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Über dieses Buch

Dieses Buch unterstützt Praktiker in Unternehmen, vor allem an den Schnittstellen zwischen Produktion und Controlling. Die Hauptaufgaben eines erfolgreichen Produktionscontrollings sind die Ermittlung wesentlicher Potenziale zur Produktionsoptimierung, die Ableitung geeigneter Maßnahmen zur effizienten und effektiven Gestaltung von Prozessen und Strukturen und deren Umsetzungsbegleitung.

Die Autorin liefert strukturierte Vorgehensweisen zur Bewertung, Steuerung und dadurch zur Optimierung der Produktion. Mithilfe zahlreicher Methodenbeschreibungen und Tipps lernen Verantwortliche in Controlling und Produktion die Abläufe in Produktions- und Geschäftsprozessen zu analysieren, messbar zu machen und dadurch die Voraussetzung für eine kontinuierliche Verbesserung zu schaffen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Produktion ist das Herzstück eines Betriebes und maßgeblich für den Erfolg des Unternehmens zuständig. Sie verantwortet die Produktentstehung, die dafür benötigte Zeit, die Einhaltung von Qualität und Kostenrahmen, die Herstellung geforderter Mengen und auch die erreichbare Gewinnspanne. Die in der Produktion vorherrschenden Vorgehens- und Verhaltensweisen, deren Effektivität und Effizienz haben Auswirkungen auf die benötigten administrativen Prozesse, die Kosten und die Flexibilität des Unternehmens. Obwohl jedes Unternehmen unterschiedlichen Rahmenbedingungen unterliegt verfolgen viele Unternehmen ähnliche Zielsetzungen und sehen sich ähnlichen Anforderungen gegenüber. Das Produktionscontrolling unterstützt Unternehmen bei der Erfüllung der angestrebten Produktions- und Controllingziele.
Juliane Gottmann

2. Wertorientierung in der Produktion

Zusammenfassung
Die Frage nach dem Wert einer Sache ergibt sich in der Regel nach der Verfügbarkeit des jeweiligen Gutes. Der Wert eines Gutes wird vom Kunden bestimmt und beschreibt alle Leistungen und Güter, die für die Herstellung notwendig sind und für die der Kunde bereit ist zu zahlen.Ziele der schlanken Produktion und der Wertstromorientierung sind vor allem die Konzentration auf wertschöpfende Prozesse und die Vermeidung von Verschwendung.
Juliane Gottmann

3. Kennzahlen in der Produktion

Zusammenfassung
Die Führung von Unternehmen ist von Entscheidungen geprägt, die täglich getroffen werden. Angefangen bei operativen Aufgaben, wie die Gestaltung des Produktionsprogramms, der notwendige Ressourceneinsatz oder die benötigten Materialbedarfe, bis hin zu taktischen und strategischen Entscheidungen, wie notwendige Investitionen, die Belegung von Werken, Entscheidungen über das angebotene Sortiment, Standorte oder Vertriebsstrategien. Werden diese Entscheidungen ohne die Kenntnis des tatsächlichen Ist-Zustandes und den Ursachen möglicher positiver oder negativer Effekte getroffen, haben die beteiligten Manager lediglich ihre subjektiven Einschätzungen zur Verfügung. Durch langjährige Erfahrungen einzelner Beteiligter können sie häufig die richtigen Schlussfolgerungen ziehen und richtige Entscheidungen treffen. Treten allerdings bisher unbekannte Situationen ein, steigt das Risiko für Fehlentscheidungen. Subjektive Einschätzungen und gefühlte Zustände sollten dann abgesichert und somit objektiviert werden. Kennzahlen stellen dabei sicher, dass der momentane Zustand sämtlicher Bereiche und Prozesse transparent gemacht wird und ermöglichen die gezielte Suche nach Ursachen und Wirkzusammenhängen. Dadurch können die richtigen Maßnahmen zur Zielerreichung adressiert und unabgestimmte Verbesserungsmaßnahmen verhindert werden. Dafür müssen die Unternehmensziele auf Kennzahlenebene heruntergebrochen und Zielwerte für die Kennzahlen vorgegeben werden. Darüber hinaus können anhand von Kennzahlen zukünftige Szenarien simuliert werden und möglichen Auswirkungen vorgegriffen werden. Dadurch entsteht ein Zusammenhang zwischen Planung, Steuerung durch geeignete Maßnahmen, Kennzahlen und Controlling.
Juliane Gottmann

4. Kennzahlensammlung

Zusammenfassung
In diesem Kapitel soll eine Sammlung an Kennzahlen aufgeführt werden, die beliebig um den jeweiligen Anwendungsfall erweitert werden kann. In der Regel sollten nur diejenigen Kennzahlen erhoben werden, die als maßgeblich für den Unternehmenserfolg angesehen werden und deren benötigten Daten und Werte auch ohne unverhältnismäßigen Aufwand erhoben werden können. Wichtig ist, dass bereits im Vorfeld Vorstellungen existieren, wie die Kennzahlen ermittelt und auch wie sie interpretiert werden sollen. Darüber hinaus muss die Zielrichtung der Kennzahl klar und die Wechselwirkungen mit anderen Unternehmenswerten bekannt sein. Diese Wechselwirkungen ergeben sich bestenfalls aus der formalen (mathematischen) Beschreibung der Kennzahlen. Die Messung von Kennzahlen ist nur dann eine wertvolle Vorgehensweise, wenn die Kennzahlen anschließend auch zur Steuerung genutzt und Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet werden.
Juliane Gottmann

