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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

I. Kapitel. Produkt-/Markt-/Technologie- Kombinationen als Ausgangspunkt der strategischen Investitionsplanung

Zusammenfassung
Unter den Bedingungen stagnierender Märkte, steigender Kosten und sich rasch ändernder Kundenanforderungen ist der Einsatz neuer Produktionstechnologien zu einem entscheidenden Erfolgspotential der Unternehmungen geworden. Es sind primär die Innovationen im Produktionsablauf, die eine Produktionsfunktion verändern. Geeignete Produktionstechnologien erlauben eine kostengünstige und flexible Herstellung von Produkten. Gerade im Hinblick auf neue integrierte, flexible Fertigungskonzepte wie Computer Integrated Manufacturing (CIM) und deren technologische Bausteine (CAD/CAM und alle weiteren CA-Technologien einschließlich Industrieroboter, Flexible Fertigungssysteme sowie PPS-Systeme) darf die Produktionstechnologie nicht mehr nur eine Restriktion der Unternehmensstrategie darstellen, sondern muß als deren Variable aktiv gestaltet und als Quelle von Wettbewerbsvorteilen genutzt werden.
Horst Wildemann

II. Kapitel. Ansätze zur strategischen Planung und daraus abgeleitete Anforderungen an die strategische Investitionsplanung

Zusammenfassung
Methodische Ansätze zur strategischen Planung kommen aus zwei Quellen: Zum einen aus dem militärischen Bereich in Form von logisch deduktiv abgeleiteten strategischen Grundsätzen, wie sie beispielsweise von Cäsar, Clausewitz und Moltke formuliert wurden. Zum anderen basieren sie auf Überlegungen aus der empirischen Strategieforschung, die im Prinzip auf die amerikanische PIMS-Studie zurückgehen.
Horst Wildemann

III. Kapitel. Strategische Bedeutung neuer Produktionstechnologien für die Unternehmungen

Zusammenfassung
Neue Produktionstechnologien können auf zwei unterschiedliche Arten die Wettbewerbsposition der Unternehmung verändern: Einerseits beeinflussen sie die Wettbewerbsbedingungen ganzer Branchen. Dies fuhrt zu einer extern verursachten Verschiebung der Wettbewerbsposition jeder einzelnen Unternehmung in der Branche. Andererseits können neue Technologien von den Unternehmen als Instrument der eigenen Wettbewerbsstrategie eingesetzt werden, um durch Aufbau von Stärken bzw. Abbau von Schwächen die Wettbewerbsposition zu verbessern.
Horst Wildemann

IV. Kapitel. Wirtschaftliche Rechtfertigung von Investitionen in neue Produktionstechlogien

Zusammenfassung
Die Einführung neuer Produktionstechnologien bewirkt eine Veränderung der quantitativen, qualitativen sowie zeitlichen Kapazität und Flexibilität des Produktionssystems. Hierdurch wird eine Veränderung der Input-Output-Relation verursacht, die sich in ökonomischen Wirkungen niederschlägt. Darüber hinaus hat die Einführung neuer Technologien Implikationen für das Bedienungspersonal und die Planungs- und Führungsebene. Auch diese sozialen Wirkungen beeinflussen, z. B. über die realisierte Nutzung der Anlagen, in erheblichem Maße die Wirtschaftlichkeit.
Horst Wildemann

V. Kapitel. Investitionsplanung bei diskontinuierlichen Entwicklungen in der Fertigungstechnik

Zusammenfassung
Technologische Diskontinuitäten stellen für Unternehmungen strategische Überraschungen dar (vgl. Ansoff, 1981, S. 234). Sie können plötzlich auftreten mit der Folge von signifikanten Strukturveränderungen in sozialen, politischen und technischen Systemen (Zahn 1979, S. 119; Zahn 1984, S. 23).
Horst Wildemann

VI. Kapitel. Fertigungsorganisation bei neuen Produktionstechnologien

Zusammenfassung
Angesichts der raschen Veränderungen in den Märkten und der Technologie werden Reaktionsfähigkeit und die Reaktionszeiten im Unternehmen zum kritischen Erfolgsfaktor. Dieser Erfolgsfaktor wird von den Strategien des Unternehmens sowie von den Leistungsmerkmalen der Zulieferanten und der Endabnehmer beeinflußt. Der Materialfluß in einer solchen „logistischen Kette“ verläuft vom Rohmateriallieferanten zum Abnehmer, der Informationsfluß vom Abnehmer bis zum Lieferanten. Um den sich wandelnden Marktanforderungen gerecht werden zu können, ist es erforderlich, die gesamte logistische Kette mit ihrem Material- und Informationsfluß zu optimieren. Ziel dieser Optimierung ist die Just-In-Time-Produktion, d.h. die Bereitstellung des richtigen Produktes, in der richtigen Menge, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort, um so den Kundenanforderungen schnell gerecht werden zu können.
Horst Wildemann

