Skip to main content
main-content

06.08.2018 | Wirtschaftsrecht | Nachricht | Onlineartikel

Wann kurzfristige Beschäftigungen versicherungsfrei sind

Autor:
Alexa Michopoulos

Seit 2013 sind Minijobs oder sogenannte 450-Euro-Stellen grundsätzlich in der Rentenversicherung versicherungspflichtig. Eine Ausnahme gibt es laut der Deutschen Rentenversicherung Rheinland für kurzfristige Beschäftigungen.

Eine solches Beschäftigungsverhältnis liegt dann vor, wenn es innerhalb eines Kalenderjahres von vornherein auf längstens drei Monate oder 70 Arbeitstage begrenzt ist. Die Höhe des Verdienstes spielt dabei keine Rolle. Voraussetzung ist, dass die Beschäftigung von Beginn an vertraglich oder aufgrund ihrer Eigenart, etwa bei Erntehelfern oder Ferienjobs von Schülern und Studenten, befristet ist. In diesem Fall werden keine Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt und somit auch keine Rentenanwartschaften vom Arbeitnehmer erworben. 

Für Unternehmen wichtig: Als Zeitgrenze gilt aktuell der Drei-Monats-Zeitraum, wenn die Beschäftigung an mindestens fünf Tagen in der Woche ausgeübt wird. Auf die zeitliche Begrenzung von 70 Arbeitstagen ist abzustellen, wenn der Arbeitnehmer in seinem Job regelmäßig an weniger als fünf Tagen in der Woche tätig ist.

Ab 2019 gelten andere Zeitgrenzen

Die Übergangsregelung (§ 115 Sozialgesetzbuch IV) legt fest, dass die genannte Zeitgrenze nur noch für Beschäftigungsverhältnisse bis zum 31. Dezember 2018 gilt. Ab Januar 2019 müssen Unternehmen dann die ursprüngliche vorgesehene Frist von nur zwei Monaten beziehungsweise 50 Arbeitstagen einhalten, soll die Beschäftigung sozialversicherungsfrei bleiben.


Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

Das könnte Sie auch interessieren

31.01.2018 | Altersvorsorge | Nachricht | Onlineartikel

2018 bringt Anpassungen in mehreren Bereichen

08.07.2015 | Einkommensteuer | Im Fokus | Onlineartikel

Ferienjobs sind meistens steuerfrei

Premium Partner

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Blockchain-Effekte im Banking und im Wealth Management

Es steht fest, dass Blockchain-Technologie die Welt verändern wird. Weit weniger klar ist, wie genau dies passiert. Ein englischsprachiges Whitepaper des Fintech-Unternehmens Avaloq untersucht, welche Einsatzszenarien es im Banking und in der Vermögensverwaltung geben könnte – „Blockchain: Plausibility within Banking and Wealth Management“. Einige dieser plausiblen Einsatzszenarien haben sogar das Potenzial für eine massive Disruption. Ein bereits existierendes Beispiel liefert der Initial Coin Offering-Markt: ICO statt IPO.
Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise