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Über dieses Buch

Dieses Herausgeberwerk vermittelt einen praxisnahen und fundierten Überblick über die Digitalisierung in verschiedenen Branchen sowie von zentralen Unternehmensfunktionen und -prozessen. Dabei wird das Themenfeld der Digitalisierung systematisch anhand von vier Perspektiven betrachtet und es wird erläutert, wie Digitalisierung erfolgreich gestaltet werden kann.
Nach einer Einführung in die Grundlagen werden neben den prozess- und funktionsbezogenen Themenfeldern auch die Aufgaben für Führungskräfte sowie rechtliche und sicherheitsrelevante Aspekte verdeutlicht. Praxisbeispiele aus verschiedenen Branchen zeigen, wie Unternehmen die digitale Transformation bereits meistern und sich für kommende Herausforderungen rüsten.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Grundlagen

Frontmatter

Kapitel 1. Ausgewählte technologische Grundlagen

Dieser Beitrag legt die für das Verständnis der folgenden Beiträge erforderliche Basis, indem ausgewählte technologische Grundlagen mit Fokus auf Frontend-Services betrachtet werden. Im Anschluss an begriffliche Grundlagen wie Service, Servitization sowie Frontend- und Backend-Services wird das Internet der Dinge als übergreifende Technologie behandelt. Die Konzentration auf Frontend-Services führt zu Auseinandersetzung mit Identifikationstechnologien wie Radio Frequency Identification und Gesichtserkennung, Lokalisierungstechnologien wie dem Global Positioning System (GPS), Interaktionstechnologien wie Touch-, Gesten- und Sprachsteuerung, Darstellungstechnologien wie Datenbrillen, Augmented und Virtual Reality sowie Mobilkommunikationstechnologien wie Mobilfunknetze, Bluetooth und NFC. Den Abschluss bilden die Technologien 3D-Druck, Roboter mit Fokus auf humanoide Roboter sowie Delivery Systeme, die insbesondere in vielfältigen Pilotprojekten des Handels getestet werden.
Jürgen Hofmann

Kapitel 2. Kundenzentrierte digitale Geschäftsmodelle

Der folgende Beitrag widmet C. A. Palacios Valdés sich den wichtigsten Aspekten digitaler Geschäftsmodelle. Zu Beginn werden die relevanten Treiber von digitalen Geschäftsmodellen aus den Bereichen der technologischen Entwicklungen, dem sozialen Verhalten und der neue Dynamiken auf makroökonomischer Ebene dargelegt. Darauf folgend werden der Aufbau, die Elemente sowie die notwendigen Schritte zur Gestaltung eines digitalen Geschäftsmodells mit zahlreichen Praxisbeispielen beschrieben. Der Leser erhält zudem Informationen zu den unterschiedlichen Ausprägungen der Digitalisierung von der Nutzung digitaler Kanäle über die Gewinnung moderater Wettbewerbsvorteile durch Digitalisierung bis hin zu Disruption und Digital Leadership. Den Abschluss des Beitrages bilden die Erfolgsfaktoren digitaler Geschäftsmodelle sowie ein Ausblick in deren Zukunft.
Bettina Maisch, Carlos Andrés Palacios Valdés

Kapitel 3. Ausgewählte Aspekte bei der Gestaltung von Digital Services

Bei der Entwicklung von Digital Services kommt der Mensch-Maschine-Schnittstelle eine besondere Bedeutung zu. Dabei wird durch Beachtung der Usability sichergestellt, dass digitale Angebote effizient, effektiv und zur Zufriedenheit des Kunden entwickelt werden. Durch einen Fokus auf die User Experience (UX) werden alle Kundenprozesse berücksichtigt, die Customer Experience stellt auf die Gesamtheit aller Eindrücke, die ein Kunde während der gesamten Dauer einer Kundenbeziehung von einem Unternehmen erhält, ab. Um Digital Services und die Customer Experience für Nutzer optimal zu gestalten, kommen u. a. die vier verbreiteten Methoden Personas, Storyboards, UX-Prototyping und Customer Journey Mapping zum Einsatz. Um eine gute User Experience eines Digital Services zu gewährleisten, müssen die wichtigsten Erfolgsfaktoren – Nutzwert für die Zielgruppe, Zugänglichkeit, Usability, Ästhetik und Erfüllung des Markenversprechens – sichergestellt werden. Dabei kann die Qualität der User Experience durch verschiedene Methoden gemessen werden. Ein zeitgemäßer und bewährter Ansatz hierfür ist das von Google entwickelte HEART-Framework, das fünf Qualitätskategorien quantifiziert bewertet.
Christian Stummeyer

