Skip to main content
main-content

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

Frontmatter

Warum ist Basel II für Familienunternehmen von besonderer Bedeutung?

Zusammenfassung
Der deutsche Mittelstand steht vor neuen Herausforderungen. Die Spielregeln an den Kapitalmärkten ändern sich tiefgreifend. Die zentralen Stichworte dabei lauten Baseler Akkord II, internes und externes Rating und neue Finanzierungsformen. Der Baseler Akkord II wurde von der Bank für Internationalen Zahlungsverkehr (BIZ), eine Art Zentralbank der Zentralbanken, ins Leben gerufen und soll bis Ende 2002 als Richtlinie vorliegen und nach einer Übergangszeit im Jahr 2005 in Kraft treten. Die Kernidee des neuen Regelwerkes besteht darin, die Höhe des Eigenkapitals, mit dem jede Bank einen Kredit unterlegen muss, abhängig von der Zahlungsfähigkeit des Schuldners zu machen. Dadurch erhofft sich die BIZ, den komplexen, globalen Finanzmarkt in seiner Risikolastigkeit ein Stück kontrollierbarer zu machen. Die Eigendynamik des Finanzsystems hat in den letzten zwanzig Jahren bisher nicht gekannte systemische Risiken in der Finanzwelt produziert. Die Auswirkungen haben in der Zwischenzeit das internationale politische System wachgerüttelt und einen Zug in Gang gesetzt, der versucht, diese Risiken steuerbar zu machen. Die erste Eigenkapitalvereinbarung aus dem Jahre 1988, der Baseler Akkord I, ist bereits eine Reaktion auf die Risiken in der ersten Hälfte der 80er-Jahre. Bei dem Baseler Akkord I ist es jedoch noch gleichgültig, ob ein etabliertes Unternehmen wie Siemens oder ein Unternehmen in einer Risikobranche finanziert wird. Die Banken haben in beiden Fällen die ausgeliehene Summe mit einem durchschnittlichen Prozentsatz an Eigenkapital zur Absicherung von Kreditfällen zu unterlegen.
Christoph Kolbeck, Rudolf Wimmer

Trends an den Finanzmärkten

Frontmatter

Auswirkungen des neuen Baseler Eigenkapitalakkordes auf die Risikosteuerung von Banken

Zusammenfassung
Mit der Veröffentlichung des ersten Konsultationspapiers zur Änderung der bestehenden Eigenkapitalrichtlinien (Basel II) im Juni 1999 hat der Baseler Ausschuss einen lange von der Finanzindustrie geforderten Bruch mit der deutlich in die Jahre gekommenen Regulierungspraxis vorgenommen. Standardisierte und sehr grobe Risikokategorien sollen nunmehr durch risiko-sensitive Messverfahren ersetzt werden, sodass die regulatorischen Kapitalanforderungen stärker dem tatsächlichen ökonomischen Risikogehalt entsprechen. Fortschrittliche Institute der Branche haben zwar ihr Risikomanagement sowie die interne Kapitalallokation bereits seit längerem auf dem Konzept des ökonomischen Kapitals als Maßgröße für den tatsächlichen Risikogehalt und den dafür notwendigen Kapitalbedarf ausgerichtet. Dennoch erscheint es trotz der in der weiteren Darstellung aufgeführten Schwächen nicht übertrieben, den Vorschlägen des Baseler Ausschusses einen revolutionären Charakter zu konzedieren. Denn endlich werden, analog zu den bereits im Bereich der Marktrisiken erfolgreich eingesetzten Modellen, interne Verfahren auch für Kreditund operationale Risiken Eingang in das aufsichtsrechtliche Regelwerk finden.
Thomas R. Fischer

Neue Trends in der Unternehmensfinanzierung

Zusammenfassung
Die Deutsche Bundesbank beobachtet die Entwicklungen auf dem Gebiet der Unternehmensfinanzierung mit Aufmerksamkeit. So fuhrt sie intensive Bilanzanalysen zur Prüfung der Bestandsfestigkeit der Unternehmen durch. Die Bilanzauswertungen geben dabei auch Aufschluss über die strukturellen Unterschiede in der Unternehmensfinanzierung und die Veränderungen im Zeitablauf.
Jürgen Stark