5. Kostenrechnung

Zusammenfassung
Controlling hat im Wesentlichen die Aufgaben Planung, Berichterstattung, Interpretation, Bewertung und Beratung. Die Kostenrechnung erfasst, verteilt und rechnet die Kosten, die zur Bewertung der betrieblichen Leistungserstellung notwendig sind. Diese verursachten Kosten werden den Leistungen gegenübergestellt um das Betriebsergebnis zu ermitteln und um Leistungsarten, Umsatz und Bestandsänderungen bestimmen zu können. Setzt man Kosten und Leistungen in Abhängigkeit zu bestimmten Einflussgrößen und Kostentreibern, können zukünftige Entwicklungen abgeschätzt und Entscheidungen unterstützt werden. Wenn die geplanten Kosten, den tatsächlich entstandenen Kosten gegenübergestellt werden, kann die Wirtschaftlichkeit des Betriebes überprüft werden. Die Kostenrechnung nimmt somit eine zentrale Funktion im Unternehmen ein. Zum einen um den Ist-Zustand in quantitativen Werte darzustellen und zum anderen um Prognosen für die betriebliche Entwicklung abzugeben. Die Kostenrechnung dient als Basis für die Ermittlung der Produktkosten, dabei spielen insbesondere die Zuschlagskalkulation und die Prozesskostenrechnung eine wesentliche Rolle.
Juliane Gottmann

6. Von Kennzahlen zum Kennzahlensystem

Zusammenfassung
Im Vergleich zu einzelnen Kennzahlen, zeigt ein Kennzahlensystem die Beziehungen von einzelnen Kennzahlen zueinander auf. Diese Beziehungen können sowohl rechnerisch abbildbar sein, als auch lediglich als Abhängigkeiten angenommen werden. Ziel ist es, die Auswirkungen von Änderungen in der Produktion anhand der Kennzahlen abzulesen. Dadurch lassen sich komplexe Zusammenhänge vereinfacht darstellen. Während ein Kennzahlensystem ein Modell darstellt, anhand dessen sich Sachverhalte messen lassen, dienen einzelne Kennzahlen auch als Indikatoren für ebendiese Sachverhalte. Anhand bestimmter Kennzahlen können Rückschlüsse auf die Entwicklung anderer Kennzahlen und Sachverhalte gezogen werden und daraufhin von den entsprechenden Verantwortungsbereichen (z.B. der Geschäftsführung) gezielt gesteuert werden.
Juliane Gottmann

7. Das Wertstromkennzahlensystem

Zusammenfassung
Das Wertstromkennzahlensystem entsteht durch die grundlegenden Anforderungen von Produktionen. Bei Bedarf kann diese Vorgehensweise auch dann übernommen werden, wenn unterschiedliche Zielsetzungen und Erfolgsfaktoren adressiert werden sollen. Dabei können sowohl Zielsetzungen, Erfolgsfaktoren als auch Kennzahlen ersetzt oder angepasst werden. Wie bereits beschrieben unterstützt die Wertstrombetrachtung die konsequente Ausrichtung der Produktion auf wertschöpfende Tätigkeiten und damit auf eine Konzentration auf die Effizienz der Produktionsabläufe. Dementsprechend lassen sich auch die Kennzahlen entlang des Wertstroms einordnen – dabei steht die Orientierung am Kunden an oberster Stelle.
Juliane Gottmann

8. Ableitung von Optimierungsmaßnahmen und Bewertungsmöglichkeiten

Zusammenfassung
Um von einem reinen Messprozess zu einem Steuerungsprozess zu kommen, müssen die Erkenntnisse, die aus den Kennzahlen generiert werden, Optimierungsmaßnahmen auslösen. Dazu werden die Kennzahlen analysiert und die größten Potenziale identifiziert. Diese Potenziale müssen auf das tatsächliche Problem und zugehörige Ursachen eingegrenzt werden, so dass eine weiterführende Analyse effektiv durchgeführt werden kann. Der Ist-Zustand der bestehenden Prozesse schafft Transparenz und macht Stellhebel sichtbar, die zur Verbesserung der auslösenden Kennzahlen beitragen. Der Ideal-Zustand gibt die Zielrichtung für die betrachteten Prozesse vor und ermöglicht es, über bestehende Strukturen hinweg zu denken und mögliche, neue Ideen und Lösungen in Betracht zu ziehen. Der Soll-Zustand übersetzt den Ideal-Zustand in bestehende Strukturen und Restriktionen. Dabei entstehen in der Regel mehrere Alternativen und nicht nur eine Lösung. Diese Alternativen müssen miteinander verglichen und bewertet werden, um die bestmögliche Alternative auszuwählen. Sind die Maßnahmen umgesetzt müssen die Kennzahlen weiterhin überprüft werden und bei neuen Auslösern den Steuerungsprozess erneut anstoßen.
Juliane Gottmann

9. Zusammenfassung

Zusammenfassung
Die Befassung mit Kennzahlen hilft nicht nur bei der Bewertung von Gegebenheiten, sondern auch bei Strategiefindungs- und Zieldefinitionsprozessen, bei der Kommunikation von Sachverhalten und Zielen und vor allem bei der Steuerung von Prozessen und Ergebnissen. Ausgehend von den Vorgaben der Geschäftsführung müssen strategische Ziele abgeleitet werden. Wichtig ist dabei die Messbarkeit – sowohl der Ziele, als auch aller Teilziele und Kennzahlen. Dem Wertstromkennzahlensystem liegen die Prinzipien der Lean Production und der Wertstromorientierung zugrunde. Wesentliche Herangehensweise ist dabei die Konzentration auf die wertschöpfenden Tätigkeiten und der Vermeidung von Verschwendung.
Juliane Gottmann

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