Digitalisierung in ausgewählten Prozessbereichen

Frontmatter

Kapitel 4. Product Lifecycle Management (PLM) im Kontext von Industrie 4.0

PLM ist ein ganzheitlicher, integrierender Management- und Organisationsansatz, welcher sämtliche Informationen im Produktlebenszyklus mit geeigneter IT-Unterstützung zusammenbringt, mit dem Ziel, sie zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, in der richtigen Quantität und Qualität bereitzustellen. Es schließt die Planung, Steuerung und Kontrolle der damit verbundenen Prozesse im gesamten Produktlebenszyklus ein. Die im Kontext von Industrie 4.0 postulierte horizontale und vertikale Integration sowie die Durchgängigkeit des Engineerings über den gesamten Lebenszyklus stellt das PLM vor neue Herausforderungen. Mit dem Referenzarchitekturmodell RAMI4.0, dem Modell der Industrie 4.0 Komponente und der Definition von Eigenschaften, die Produkte (zukünftig) als Industrie-4.0 fähig kennzeichnen, werden die Voraussetzungen geschaffen, diesen Herausforderungen zu begegnen. Darüber hinaus bedarf es einer disziplinübergreifenden Entwicklungsmethodik des Model Based Systems Engineering und dessen systemtechnischer Unterstützung. Die Erweiterung von PLM in Richtung System Lifecycle Management scheint ein vielversprechender Lösungsansatz zu sein.
Cornelia Zehbold

Kapitel 5. Customer Relationship Management

Die fortschreitende Digitalisierung in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Kundenservice bietet neue und vielfältige Möglichkeiten, eine bessere Qualität in der gesamten Kundenbeziehung zu erreichen, nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu erzielen und letztlich Umsätze zu steigern. Die Anforderungen an die Unternehmen sind für sämtliche Geschäftsmodelle branchenübergreifend im B2B sowie im B2C-Bereich gestiegen und erfordern ein grundlegendes Umdenken. Anhand zweier Fallbeispiele aus der Automobil- und Software-Industrie lässt sich die Verzahnung von neuen Geschäftsmodellen und Anforderungen an das Produkt im digitalen Zeitalter mit den neuen Ansätzen eines übergreifenden Customer Experience Management veranschaulichen. Hierbei gilt es vielfältige Herausforderungen zu meistern: neue strategischer Ziele, z. B. zum Kundenmehrwert, sind zu formulieren, bestehende Prozesse und Organisationen sind neu zu gestalten und neue Technologien sind, v. a. im Rahmen von Customer Analytics, einzusetzen. Darüber hinaus ist ein umfassendes, mitarbeiterorientiertes Change-Management zu etablieren. Die digitale Transformation zur Einführung eines Customer Experience Management kann dabei schrittweise erfolgen und bedarf einer konsequenten und durchsetzungsstarken Top-Management Unterstützung.
Torsten Albrecht

Kapitel 6. Digital Supply Chain Management

Mit der Digitalisierung ergeben sich zahlreiche neue Möglichkeiten, das komplexe Unterfangen Supply Chain Management in die Praxis zu überführen. Die Frage der Definition und Abgrenzung des Begriffes ist der Startpunkt für die Diskussion. Anschließend werden die Herausforderungen des Supply Chain Managements erörtert, indem gemäß der zwölf Dimensionen von Komplexität in logistischen Systemen und Supply Chains die Möglichkeiten der Digitalisierung herausgearbeitet werden. Um die Potenziale der Digitalisierung konkret diskutieren zu können, werden anhand der zentralen Herausforderung des „Bullwhip-Effektes“ die potenziellen digitalen Lösungen vorgestellt und bewertet.
Christian Kille

Digitalisierung in ausgewählten Funktionsbereichen

Frontmatter

Kapitel 7. Digital Logistics

Um die Diskussion um Logistik allgemein und die Digital Logistics im Speziellen zu versachlichen, wird zunächst der drittgrößte Wirtschaftsbereich in Deutschland definiert und abgegrenzt. Im Anschluss steht die Digitalisierung in der Logistik im Mittelpunkt, indem die Entwicklung vom tradierten Verständnis der Güterbewegung zur Logistik 4.0 erläutert wird. Hierbei werden die Auswirkungen der Logistik 4.0 und die langfristigen Perspektiven vorgestellt. Dies dient als Überleitung zur Digital Logistics und deren Anwendungen. Dieser Abschnitt wird mit der Beschreibung der Landschaft der aktuellen Logistik-Start-ups abgerundet.
Christian Kille

