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Über dieses Buch

Johannes Kirdorf untersucht Personalentscheidungen in Assessment-Centern als Beurteilungs- und Selektionsverfahren für Bewerberinnen und Bewerber. Er liefert eine ethnografische Analyse der Personalentscheidung als Prozess, in dem die Qualität von Bewerberinnen und Bewerbern situativ und interaktiv hergestellt wird, und dessen Ergebnis von den Entscheiderinnen und Entscheidern entpersonalisiert wird. Dieser Prozess wird auf Basis teilnehmender Beobachtung an Assessment-Verfahren detailreich rekonstruiert.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

„Bei jedem Vorstellungsgespräch menschelt es. Und ob Sie den Job schließlich bekommen oder nicht, hat viel damit zu tun, ob die Chemie stimmt“, titelt der Focus in seiner Januarausgabe 2013. Ein ehemaliger Abteilungsleiter des Unternehmens, in dem ich meine Daten erheben durfte, äußerte sich mir gegenüber auf eine ähnliche Art und Weise: „Ich habe in meiner Karriere schon mehr als hundert Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eingestellt.
Johannes Kirdorf

Kapitel 2. Entstehung des Forschungsprojektes

Wie schon einleitend angemerkt, hat die Organisationsforschung der letzten Jahrzehnte gezeigt, dass (Personal-)Entscheidungen, wie auch immer man diesen Begriff definiert, keine einheitliche und klare Struktur aufweisen. (Personal-) Entscheidungen kann man aufgrund vieler Unwegsamkeiten nicht in ein einheitliches Modell fassen und wissenschaftlich exakt darstellen (Cohen/March/Olsen 1990: 332 ff.). Sie zeigen sich je nach theoretischer Betrachtung unterschiedlich (Wilz 2010: 125).
Johannes Kirdorf

Kapitel 3. Entscheidungen vorbereiten

Bevor wir also auf die Frage, wie Entscheidungen in diesem konkreten Fall vorbereitet werden, zu sprechen kommen, folgt eine Beschreibung der Abteilung der ich zugeordnet wurde sowie der in dieser Abteilung arbeitenden Personen und angrenzenden Kollegen. Es ist in diesem Kapitel zu klären, was der Aufgabenbereich der jeweiligen Recruiter umfasst bzw. wird hier eine Differenz zwischen dem, was sie zu tun meinen, und dem, was dort tatsächlich passiert, offengelegt. Weiter beschreibe ich, wo sie sich innerhalb der Unternehmensstruktur genau befinden bzw. an wen sie die für eine Entscheidung relevanten Informationen weitergeben und vor allem, wie sie das tun.
Johannes Kirdorf

Kapitel 4. Entscheidungen treffen

Bevor ich auf die empirischen Befunde zur Entscheidungsfindung zu sprechen und somit auf die eigentliche Fragestellung komme, sollen einige Anmerkungen zum Phänomen des Entscheidens deutlich machen, mit was wir es zu tun haben ‚könnten‘. Darauf folgend werde ich die allgemeinen und grundlegenden Informationen zu dem hier verwendeten Auswahlverfahren liefern und anhand des ‚offiziellen‘ Kandidatenprofils erläutern, mit welchen Vorraussetzungen die Entscheidungsvorbereiter ihre Vorauswahl getroffen haben und mit welchen Informationen, Erwartungshaltungen und Risiken die Entscheider vor die ausgewählten Kandidaten treten.
Johannes Kirdorf

Kapitel 5. „Wie ist es gelaufen?“ – Ein Fazit

Jeder, der schon einmal ein Vorstellungsgespräch durchlaufen hat, kennt diese Frage allzu gut. Ob man sie sich selbst stellt oder diese Frage von anderen gestellt bekommt, sie wird in der Regel mit eben jenem Bauchgefühl umschrieben, das auch die Entscheider in Zusammenhang mit der Entscheidung für oder gegen einen Kandidaten als abschließende Erklärung bzw. innerhalb des Entscheidungsprozess immer wieder als Entscheidungskriterium relevant machen.
Johannes Kirdorf

Backmatter

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