VII. Kapitel. Einführungsstrategien für neue Produktionstechnologien

Zusammenfassung
Neue Produktionstechnologien erfordern nicht nur eine Neuplanung der Konstruktions-und Fertigungsbereiche, sondern auch eine Neugestaltung des betrieblichen Umfeldes in den Bereichen Materialdisposition, Auftragsabwicklung, Instandhaltung, Qualitätssicherung, Transport und Montage. Diese vielfältigen Interdependenzen lassen die Wahl der Einführungspfade zu einer wesentlichen Determinante der Wirtschaftlichkeit von neuen Technologien werden.
Horst Wildemann

VIII. Kapitel. Organisatorische und personelle Aspekte der Einführung neuer Produktionstechnologien

Zusammenfassung
Die Einführung neuer Prozeßtechnologien mit dem Ziel des Aufbaus eines CIM-Systems führt zu hohen Anforderungen an das Personal und die Infrastruktur der Unternehmung. Die formale Organisation ist in der Regel nicht auf die Bearbeitung komplexer zeitlich begrenzter, einmaliger Sonderaufgaben ausgerichtet. Nur wenige Großunternehmen verfugen über Planungsstäbe, die die technologischen, wirtschaftlichen und sozialen Implikationen der Einführung neuer Verfahren umfassend bearbeiten können. Die Einführungsplanung sollte deshalb mit einer speziellen Projektorganisation beginnen. Eine empirische Untersuchung im Auftrag des BMFT zeigt, daß z.B. 42 % der untersuchten FFS-Anwender keine Projektorganisation wählten und daraus nicht nur eine mangelnde Effizienz der Einführung resultiert, sondern auch Projekte auf einem niedrigeren als geplanten Leistungsniveau verharren.
Horst Wildemann

IX. Kapitel. Kontrolle der strategischen Investitionsplanung

Zusammenfassung
Die Kontrolle der strategischen Investitionsplanung steht vor der Problematik, daß die Chancen-/Risiken-Profile und Stärken-/Schwächen-Analysen der Unternehmung sowie die Portfolio-Methoden im wesentlichen nur zur Planung geeignet sind. Sie erlauben lediglich einen Soll-Ist-Vergleich, können aber die Stabilität der Planvorgaben nicht überprüfen. Um dies zu gewährleisten, sind Abweichungsanalysen bei
  • Zielen,
  • Prämissen und
  • Maßnahmen durchzuführen.
Horst Wildemann

X. Kapitel. Defizite in der Theorie der Technologieplanung

Zusammenfassung
Um zukünftige Entwicklungen in der Technologieplanung abzuschätzen, bietet es sich an, bestehende Defizite in der Theorie der Technologieplanung zu analysieren. Derartige Defizite existieren u. a. bei:
  • der Messung des „Standes der Technik (state of the art)“,
  • der Bestimmung des optimalen Integrations-, Automatisierungs- und Flexibilitätsgrades,
  • der Budgetermittlung,
  • der Kosten- und Abschreibungsverrechnung bei neuen Produktionstechniken sowie
  • der Festlegung der Qualifikation von Planern.
Horst Wildemann

XI. Kapitel. Zusammenfassung: 10 Thesen zur strategischen Investitionsplanung

Zusammenfassung
Aus der Theorie der Technologieplanung und den empirischen Untersuchungen lassen sich folgende Einsichten ableiten:
1
Die Einsicht, daß fundierte Investitionsentscheidungen für neue Produkt- und Fertigungstechnologien nur in einer ganzheitlichen Markt-Produkt-Produktionstechnologie-Betrachtung gefallt werden können.
 
2
Die Einsicht, daß die Komponente Zeit bei der strategischen Investitionsplanung sich in mehrfacher Weise bemerkbar macht:
  • Marktanteile können erobert werden, wenn frühzeitig Kapazitäten aufgebaut worden sind.
  • Bei kapitalintensiven neuen Produktionsanlagen muß durch flexible Automatisierung eine möglichst lange Nutzungsdauer und tägliche Nutzungszeit sichergestellt werden.
  • Nur ein früher Einstiegszeitpunkt in neue Technologien kann zu Wettbewerbsvorteilen führen.
 
Horst Wildemann

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