Kapitel 8. Digitalisierung im Bereich Human Resources

Die Digitalisierung hat weitreichende Auswirkungen auf die heutige Arbeitswelt. Automatisierung und Künstliche Intelligenz eröffnen einerseits die Möglichkeit deutlicher Effizienzgewinne, jedoch verbunden mit dem Abbau von Arbeitsplätzen. Andererseits werden Mitarbeiter mit digitalem Know-how dringend benötigt, um die digitale Transformation in den Unternehmen zu gestalten. Der Bereich Human Resources (HR) ist von der Digitalisierung in mehrfacher Weise betroffen: So muss HR gewährleisten, dass im gesamten Unternehmen in ausreichender Zahl Mitarbeiter mit entsprechenden digitalen Kompetenzen zur Verfügung stehen. Gleichzeitig bietet die Digitalisierung dem HR-Management selbst die Chance, die eigenen Prozesse und Instrumente weiterzuentwickeln und noch mehr zu optimieren. Maßgebliche Veränderungen wird es vor allem in drei organisatorischen Dimensionen geben: Bei „Handelnden Personen/Akteuren“, bei „Ort und Zeit“ sowie bei der „Kommunikation“. Insbesondere die HR-Bereiche Personaladministration, Personalcontrolling/Performance Management, Personalmarketing/-rekrutierung sowie Personalentwicklung/Change Management bieten dabei nach heutigem Stand das größte Digitalisierungspotenzial.
Claudia Lieske

Kapitel 9. Digitale Fabrik – Das Digital Enterprise in der Industrie

Der folgende Beitrag untersucht die Veränderung der industriellen Wertschöpfung auf dem Weg der Digitalisierung. Von der Integration der eingesetzten Industriesoftware über die Standardisierung der Kommunikation und die steigenden Anforderungen an die Sicherheit aller Daten bis hin zur Wandlung von Kundendienst in smarten Service. Dabei wird der Unterschied deutlich, den die Digitalisierung für den Maschinenbauer und für den Güterproduzenten macht: Der digitale Zwilling eines Produkts verlangt andere Modelle und Methoden zu seiner Entwicklung als die Maschine oder Anlage. Doch für alle Unternehmen der Fertigungsindustrie gilt: Sie müssen ihren gesamten Wertschöpfungsprozess auf den Prüfstand stellen, vom Geschäftsmodell bis zu den einzelnen Prozessen und ihrer Verkettung. Die Digitale Fabrik kann anders nicht realisiert werden.
Michael Butschek

Digital Business Management

Frontmatter

Kapitel 10. Digitale Transformation

Der vorliegende Beitrag beleuchtet das Phänomen der Digitalen Transformation im B2C-Geschäft. Dabei wird das Verständnis entwickelt, dass die digitale Transformation nur indirekt eine Folge der immer weiter fortschreitenden Digitalisierung der Wirtschaft ist und auch nur zum Teil von Technologie selbst abhängt. Stattdessen lässt sie sich nahezu ausschließlich auf neue, innovative Geschäftsmodelle zurückführen, in denen bestehende Technologien intelligent genutzt werden. Am Beispiel der Musikindustrie werden zwei digitale Transformationen und deren Effekte erläutert. Dabei werden Faktoren herausgearbeitet, die ein Erkennen der Auslöser und der möglichen Auswirkungen auf eine Branche sowie Schlussfolgerungen bezüglich Erfolg versprechender Geschäftsmodelle erlauben. Im letzten Abschnitt werden Erfolgsfaktoren herausgearbeitet, die bei einer erfolgreichen Bewältigung der Digitalen Transformation berücksichtigt werden müssen.
Christian Locher

Kapitel 11. Digital Leadership

Digitalisierung wird die Arbeitswelt massiv verändern. Industrie 4.0 und Dienstleistung 4.0 brauchen sowohl in Organisation, Prozessen, in erster Linie aber im Führungsverständnis neue Ansätze. Gefördert wird dies dadurch, dass viele der neuen Arbeitstools zur bevorzugten Arbeitsweise der nachrückenden Generationen passen. Dieser innerorganisatorische Wandel passiert nicht von alleine. Unternehmen müssen diesen gezielt gestalten, wollen sie nicht als Dinos enden.
Thomas Doyé

