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14.03.2018 | Baufinanzierung | Nachricht | Online-Artikel

PSD Banken setzen auf automatisierte Kreditvergabe

verfasst von: Barbara Bocks

2 Min. Lesedauer

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Die PSD Bankengruppe hat 2017 gute Ergebnisse erzielt. Das liegt neben Kosteneinsparungen durch mehr digitale Prozesse vor allem am Kerngeschäft, das stark gewachsen ist.

Für die PSD Bankengruppe bleibt das Thema Digitalisierung weiterhin ein wichtiger Punkt auf der Agenda. Mittlerweile verfügt die genossenschaftliche Bankengruppe über einen vollautomatisierten Kreditvergabeprozess für Privatkunden. "Auch für Baufinanzierungen arbeiten wir daran, dass Anträge fallabschließend digital bearbeitet werden können", sagte Dieter Jurgeit, Verbandspräsident des Verbandes der PSD Banken e.V., anlässlich der Bilanzpressekonferenz am 14. März 2018 in Frankfurt am Main. Aufgrund ihres hohen Grades an Automation und schlanken Prozessen hat die PSD Bankengruppe laut eigenen Angaben das Verhältnis von Aufwand zu Erträgen auf 62,2 Prozent ausgehend von 63,3 Prozent im Vorjahr verbessert. Diese Entwicklung will die Bankengruppe 2018 fortführen mit Projekten, die dafür sorgen, dass die digitale Kreditvergabe mit automatisierter Dokumentenerkennung abläuft und die Fälle abschließend komplett digital verarbeitet werden.

Auch sonst hat die Bankengruppe mit ihren 14 genossenschaftlichen Instituten ein gutes Geschäftsjahr 2017 absolviert. Der Jahresüberschuss nach Steuern beläuft sich auf 46,9 Millionen Euro, nach 44,8 Millionen Euro im Jahr 2016. Dazu trug vor allem der Bereich "Baufinanzierung" bei. So lag der Neuabsatz in diesem Kerngeschäft bei 2,36 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte dieses Neugeschäfts kam über Plattformen wie "Check24" und "Europace" zusammen. Der Baufinanzierungsbestand erhöhte sich daher laut Angaben der Bankengruppe gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent auf 16 Milliarden Euro. Ebenfalls angestiegen ist der Absatz im Bereich Ratenkredite. Knapp 250 Millionen Euro haben die PSD Banken im Geschäftsjahr 2017 neu verliehen. Das sind 8,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Eigenkapitalrendite in Höhe von 6,9 Prozent

Die Kundeneinlagen stiegen 2017 leicht um rund 200 Millionen Euro auf insgesamt 18,0 Milliarden Euro an, hauptsächlich durch Zuwächse bei den Sicht- und Termineinlagen. "Unser Kreditgeschäft ist durch eine Kernkapitalquote abgesichert, die deutlich über den Basel-III-Anforderungen liegt", so Jurgeit. Derzeit beträgt diese Quote 15,0 Prozent. "Besonders freut uns die Steigerung der Eigenkapital-Rentabilität auf 6,9 Prozent", so Jurgeit. "Wir erwarten für 2018 aufgrund unseres erfolgreichen Geschäftsmodells, nämlich der Kombination aus Direkt- und Filialbank, ein ähnliches Wachstum wie 2017", prognostiziert Jurgeit. Wie viele andere Branchenvertreter spricht sich auch Jurgeit gegen eine gemeinsame europäische Einlagensicherung aus: "Eine Vergemeinschaftung käme aus unserer Sicht einer unbegrenzten Haftung gleich".

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