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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
In diesem Band sollen die Grundlagen der Stadtplanung behandelt werden. Kenntnisse über sie sind notwendig, weil ohne den theoretischen Unterbau insbesondere über die Entwicklungsprozesse die Zukunft im wahrsten Sinne des Wortes nicht zu „begreifen“ sein wird. Wenn wir uns vor Augen halten, daß das Grundziel der Planung darin besteht, mittels vorbereitender Maßnahmen ein Ziel zu erreichen, eine drohende Gefahr abzuwenden oder ein Problem zu lösen, dann wird uns auch klar, daß wir bestimmte Methoden der Vorausschau benötigen, um unsere Absicht zu verwirklichen. Die Bedeutung von Planung wird immer dann besonders klar, wenn beispielsweise ein Unglück mit schweren Schadensauswirkungen eingetreten ist, dessen Abwendung lediglich eine Frage vorbedachter Gegenmaßnahmen gewesen wäre. Jedes Nachdenken vor einem antizipierbaren Ereignis, mag es sich um ein Naturereignis oder ein von menschlicher Hand erzeugtes Problem handeln, ist ein erster Ansatz zur Planung.
Klaus Müller-Ibold

2. Planungsrelevante Definitionen

Zusammenfassung
Ehe wir uns mit dem eigentlichen Begriff „Planung“ auseinandersetzen, scheint es zunächst angebracht, sich mit dem hier anstehenden „Objekt“ der Planung, nämlich dem räumlichen, vom Menschen selbst gestalteten und zu gestaltenden Umfeld zu beschäftigen, wie der „Gemeinde“, dem „Dorf“, der „Stadt“ und der „Stadtregion“. Für den „Einsteiger“ in das Thema scheinen hier die Begriffsdefinitionen von René König3 am einprägsamsten. Insofern baut das nachfolgende Kapitel auf Königs Beiträgen auf. Auf diesen Einstieg wird besonderer Wert gelegt, weil es in der Vorstellung von Laien in der Regel bei der Stadtplanung lediglich um die Gestaltung von Gebäuden und Gebäudegruppierungen geht. Kernpunkt der Stadtplanung ist jedoch der Mensch, seine sich ständig ändernde Situation, seine Entwicklung, sein Verhalten, seine gesellschaftlichen Erfordernisse und Beziehungen und das dafür erforderliche gestaltete und gebaute Umfeld sowie dessen Strukturen, Nutzungen und räumlichen Systeme.
Klaus Müller-Ibold

3. Faktoren als Auslöser von Planungserfordernissen

Zusammenfassung
Der Prozeß permanenter Gesellschaftsentwicklung erweist sich, wie wir gesehen haben, als ein ausschlaggebender Bedarfsfaktor für Veränderungen, Handlungen und sich anpassender Ordnungen. Wir werden uns also näher mit seinen Auswirkungen beschäftigen müssen. Insbesondere ändert sich auch die Struktur der Bedarfe der Gesellschaft, mit ihnen ändern sich die Verhältnisse des Marktes in der sozialen Organisation und deren Nutzung des Raumes. Faktoren besonderer Problematik im Rahmen dieser Veränderungen sind die zunehmende Intensität und Geschwindigkeit dieser Veränderungen. Bei dem hohen und schnell anwachsenden Konsum- und Produktionsbedarf erhöht sich gleichermaßen das Ausmaß und die Intensität der Investitionen. Die Zunahme vollzogener Infrastrukturmaßnahmen macht die Struktur des Raumes jedoch mengenmäßig und kostenmäßig ständig weitgehend unnachgiebiger gegenüber Veränderungen. Je stärker z.B. ein Schnellbahnnetz schon ausgebaut ist, desto mehr bestimmt es alternative Planungsvorstellungen vor und desto mehr engt es den Spielraum für Alternativen ein. Die im Gegensatz dazu notwendige Flexibilität bei der steigenden Geschwindigkeit der Veränderungen impliziert daher umso mehr die Formulierung rechtzeitiger alternativer Handlungsstrategien durch die Planung.
Klaus Müller-Ibold

4. Allgemeine rahmensetzende Faktoren

Zusammenfassung
Wenn wir davon ausgehen, daß die Gemeinschaft der Bürger, insbesondere in dem hochkomplexen System der Stadt unserer post-industriellen Zeit, ihr Umfeld gestalten muß, weil der einzelne zu sehr vom anderen abhängig ist, ergibt sich nahezu von selbst, daß die „Gemeinde“ als politische Verwaltungsgemeinschaft diese Aufgabe übernimmt.
Klaus Müller-Ibold

5. Stadtideen und -systeme als rahmensetzende Faktoren

Zusammenfassung
Ideen, Utopien und auch Ideologien zur Stadtentwicklung können unterschiedlichster Art sein. Sie alle haben eines gemeinsam. Sie sind nicht „geplant“, sondern werden „ausgedacht“ und der Planung sozusagen als „Sollgeber“ vorangestellt. Anfang der siebziger Jahre fand z.B. in der engsten Runde der Behördenleitung der Baubehörde in Hamburg, nämlich Senator Cäsar Meister (Minister), Staatsrat Dr. Dieter Haas (Staatssekretär) und dem Verfasser als Oberbaudirektor (Leitender Fachbeamter der Gesamtbehörde), ein „Brainstorming“ statt. Thema: Seit Beginn des Ersten Weltkrieges (also rd. 60 Jahre lang) hatte es keine Maßnahmen zur Erhaltung des Wertes derjenigen Wohnungen gegeben, die davor und bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges gebaut waren. Trotz der Kriegszerstörungen war die Masse noch erheblich, drohte jedoch immer häufiger der Spitzhacke zum Opfer zu fallen. Die beiden Kriege und Nachkriegszeiten sowie die Wirtschaftskrise nach dem Ersten Weltkrieg mit der Wohnungszwangwirtschaft hatten zu sehr niedrigen Mieten geführt, die noch nicht einmal eine voll ausreichende Instandhaltung erlaubten, geschweige denn eine Modernisierung. Der Verfall von Wohnquartieren lag nicht nur im langsamen Verfall der technischen Bausubstanz der Gebäude, sondern auch im Zurückfallen in der relativen Qualität des Ausstattungsstandards. Das Fehlen vollwertiger Küchen und Badezimmer und die Lage der Toiletten im Treppenhaus oder gar auf dem Hof ließen den allgemeinen Wert der Wohnungen flächenhaft sinken. Hinzu kam der Verfall des privaten wie öffentlichen Wohn-Umfeldes dieser Quartiere.
Klaus Müller-Ibold

6. Schlußbemerkung

Zusammenfassung
In einer zusammenfassenden Betrachtung des bislang erörterten Sachverhaltes ergeben sich folgende Feststellungen.
Klaus Müller-Ibold

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