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12.07.2017 | Finanzierung | Nachricht | Onlineartikel

Captives punkten bei Leasing, Non-Captives bei Gebrauchten

Autor:
Stefanie Hüthig

Die herstellergebundenen Autobanken können sich freuen. Denn in einem Bereich, der an Bedeutung gewinnt, haben sie ihre besondere Stärke.

Seit 2009 steigt die Zufriedenheit von Autohändlern mit ihren Finanzierungspartnern. 2017 macht da keine Ausnahme, wie die Bankmagazin-Schwesterzeitschrift "Autohaus" gemeinsam mit dem Marktforscher Puls in ihrem diesjährigen zwölften Bankenmonitor zeigt. Erneut hat die Gesamtzufriedenheit leicht zugenommen, bei den herstellerverbundenen Autobanken, den Captives, auf eine Note von 2,02 von 2,03 im Vorjahr und bei den ungebundenen Finanzierungsinstituten, den Non-Captives, auf 2,14 von 2,16.

Über die Qualitätssteigerung können sich die Geldhäuser freuen, denn laut Konrad Weßner, Geschäftsführer von Puls, stehen Händlerzufriedenheit und Finanzierungspenetration in einer konstanten und engen Wechselwirkung: Je höher die Zufriedenheit, desto höher die Finanzierungsdurchdringung. "Es wird ein immer engerer Kampf um die Plätze", kommentiert Weßner die Ergebnisse.

Mit einer Bewertung von 1,70 schnitt die MKG Bank beim Autohaus Bankenmonitor 2017 am besten ab (siehe untenstehende Tabelle). Der Finanzierungspartner von Mitsubishi gewann damit auch die Kategorie "Kleine Importfabrikate". Bei den deutschen Volumenfabrikaten sicherte sich Volkswagen Financial Services mit einer Note von 2,08 den ersten Platz.

Herstellerbanken überzeugen beim Leasing

Während die Stärke der unabhängigen Finanzierer im Gebrauchtwagenbereich liegt, können Herstellerbanken unter anderem beim Leasing punkten. Dass sich die Qualitätslücke beim Leasing zwischen Captives und Non-Captives 2017 noch vergrößert hat, sollte ein Alarmsignal für die ungebundenen Häuser sein. Denn 27 Prozent der Neufahrzeuge werden derzeit geleast, 2016 waren es noch 23 Prozent. Die Finanzierung von Neuwagen kommt aktuell auf 41 Prozent und ist damit um drei Prozentpunkte zurückgegangen. Mit einem Anteil von 32 Prozent bleibt der Barkauf in etwa auf Vorjahresniveau.

KategorieRangBankBewertung*
Deutsche Volumenfabrikate
1Volkswagen Financial Services
2,08

2Opel2,09

3Ford2,15

Deutsche Premiumfabrikate
1BMW Bank1,82

2Mercedes1,89

3Audi2,24

Große Importfabrikate
1Toyota Financial Services
1,79

2Nissan
1,87

3Renault
2,02

Kleine Importfabrikate
1MKG Bank (Mitsubishi)
1,70

2Peugeot
2,02

3Citroën
2,13

Nischenfabrikate**
1Smart (Mercedes-Benz Bank)
1,72

2Mini1,87

Marken ohne Herstellerbank
1Mazda Finance
(Santander Consumer Bank)
1,88
2Volvo2,14

3Subaru2,54

Unabhängige Autobanken
1BKD Bank
1,97

2Santander Consumer Bank
1,99

3Bank 11
2,05

*Bewertung nach Schulnotensystem, **Nur für zwei Institute in der Kategorie "Nischenfabrikate" lagen 30 Bewertungen oder mehr vor; Quelle: Autohaus Bankenmonitor 2017; n = 829, Telefoninterviews im Mai/Juni 2017; geprüft: 21 Marken in sieben Kategorien, 35 Kriterien in acht Beziehungsfeldern

Autobanken halten zwar oft als Beispiel her, wenn es darum geht, straffe Prozesse oder weitgehende Digitalisierung zu loben. Aber auch sie müssen weiter an ihren Online- und Mobilangeboten arbeiten. Wie der Bankenmonitor ergab, können sich sowohl rund 60 Prozent der Neuwagen- als auch der Gebrauchtwagenkäufer bei einer passenden Offerte vorstellen, direkt im Internet zu finanzieren. Per App würde immerhin noch etwa ein Viertel einen Kfz-Kredit abschließen.

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Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2015 | OriginalPaper | Buchkapitel

Das Geschäft der Autobanken im Überblick

Quelle:
Handbuch Automobilbanken

01.04.2017 | Ausgabe 4/2017

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