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Über dieses Buch

Als Ausgangspunkt einer Ethik im Management, die methodisch ihre normative Bestimmung aus den Interaktionen im Management selbst bezieht, integriert Eberhard Schnebel mit Hilfe von Systemtheorie, Pragmatismus und Sprachphilosophie disjunktive Zielvorstellungen in das klassisch-ökonomische Verständnis der Organisation. Als verbindendes Element führt er "Commitments" ein, mit denen Handlungserwartungen flexibel und dynamisch kommuniziert werden. Die Verbindung von Kommunikationssystemen und Institutionenökonomik führt zu einem neuen Verständnis rationalen Handelns und neuen Verantwortlichkeiten im Management von Organisationen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Struktur und Grundprobleme einer Ethik organisationalen Handelns

Die “Theorie rationaler Wahl” (rational choice) nimmt den Menschen universal in den Blick. In ihr entscheidet der handelnde Mensch unter Verwendung der Summe aller Informationen, die für ihn verfügbar sind. Unterstellt wird ihm eine klare Entscheidungshierarchie: Er hat Ziele, die er auf alle Fälle erreichen will; er orientiert sich an Präferenzen, die er bei der Zielverfolgung beachtet; und er macht Zwischenschritte, die er auf dem Weg dahin mehr oder weniger freiwillig abarbeitet.

Eberhard Schnebel

Chapter 2. Rationalität in Organisationen: Entscheidungen, Routinen und soziale Kontexte als Grundriss einer Theorie organisationalen Handelns

Handeln in Organisationen betrachten wir als individuelles Handeln, das sich über die Rationalität von Routinen und abgegrenzten Kontexten effektiver ausgestaltet, als wenn sich der individuelle Akteur um alle Details ständig neu kümmern muss (Weber 1922a). Innerhalb der Routinen und Kontexte kommt es jedoch zur aktiven Auseinandersetzung des Individuums mit den Bedingungen seiner sozialen Umwelt. Über organisatorische Strukturen werden soziale Beziehungen wahrgenommen, die prägend für die individuellen Handlungen sind (Dewey 1922; Mead 1925; Parsons und Shils 1951b).

Eberhard Schnebel

Chapter 3. Normative Verständigung im Management: Personale Bindungsmechanismen und Commitments als Kern der Wirtschaftsethik im Management

Organisationale Akteure sind individuelle Akteure. Sie arbeiten arbeitsteilig in institutionellen, also in organisatorischen und regelgebundenen Funktionszusammenhängen. Dadurch verliert ihre Tätigkeit jedoch den ganzheitlichen Sinnbezug: Die organisationalen Akteure verstehen die organisatorischen Auswirkungen ihrer Handlungen nicht, sondern orientieren sich lediglich am organisationalen Handlungsbezug, also an der Sinnstruktur ihrer jeweiligen Handlung. Sie müssen ihre Rolle in den Handlungselementen, in denen sie aktiv sind, entsprechend der dort bestehenden Kommunikation weiterführen.

Eberhard Schnebel

Chapter 4. Kalkül und Intervention im Management: Individuelle Präferenzen, kommunikative Orientierung und Ethik organisationalen Handelns

Handlungen in Organisationen, oder genauer Handlungen mit organisatorischer Relevanz, können als Teile einer arbeitsteiligen Sequenz beschrieben werden, die letztendlich der erfolgreichen Fortführung von Entscheidungen in Organisationen sicherstellt. Wenn diese Handlungen auf die Aspekte des jeweiligen Schritts fokussiert sind, können wir sie als organisationale Handlungen bezeichnen – im Gegensatz zu organisatorischen Handlungen, die immer die gesamten Belange einer Organisation im Blick haben.

Eberhard Schnebel

Chapter 5. Organisationale Handlungen als naturalistische Elemente einer Wirtschafts- und Ordnungsethik im Management

Am Kulminationspunkt zwischen einer strukturellen Ordnungsethik, die vorrangig die “Spielregeln” gestaltet (vgl. von Broock, 2012, S. 32f; Homann 2014), und einer Handlungsmoral auf der Ebene der “Spielzüge”, die sich vorrangig an den individuellen Haltungen und Tugenden orientiert (vgl. Nida-Rümelin 2011a; 2011b), werden soziale Elemente sichtbar, die in einer Wirtschaftsethik als Restriktionen berücksichtigt werden müssen: Situationsabhängige, individuelle Präferenzen, die von verschiedenen Kommunikationssystemen abhängig sind, innerhalb derer die Akteure konkret agieren.

Eberhard Schnebel

Backmatter

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