Das Konzept des Baseler Akkordes: Ziele — Diskussion — Ausblick

Zusammenfassung
Die Regulierung der Kreditwirtschaft steht derzeit vor einem radikalen Umbruch. Im Juni 1999 hatte der bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich angesiedelte und mit Vertretern der wichtigsten nationalen Aufsichtsbehörden besetzte Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht einen ersten Entwurf für die zukünftige Regulierung von Kreditinstituten vorgelegt (Baseler Ausschuss, 1999). Danach- so damals bereits die Ansicht des Mitglieds des Direktoriums der Deutschen Bundesbank, Edgar Meister, stünden der Bankenaufsicht „epochale Änderungen“(o. V, Epochale, 1999) bevor, die im Kern die forcierte Abkehr von den traditionellen Kontrollnormen quantitativer Art und die Hinwendung zu einer als „qualitativ“bezeichneten Aufsicht bedeuteten. Im Januar 2001 wurde dann unter dem Titel „The New Basel Capital Accord“ein überarbeitetes Konsultationspapier vorgelegt (Basler Ausschuss 2001 a und b), das die Grundlage für eine Neuregelung der Bankenaufsicht ab dem Jahre 2004 bilden soll.
Stephan Paul

Externes Unternehmensrating und neue Tendenzen der Finanzierung im Mittelstand

Frontmatter

Rating mittelständischer Unternehmen

Zusammenfassung
Bei der Finanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen hat sich der Anteil des Bankkredits an den Bilanzsummen über viele Jahre stetig erhöht. Während bei Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 5 Mio. DM Ende der 80er-Jahre weniger als ein Drittel der Bilanzsumme durch Bankkredite bestritten wurde, sind es inzwischen gut 40 Prozent. Ähnliches weist die Bundesbankstatistik für größere Unternehmen aus. Nur bei Unternehmen mit Jahresumsätzen über 100 Mio. DM war die Rolle des Bankkredits demgegenüber deutlich rückläufig (Monatsbericht der Deutschen Bundesbank, Januar 2000, http://www.bundesbank.de).
Oliver Everling

Unternehmensfinanzierung nach neuen Spielregeln: Instrumente — Märkte — Perspektiven

Zusammenfassung
Die neuen Baseler Richtlinien stellen einen bedeutenden Versuch dar, den grundlegenden Strukturveränderungen auf den Finanzmärkten mit der Festschreibung neuer Spielregeln gerecht zu werden. Immer deutlicher werden sie damit zum Brennpunkt einer weit über den engeren Themenkreis hinaus reichenden Diskussion über den Wandel unserer Finanzierungskultur.
Wilfried Stadler

Familienunternehmen und Börse

Zusammenfassung
Familienunternehmen unterscheiden sich von nicht familiengeführten Unternehmen/Konzernen nicht zwingend durch ihre Größe. In punkto Innovations- und Ertragskraft liegen Familienunternehmen nicht selten vor Publikumsgesellschaften. Vordergründig von außen betrachtet und aus ökonomischer Sicht scheint es kaum nennenswerte Unterschiede zu geben. Bei näherem Hinsehen wird jedoch eines deutlich: Familienunternehmen haben Identität. Sie stellen ein auf die Unternehmerpersönlichkeit ausgerichteten und von dieser errichteten Mikrokosmos dar. Man könnte bildlich gesprochen auch von einer in der Regel funktionierenden Mikromonarchie sprechen, in der das Unternehmen von seinem eigenverantwortlichen Gesellschafter unmittelbar beherrscht und — häufig sehr erfolgreich — geführt wird.
Brun-Hagen Hennerkes, Philip v. Boehm-Bezing

Asset-Backed-Securities als Finanzierungsinstrument für den Mittelstand?