Kapitel 12. Digital-Business-Recht

Der nachfolgende Beitrag setzt sich mit der Herausforderung auseinander, die Digitalisierung in den Unternehmen auch rechtlich erfolgreich zu gestalten.
Jeder, der sich, sei es als Unternehmer oder Mitarbeiter, an der Digitalisierung unserer Gesellschaft aktiv beteiligt, dem sollten die dafür notwendigen, rechtlichen Rahmenbedingungen, zumindest in den Grundzügen bekannt sein, um dabei erfolgreich zu sein.
Dieser Beitrag will praxisorientiert auf die Entwicklung von gesetzlichen Regelungen im Hinblick auf Informationsprozesse, Informationsinhalte und Informationsmittel eingehen und system-, kommunikations-, entscheidungs- oder institutionsökonomische Gesichtspunkte mit einbeziehen.
Der Schwerpunkt des Beitrags soll in ausgewählter Form in der Analyse und Beschreibung der bestehenden rechtlichen Rahmenordnung und ihrer Interpretation liegen sowie im Hinblick auf praktische Problemfelder die Rechtsprechung und die Fachliteratur berücksichtigen.
Manfred Mayer

Kapitel 13. Digital Security – Wie Unternehmen den Sicherheitsrisiken des digitalen Wandels trotzen

Neben den zahlreichen Chancen, die Digitalisierung und Vernetzung mit sich bringen, verändert sich auch die Risikolandschaft, mit der sich Unternehmen auseinandersetzen müssen. Bestehende Risiken verschwinden, andere Risiken kommen hinzu.
Insbesondere im Bereich der Digital Security gilt es, mit sich verändernden Technologien, aber auch mit sich verändernden Angreifern schrittzuhalten. Die notwendigen Gegenmaßnahmen sind dabei nicht nur technologischer, sondern auch organisatorischer Natur.
Gelingt es Unternehmen, diese Transformation erfolgreich zu gestalten, kann Digital Security auch zum Wettbewerbsvorteil in der Digitalisierung werden.
Im nachfolgenden Beitrag werden Beispiele aus der Praxis des Autors vorgestellt. Es wird aufgezeigt, wie sich Organisationen dem Wandel durch Digitalisierung stellen und ihre Sicherheitsorganisation, -prozesse und -technologien anpassen.
Alexander Weise

Digitalisierung in ausgewählten Branchen

Frontmatter

Kapitel 14. Digitalisierung in den Bereichen Handel und Konsumgüter

Der folgende Beitrag setzt sich mit der Herausforderung auseinander, strategische Digitalisierungskonzepte in der Handel- und Konsumgüterbranche nachhaltig zu etablieren. Besonderes Augenmerk gilt insbesondere der Betrachtung von Ursachen, Trends und Treibern sowie kritischen Erfolgsfaktoren. Anhand von ausgewählten internationalen Beispielen werden die Strategien und Geschäftsmodelle globaler Pioniere im digitalen Zeitalter genauer betrachtet und welche Vorteile sich daraus für Konsumenten und Verbraucher ergeben. Darauf aufbauend erfolgt eine Zusammenfassung der Reaktionen und Antworten des stationären Einzelhandels auf die dynamischen Veränderungen und Verschiebungen und wie sich dieser durch den Einsatz disruptiver Technologien der virtuellen Welt schrittweise nähert. Im Anschluss werden die wesentlichen Merkmale der innovativen Handelslogistik erläutert, da diese sowohl für neue als auch traditionelle Händler relevant sind. Den Abschluss des Beitrags bildet ein Ausblick auf den Handel im Jahr 2030.
Tobias Altmeyer

