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Über dieses Buch

Dieses Buch befasst sich mit Personalentwicklungsmaßnahmen zur systematischen Förderung von Selbstkompetenzen, Sozialkompetenzen, Methodenkompetenzen und mentaler Stärke im Rahmen der Positiven Psychologie, einer vom US-amerikanischen Psychologen Martin Seligman begründeten Forschungsrichtung. Im Mittelpunkt des Buches steht das Modell des Positiven Selbstmanagements. Das Modell besteht aus drei großen Komponenten und besagt, dass Methoden und Techniken der Positiven Psychologie und Kompetenzen wie Zeitmanagement, Small-Talk, Networking, Selbst-PR, Serviceorientierung und die Vermeidung dysfunktionaler Kognitionen zur mentalen Stärke führen. Diese setzt sich aus Selbstwirksamkeitserwartungen, Optimismus, Hoffnung, Resilienz, Selbstvertrauen und der Fähigkeit zur Emotionsregulation zusammen. Die mentale Stärke wiederum hat langfristig positive Folgen. Dazu gehören eine hohe Arbeitszufriedenheit, hohe Arbeitsleistung, psychische Gesundheit und ein geringeres Stresserleben.

In den weiteren Kapiteln werden zahlreiche empirische Studien dargestellt, die das Modell belegen. Gleichzeitig erhält jeder Leser wertvolle Hinweise für das Arbeitsleben. Zielgruppen sind Trainer, Anwender und Studierende bzw. alle diejenigen, die Selbstmanagementkompetenzen, Sozial- und Methodenkompetenzen und mentale Stärke in Organisationen erfolgreich trainieren möchten.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Theorie und Training mit Positiver PsychologiePositive Psychologie Theorie

Zusammenfassung
Das Modell des Positiven Selbstmanagements besteht aus drei größeren Gruppen von Variablen. Dabei handelt es sich erstens um die Selbstmanagementkompetenzen. Dazu zählen Methoden und Techniken der Positiven Psychologie, Selbstkompetenzen im engeren Sinne und die Sozial- und Methodenkompetenzen. Die zweite Variablengruppe trägt die Überschrift Mentale Stärke: Sie beinhaltet Variablen wie Optimismus, Hoffnung, Selbstwirksamkeitserwartungen, Selbstvertrauen, die Fähigkeit zur Emotionsregulation und Resilienz. In der dritten Variablengruppe geht es um die langfristigen Folgen. Dazu zählen Variablen wie Lebenszufriedenheit, Glück, Arbeitszufriedenheit sowie mit umgekehrter Polung depressive Verstimmungen, Burnout und psychosomatische Beschwerden.
Ottmar L Braun, Stefanie Ziemke

Kapitel 2. Zeitmanagement

Zusammenfassung
Ein verbessertes Zeitmanagement kann für Menschen in jeder Lebenslage hilfreich sein. Man muss nicht erst in einer Führungsposition damit beginnen sich diesem Thema zu widmen. Im Studium, als auch in der Erstanstellung ist das Thema relevant, sobald der Wunsch da ist, die vorhandene Zeit besser zu nutzen.
Muriel Böttger, Moritz Weilandt, Ottmar L Braun

Kapitel 3. Selbst-PRSelbst-PR

Zusammenfassung
Ein wesentlicher Aspekt der beruflichen Handlungskompetenz ist der zielgerichtete Einsatz und das Vermarkten eigener Stärken, um sich auf dem Arbeitsmarkt optimal platzieren zu können. In Anbetracht der sich verändernden Anforderungsvielfalt und dem damit verbundenen Stresspotenzial kommt der beruflichen Handlungsfähigkeit im Hinblick auf das menschliche Wohlbefinden eine zentrale Rolle zu. Ein Baustein der beruflichen Handlungskompetenz ist die Selbst-PR, das Marketing in eigener Sache. Ein Ziel des vorliegenden Trainings bestand darin, die Selbstmanagementkompetenz Selbst-PR zu unterstützen. Ein weiteres Ziel bestand darin, die Mentale Stärke der Trainingsteilnehmer zu fördern. Darunter wird die psychologische Kraft verstanden, die notwendig ist, um die Herausforderungen des Arbeitsalltags bewältigen zu können. Dabei gingen wir von der Annahme aus, dass die Mentale Stärke aus hohen Selbstwirksamkeitserwartungen, Resilienz, Hoffnung, Optimismus und der Fähigkeit zur Emotionsregulation erwächst.
Ottmar L Braun, Amadeus Hildebrandt