Zusammenfassung
Vor dem Hintergrund des strukturellen Wandels auf den Finanzmärkten in Europa und auf Grund eines durch zunehmenden Wettbewerbsdruck und insbesondere durch risikogerechtere Eigenmittelunterlegung von Kreditrisiken (Basel II) ausgelösten Umbruchs in der Kreditkultur der Banken gewinnt die Asset-Backed-Securitisation auch für den Mittelstand zunehmend an Bedeutung. Der Grundgedanke von Asset-Backed-Securities ist recht einfach und weist für den Mittelstand bei einer ersten Betrachtung eine hohe Anziehungskraft aus. Die Komplexität ergibt sich erst bei näherer Betrachtung der Fragestellungen im Rahmen der Strukturierung einer ABS-Transaktion. Dieser Beitrag ist als Einführung in die Themenbereiche dieses modernen Finanzierungsinstruments gedacht und soll dem Leser als Entscheidungshilfe dienen, ohne dem Anspruch gerecht werden zu wollen, alle Facetten der ABS-Thematik zu beleuchten.
Christoph Hultsch

Bedeutung und Auswirkung der neuen Finanzmarktsituation für mittelständische Unternehmen — und die geeigneten Antworten

Frontmatter

Auswirkungen des Baseler Akkordes auf die Finanzierung des Mittelstandes

Zusammenfassung
Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hat im Januar 2001 das Zweite Konsultationspapier zur Neuregelung der Eigenkapitalunterlegung von Risikoaktiva der Kreditinstitute vorgelegt. Demnach sollen die zur Zeit eher pauschal bewerteten Risikoaktiva, beispielsweise Kredite, künftig differenzierter bewertet werden. Der Baseler Eigenkapitalakkord (Basel II) dürfte damit insbesondere die Finanzierung des deutschen Mittelstandes beeinflussen.
Carl-L. von Boehm-Bezing

Was sind vertrauliche Informationen?

Zusammenfassung
„Wer völlig offen ist, ist nicht ganz dicht! “, so lautet eine alte Bauernweisheit, die nichts von ihrer Aktualität verloren hat. Ihre Rationalität erscheint nicht nur dem durchschnittlichen Alltagsdenken plausibel, sie lässt sich auch theoretisch begründen. Allerdings verweist sie nur auf einen Aspekt von Undurchschaubarkeit und blendet die Chancen von „Offenheit“aus (was immer darunter im Einzelnen zu verstehen sein mag). Mit dieser Ambivalenz und den Konsequenzen für die unternehmerische Informationspolitik, speziell von Familienunternehmen, beschäftigt sich der folgende Beitrag. Dabei wird auf systemtheoretische Modelle Bezug genommen.
Fritz B. Simon

Praxisfälle

Frontmatter

„Strategie und Rating bei Melitta“— Interview mit Thomas Bentz

Zusammenfassung
Der Bankenausschuss für Internationalen Zahlungsverkehr in Basel strebt eine internationale Vereinheitlichung der Eigenkapitalstandards der Kreditinstitute an. Gegenwärtig wird eine neue Richtlinie ausgearbeitet, die in der Öffentlichkeit unter dem Titel „Baseler Akkord“diskutiert wird. Dabei geht es vornehmlich um die Neuausrichtung der Vergabe von Krediten. Wo sehen Sie Vor- und Nachteile des Baseler Akkordes?
Christoph Kolbeck, Alexander T. Nicolai

Rating-Report — Studie zu Basel II

Zusammenfassung
Das Arbeitspapier der Bank für Internationalen Zahlungsverkehr (BIZ) in Basel aus dem Jahre 1999 hat den deutschen Mittelstand aufgeschreckt. Insbesondere der Vorschlag, Bankkredite zukünftig nur nach einem externen Rating zu vergeben, stieß in Deutschland auf heftigen Widerstand. Die ausschließliche Verwendung externer Ratings hätte aus Sicht der Beteiligten eine deutliche Benachteiligung der deutschen Wirtschaft im internationalen Vergleich zufolge. Während in den USA bereits über 8.000 Unternehmen über ein externes Rating verfügen, sind es in Deutschland nur wenige hundert. Nach Verhandlungen ist es den deutschen Akteuren gelungen, dass jetzt auch das interne Rating zugelassen wird. Die emotionalen Wogen glätten sich nur langsam: „Firmenkredite werden teurer“, „Mit dem Rating kommt es noch schlimmer“, „Die Banken ziehen sich aus dem Firmenkundengeschäft zurück“ und andere Aussagen in den Medien und auf Veranstaltungen sorgten gänzlich für Verunsicherung des deutschen Mittelstandes.
Christoph Kolbeck

Backmatter

Weitere Informationen