Kapitel 15. Digitalisierung im Möbelhandel

Der Möbelhandel in Deutschland muss zahlreiche Herausforderungen durch Digitalisierung und verändertes Kundenverhalten meistern. Früher spielte das klassische stationäre Möbelgeschäft als Point-of-Sale (POS) die zentrale Rolle für Information, Vergleich, Verkauf und Service. Heute können u. a. die Effekte Showrooming und Webrooming beobachtet werden, bei denen Kunden zwischen unterschiedlichen Vertriebskanälen wechseln. Zudem verändern zahlreiche neue, digitale Touchpoints die Customer Journey von Möbelkäufern massiv, eröffnen aber zugleich auch innovative Möglichkeiten der Vermarktung, z. B. durch Webshop, Shopping-App, Produkt-Konfigurator, Augmented und Virtual Reality, Digitalisierung am stationären POS sowie weitere digital gestützte Services bei Kauf, Bezahlung und nach dem Kauf. Daher gilt es für Möbelhändler, das geänderte Verbraucherverhalten zu antizipieren, Technologie intelligent zu nutzen und den eigenen Möbelhandel zu positionieren, um dadurch ökonomisch nachhaltig zu profitieren.
Christian Stummeyer

Kapitel 16. Digitalisierung in der Industrie

Der nachfolgende Beitrag beschäftigt sich mit den Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung in der Industrie. Es werden die Treiber und Implikationen digitaler Trends erklärt sowie Strategien zum erfolgreichen Umgang mit dieser Transformation herausgearbeitet. Digitalisierung ist weit mehr als eine technologische Umwälzung. Vielmehr liefern digitale Technologien die Voraussetzungen für neue Geschäftsmodelle und die Art des Innovierens. Industrieunternehmen stehen damit einerseits vor großen Herausforderungen, weil traditionelle Prozesse und Denkweisen entwertet werden. Gleichzeitig bieten sich ihnen große Chancen, wenn sie ihre Stärken geschickt einsetzen. „Das Beste aus verschiedenen Welten kombinieren“ ist das Motto – die reale Welt der Hardware mit der virtuellen Welt der Software, die Größe eines etablierten Unternehmens mit der Agilität und Kreativität von Start-ups. Industrieunternehmen müssen dazu mehr wie Softwareunternehmen denken und handeln. Sie müssen in Plattformen investieren, digitale Ökosysteme kultivieren, service-orientierte Geschäftsmodelle entwickeln und agile Innovationsprozesse etablieren. Dann haben sie hervorragende Chancen, in einer digitalen Welt erfolgreich zu sein.
Sven Scheuble

Kapitel 17. Digitalisierung bei Siemens – dargestellt am Beispiel von Additive Manufacturing

Additive Fertigung oder Additive Manufacturing ist eine große Chance für Siemens sich mit einer durchgehend digitalen und realen Wertschöpfungskette von den Wettbewerbern entscheidend abzuheben und hierfür die Vorteile der Digitalisierung in die eigene Fertigung und die von Kunden zu übertragen. Additive Manufacturing ist aus der industriellen Produktion heutzutage nicht mehr weg zu denken. Doch Unternehmen, wie auch die Siemens AG haben ihre Herausforderungen dabei, die Möglichkeiten und Auswirkungen sowie den Bedarf dieser Technologie richtig einzuschätzen. Vor allem Unternehmen wie die Siemens AG müssen als Hochtechnologie-Konzern bei den sogenannten „Front Runnern“ dabei sein und die Einwicklung mit ansteuern und maßgeblich beeinflussen, um auch weiterhin im Ranking bei den wichtigsten führenden Weltkonzernen dabei zu sein.
Marina Kinschel

Kapitel 18. Digitalisierung – Motor für innovative Geschäftsmodelle im Umfeld des hochautomatisierten Fahrens

Der Beitrag befasst sich mit der Betrachtung zukunftsfähiger Geschäftsmodelle in Zeiten der Digitalisierung und des technologischen Fortschritts in der Mobilität. Jahrzehnte lang stand das Fahrzeug und damit einhergehend der Verkauf von Personenkraftwagen (Pkw) im Mittelpunkt der Geschäftsmodellierung bei den Automobilherstellern. Der steigende Grad der Vernetzung von Menschen sowie die technologischen Entwicklungen hinsichtlich des hochautomatisierten Fahrens ermöglichen die Entstehung innovativer und zukunftsfähiger Mobilitätskonzepte. Gleichzeitig besteht die Notwendigkeit die Rahmenbedingungen hierfür zu schaffen und zu gestalten. Hierzu zählt neben der Schaffung fahrzeuginterner Voraussetzungen die Beseitigung gesetzlicher, ethischer und infrastruktureller Hürden, um hochautomatisiertes Fahren serienreif umsetzen zu können. Für Automobilhersteller ergeben sich hieraus erhebliche Potenziale, indem die Gestaltung und Umsetzung neuer Geschäftsmodelle finanziell und imagefördernd einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz darstellen kann.
Harry Wagner, Stefanie Kabel