Kapitel 4. SelbstdisziplinSelbstdisziplin

Zusammenfassung
Positives Denken und ein hohes Maß an Selbstdisziplin sind hilfreich – diese Aussage ist sicherlich kein Novum. Jedoch verlangt die moderne Gesellschaft ihren Mitgliedern mehr und mehr ab, sodass diese beiden Kompetenzen neben einigen weiteren immer mehr zum Anker im privaten und vor allem auch im beruflichen Alltag werden können. Es scheint immer wichtiger, Techniken zu beherrschen, Werkzeuge nutzen zu können, um sich selbst und alle bevorstehenden Herausforderungen zu managen. Selbstmanagementkompetenzen sind umso essenzieller, umso mehr Freiheiten Menschen in der Gestaltung ihres Alltags haben (Braun et al. 2014). Aufgrund der Trainierbarkeit dieser Kompetenzen (Klein et al. 2003) bietet sich Menschen die Möglichkeit, sich den Anforderungen ihres beruflichen und privaten Alltags entsprechend zu verändern und zu verbessern, indem sie lernen, ihr eigener Manager zu sein. Techniken der Positiven Psychologie und Selbstdisziplin sind beispielsweise hilfreich, um als Mitarbeiter einer Organisation mit immer knapperen zur Verfügung stehenden Ressourcen und gleichbleibenden oder gar steigenden Arbeitsanforderungen einer gestellten Aufgabe gerecht werden zu können. Sicherlich gelingt das Lösen einer Aufgabe umso einfacher, je strukturierter die Herangehensweise einer Person ist, und sicherlich ist es auch umso effizienter, je mehr sich eine Person ihrer eigenen Stärken bewusst ist und sie somit gezielter einsetzen kann.
Damaris Balzereit, Ottmar L Braun

Kapitel 5. HumorHumor

Zusammenfassung
Humor ist eine Selbstmanagementkompetenz, die sowohl auf die kognitive, emotionale als auch soziale Ebene Einfluss haben kann. Humor ist eng mit dem physiologischen Vorgang des Lachens verbunden. Nicht nur die physiologische, sondern auch die psychische Gesundheit, wie das psychologische Wohlbefinden, die Lebenszufriedenheit und depressive Tendenzen, können durch Lachen verbessert werden. Auf der Basis des Modells des Positiven Selbstmanagements kann die Annahme formuliert werden, dass die Erhöhung der Selbstmanagementkompetenzen zur Anwendung von Techniken der Positiven Psychologie und zur Anwendung von Methoden zur Förderung von Humor einerseits zu einer Steigerung der Mentalen Stärke führt und andererseits sich langfristig positiv auf das psychische Wohlbefinden, die Arbeits- und Lebenszufriedenheit auswirkt sowie Stress und das Burnout-Risiko senken kann.
Meggie S. Choi, Lukas Letsch, Ottmar L. Braun

Kapitel 6. LerntechnikenLerntechniken

Zusammenfassung
Ziel des Trainings war es, Studierenden Lerntechniken, die sie unterstützen, sich zielgerichtet auf Prüfungen vorzubereiten, zu vermitteln. Dadurch sollten sie in der Lage sein, ihren Studienalltag besser zu meistern. Denn die Diskrepanz zwischen Schule und Universität wird seit der Bologna-Reform immer größer. Wenn Abiturienten mit dem Studium beginnen, werden sie mit unbekannten Anforderungen konfrontiert. Hinzu kommt, dass die derzeitigen Studiengänge mit ihrem Vollzeitprogramm und den zu sammelnden Creditpoints für viele Studierende eine erhebliche Herausforderung und Belastung darstellen. All diese Faktoren führen bei vielen Studierenden zu Stress und Überforderung. Somit stellt sich die Frage, was gegen das hohe Stresslevel bei Studierenden getan werden kann, um das psychische Wohlbefinden zu verbessern.
Maike Napp-Zinn, Ottmar L. Braun

