra-Netzwerk- Preispolitik).747) Zum anderen ist die damit verbundene interne Ergebnisverteilung wesentlich durch die Preispolitik an den Netzwerkaußengrenzen, d.h. zwischen Netzwerken als „multi-organizational competitive units“748) determiniert (Inter-Netzwerk-Preispolitik) .749)
 
(2)
Die institutionenökonomische Transaktionsanalyse hat verdeutlicht, daß nur über eine dynamische Analyse die Entstehung und der Bestand von Netzwerkbindungen erklärt werden kann.750) Insbesondere das bereits in Abschnitt 3.2 dieser Arbeit diskutierte Konzept der „fundamentalen Transformation“ von Williamson (1990a) beschreibt den Wechsel vom freien, wettbewerbsgeprägten Markttausch zur wechselseitigen Bindung einer „Lock In“-Situation aufgrund spezifischer Investitionen.751)
 
Michael Eßig

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