Kapitel 19. Digitalisierung im Technologie- und Innovationsmanagement am Beispiel der Innovationsplattform (IP) bei Nokia

Dieser Beitrag beschreibt die Ergebnisse einer Analyse bei Nokia zur Nutzung der IP. Eine solche Plattform schafft einen gut definierten Workflow in der Anfangsphase einer Innovation. Es erschließt die Kreativität und das Wissen aller Mitarbeiter und ermöglicht ein effizienteres und effektiveres Innovationsmanagement. Trotzdem gilt es, einiges zu beachten. Wichtig für eine erfolgreiche Nutzung ist ein kultureller und organisatorischer Wandel in der Firma. Die Organisation muss von technologie-orientierten zu system- und sozial-orientierten Strukturen übergeleitet werden. Anhand von kurzen Beschreibungen und Hands-on Lessons Learnt bietet dieser Beitrag Anregungen für die richtige Herangehensweise zur optimalen Nutzung von IPs.
Peter Augsdörfer, Fabian Schlage

Kapitel 20. Digitalisierung bei Versicherungen

In diesem Beitrag werden zunächst die verschiedenen Paradigmenwechsel, welche die Digitalisierung bei Versicherungen zunehmend forcieren, erläutert. Als solche Paradigmenwechsel gelten die Konsumveränderung, das Internet als Distributionskanal sowie das Vordringen von Unternehmen wie Google, Apple, Facebook und Amazon in bestehende Märkte. Daraus resultierende Chancen für Versicherungen werden anschließend anhand von branchenspezifischen Beispielen ebenso thematisiert wie Gefahren und Risiken, für die Maßnahmen zur Reduktion vorgeschlagen werden. Die für eine erfolgreiche Digitalisierung erforderlichen, größtenteils gravierenden Änderungen beziehen sich auf die Organisationsstruktur, die Mitarbeiter mit ihrem Mindset, das Eco-System der Versicherungen sowie die Versicherungsprodukte. Angesichts der Herausforderungen für das IT-Sicherheitsmanagement wird eine unternehmens- und branchenübergreifende Zusammenarbeit zur Abwehr von Cyber-Angriffen empfohlen.
Ralph Oelssner

Kapitel 21. Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung in Banken und Sparkassen

Das Banking unterliegt neben der aktuellen Niedrigzinssituation und den steigenden regulatorischen Anforderungen einem wesentlichen Einfluss durch die stark zunehmende Digitalisierung in allen Geschäftsbereichen. Zwar ist diese schon seit der Einführung des Computers für Kreditinstitute von Bedeutung, mit der rasanten Geschwindigkeit, in der neue Technologien entwickelt werden, steigt jedoch auch der Einfluss der Digitalisierung auf das Bankgeschäft. In der Folge zeigen sich veränderte Verhaltensweisen und Anforderungen von Kunden, denen neue Wettbewerber wie z. B. FinTechs mit innovativen Angeboten begegnen. Banken müssen deshalb eine Anpassung ihres Produktangebots in Betracht ziehen und unter Umständen den Zugang zu weiteren Lieferanten suchen. Sie sehen sich damit einer Vielzahl an Herausforderungen ausgesetzt, dürfen dabei allerdings die innewohnenden Chancen zur Intensivierung der Kundenbeziehung mithilfe der Digitalisierung dabei nicht übersehen.
Christiane Jonietz, Stefan Mesch, Anja Peters

Kapitel 22. Bewegung in der Bankenbranche: FinTechs als Disruptoren und Hoffnungsträger

Die Digitalisierung bewegt seit einigen Jahren die Bankenbranche. Während Banken ihre Prozesse automatisieren und vereinzelt digitale Angebote präsentieren, rückt ein neuer Wettbewerber in den Fokus: FinTechs. Die jungen und technologieaffinen Start-ups sind angetreten, die Branche zu revolutionieren und mischen selbige damit auf. Zunächst muss betrachtet werden, was unter einem FinTech zu verstehen ist, um darauf aufbauend ausgewählte Segmente und deutsche FinTechs vorzustellen. Aufbauend auf der Performance einzelner Segmente werden das disruptive Potenzial, aber auch die positiven Effekte der Aktivitäten von FinTechs beschrieben.
Stefan Mesch, Christiane Jonietz, Anja Peters
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