Kapitel 7. ServiceorientierungServiceorientierung

Zusammenfassung
Rund zwei Drittel aller deutschen Erwerbstätigen waren 2015 im Dienstleistungssektor beschäftigt. Darstellungsregeln seitens der Gesellschaft und des Unternehmens schränken den Handlungsspielraum der Arbeitnehmer ein, sodass Emotionsregulation eine Kernkompetenz für alle Dienstleistenden ist. Die Diskrepanz zwischen dargestellten und tatsächlich empfundenen Emotionen kann zu emotionaler Dissonanz führen und somit ein Risiko für Burnout darstellen. Es wurde ein Training mit den Selbstmanagementkompetenzen Positive Psychologie sowie Serviceorientierung entwickelt und durchgeführt. In Anlehnung an das integrative Rahmenmodell zum Positiven Selbstmanagement von Braun et al. (2017b) wird erwartet, dass eine Teilnahme am Training das wahrgenommene Stresserleben sowie das Burnout-Risiko reduziert, während die Selbstmanagementkompetenzen, die Mentale Stärke und die Arbeitszufriedenheit gefördert werden. Sowohl die Selbstmanagementkompetenzen als auch ein Großteil der mittel- und langfristigen Konsequenzen konnten gesteigert werden. Die Ergebnisse implizieren, dass das Training "CareerGames – Positive Psychologie und Serviceorientierung" als Personalentwicklungsmaßnahme verwendet werden kann, da es gezielt Mitarbeiter schult, um einerseits die Servicequalität zu verbessern und andererseits die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern.
Sophie Krebs, Chantal Reuß, Ottmar L. Braun

Kapitel 8. NetworkingNetworking

Zusammenfassung
Eine erhöhte Komplexität und steigende Belastungen kennzeichnen die heutige Arbeitswelt und machen Selbstmanagementkompetenzen nötiger denn je (Graf 2012). Die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer muss sich organisieren, um eben diesen Anforderungen im Job standhalten zu können und gleichzeitig noch genug Ressourcen für das Leben außerhalb des Berufs übrig zu haben (Graf 2012). „Ziel des Selbstmanagements ist es, die eigene Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft kurz- und langfristig zu fördern und zu erhalten und im Leben Wohlbefinden und Balance zu ermöglichen.“ (Graf 2012, S. 17). Ein wesentlicher Aspekt der beruflichen und privaten Handlungskompetenz ist die Entdeckung und die Entwicklung eigener Stärken und Ressourcen. In Anbetracht des heutigen beschriebenen Anforderungsprofils gerät das menschliche Wohlbefinden immer mehr in den Fokus. Als ein weiterer Baustein der beruflichen Handlungskompetenz ist das Networking anzusehen, also der Aufbau und die Pflege eines sozialen Netzwerks.
Lana Schaake, Franziska Stein, Ottmar L. Braun

Kapitel 9. ZielklarheitZielklarheit

Zusammenfassung
Die vorliegende Masterarbeit untersuchte, mithilfe von zwei Online-Trainings, die Trainierbarkeit der Selbstmanagementkompetenzen Positive Psychologie und berufliche Zielklarheit im Sinne des integrativen Rahmenmodells zum Positiven Selbstmanagement (O. L. Braun et al., in Druck). Die Trainings unterschieden sich aufgrund der zeitlichen Konzeption (Durchführung an einem Tag vs. an 12 Tagen). Insgesamt verteilten sich die 62 Studierenden des in sozialen Netzwerken ausgeschriebenen Quasi-Experiments auf drei nahezu äquivalente Gruppen (Experimentalgruppe 1, Experimentalgruppe 2, Kontrollgruppe). Nach verbindlicher Anmeldung durchliefen die Probanden einen Prätest, das jeweilige Online-Training im Falle der Experimentalgruppen sowie nach weiteren drei Wochen einen Posttest. Die Ergebnisse unterstützen größtenteils das eingangs erwähnte Rahmenmodell und zeigen die Trainierbarkeit der beiden Selbstmanagementkompetenzen mittels Online-Trainings auf. Die zeitliche Darbietung zeigte keinen signifikanten Unterschied.
Franziska Mauermann, Julia Schäfer, Ottmar L. Braun

Kapitel 10. TeamfähigkeitTeamfähigkeit

Zusammenfassung
An den meisten Arbeitsplätzen ist Teamarbeit allgegenwärtig und für das Erreichen von berufsbezogenen Zielen essenziell. Für gute Gruppenarbeit unverzichtbar ist dabei ein gutes Teamklima. Dieses kann sowohl die Stimmung der einzelnen Teammitglieder als auch damit zusammenhängende Prozesse wie Arbeitsmotivation oder -zufriedenheit sowie Hilfsbereitschaft beeinflussen. Teamklima kann sich kurzfristig (z. B. gesteigerte Resilienz, verbesserte Emotionsregulation), aber auch langfristig auf substanzielle Gesichtspunkte des Erfolgs von Unternehmen (z. B. gesteigerte Arbeitsleistung, weniger Absentismus) und seiner Mitarbeiter (z. B. geringere Gefahr für Burnout, verringertes Stressempfinden oder depressive Verstimmungen) auswirken.
Stefanie Ziemke, David Michaelis

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