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2018 | OriginalPaper | Buchkapitel

Compliance und Fairness – Ein Vorschlag zur Begriffsbestimmung

verfasst von: Yvonne Thorhauer

Erschienen in: Compliance im Sport

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Vorliegender Beitrag gibt einen Vorschlag zur Begriffsbestimmung von Compliance und Fairness, indem er Erste mit Moral und Zweite mit Ethik verbindet. Dabei zeigt sich, dass diese Differenzierung sowohl auf der Ebene des Wettkampfes als auch auf organisationaler Ebene aus verschiedenen Gründen Sinn macht. So ist zunächst von der Außenperspektive kaum zu beurteilen, ob ein Verhalten bloß regelkonform oder aber fair im ethischen Sinne ist. Compliance stellen wir dort fest, wo Akteure Anreize haben, sich gemäß juristischer, moralischer oder sportspezifischer Vorschriften zu verhalten. Eine Reduktion von Fairness auf bloße Regelkonformität höhlt jedoch die Bedeutung des ethischen Charakters aus und lässt eine elementare Dimension menschlichen Zusammenlebens vermissen. Auch ist Fairness mehr als ein Spezialfall von Compliance, denn sie kann über die Konformität mit Regelwerk und Richtlinien hinausgehen. Es gibt informelle Gebote der Fairness, die Vorschriften nicht abbilden. Letztlich sind wir dort, wo Regelwerke defizitär sind und Kontroll- sowie Sanktionsmechanismen versagen, auf die innere Haltung der Akteure – und damit auf die Ethik – zurückgeworfen.

Metadaten
Titel
Compliance und Fairness – Ein Vorschlag zur Begriffsbestimmung
verfasst von
Yvonne Thorhauer
Copyright-Jahr
2018
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-22511-7_1

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