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10.11.2020 | Originalarbeit | Ausgabe 1-2/2021 Open Access

Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft 1-2/2021

Das Sekundärressourcenpotenzial aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen

Zeitschrift:
Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft > Ausgabe 1-2/2021
Autoren:
DI (FH) Silvia Scherhaufer, DI Dr. Florian Part, DI Mag. Peter Beigl
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Bis 2040 soll die Stromversorgung in Österreich laut aktuellem Regierungsprogramm klimaneutral sein und somit zu 100 % aus erneuerbarer Energie erfolgen. Dieses Ziel ist mit großen Ambitionen im Ausbau der Anlagen zur Erzeugung von erneuerbarer Energie, vor allem im Bereich der Photovoltaik und Windkraft, verbunden. Ziel dieses Beitrags ist es, den zu erwartenden, stark ansteigenden Materialeinsatz für neue und bestehende Windkraftanlagen (WKA) und Photovoltaikanlagen (PVA) bis zum Jahr 2050 darzustellen, das Potenzial an Sekundärressourcen abzuschätzen und Wege zur Wiederverwendung und möglichst hochwertigen Verwertung aufzuzeigen. Hierfür wurden der Anlagenbestand und die verwertbaren Sekundärressourcen auf Basis von makroökonomischer Modellierung des österreichischen Energiesystems und marktmixbasierten Materialflussanalysen von WKA und PVA (auf Bauteilebene) bilanziert. Beim Bau der Anlagen zeigt sich die Massenrelevanz von Silizium und Glas bei PVA bzw. Beton und Stahl für Fundamente für WKA, wobei im Zeitraum von 2020 bis 2030 mit einer Steigerung des Rohstoffeinsatzes um den Faktor 5 zu rechnen ist. Weiters enthalten elektrische und elektronische Bauteile bedeutende Mengen an Metallen (Fe, Cu, Al), Edelmetallen (Au, Ag) sowie Sondermetallen, wie Tantal in Kondensatoren oder Neodym in Magneten. Ein Vergleich nach zwei Recyclingszenarien mit derzeitiger Ausrichtung und hochwertigem Recycling zeigt, dass bei PVA für Glas, Silizium und Silber bzw. bei WKA bei Kupfer, Edelmetallen und glas- und carbonfaserverstärkten Kunststoffen Rückgewinnungsraten deutlich gesteigert werden können. Aufgrund der anfallenden Mengen und Qualitäten an potenziellen Sekundärressourcen, die in den nächsten Jahrzehnten in den abgebauten Anlagen enthalten sein werden, müssen optimierte Verwertungswege geschaffen werden, damit die Ressourcen auch in der Praxis im Kreislauf geführt werden können.
Literatur
Über diesen Artikel

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