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01.11.2013 | State-of-the-Art | Ausgabe 4/2013

Management Review Quarterly 4/2013

Bilanzwirksamkeit und -unwirksamkeit von Leasingverhältnissen aus Sicht der empirischen Forschung

Zeitschrift:
Management Review Quarterly > Ausgabe 4/2013
Autoren:
Rolf Uwe Fülbier, Jane Fehr

Zusammenfassung

Der vorliegende Beitrag zeigt Entwicklung und Stand der empirischen Forschung zur Frage der Bilanzwirksamkeit und -unwirksamkeit von Leasingverhältnissen auf und untersucht die Konsequenzen für die gegenwärtig diskutierte Reform der IFRS- und US-GAAP-Leasingbilanzierung. Die Forschung vermag zu zeigen, dass sich bilanzunwirksame Leasingverhältnisse (Operating Leasing) gerade in leasingintensiven Branchen erheblich auf die wirtschaftliche Lage der Leasingnehmer auswirken. Substitutions- und Kapitalstruktureffekte bei Einführung der teilweisen Bilanzwirksamkeit (Finanzierungsleasing) in den 1970er und 1980er Jahren lassen erkennen, dass die Leasingnehmer die bilanzunwirksame Behandlung präferieren. Wahrnehmungsunterschiede zwischen Operating Leasing und Finanzierungsleasing können auf Adressatenseite belegt werden. Allerdings gibt es auch Anzeichen dafür, dass sich diese Unterschiede mit dem zunehmenden Grad der Professionalisierung auf Adressatenseite nivellieren und dass Märkte durch das Operating Leasing nicht per se fehlgeleitet werden. Vor diesem Hintergrund erscheint die gegenwärtige Leasingbilanzreform zumindest nicht zwingend.

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