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Über dieses Buch

Als Alternative zur traditionellen Kreditfinanzierung stehen mittelständischen Unternehmen auf dem Kapitalmarkt kreative Finanzierungsinstrumente zur Verfügung. Diese werden nach globaler Wirtschaftskrise und angesichts der veränderten regulatorischen Rahmenbedingungen (Basel III) immer stärker nachgefragt. Das vorliegende Buch informiert Praktiker, ihre Berater sowie Studierende umfassend und praxisnah über die verschiedenen Formen der Mittelstandsfinanzierung. Im Mittelpunkt stehen dabei die rechtlichen und steuerlichen Aspekte und Besonderheiten von Börsengängen, Kapitalerhöhungen, Anleihen, Krediten, Derivaten, Verbriefungen sowie von Private Equity.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Börsengang

Ein Börsengang ist in der Regel der erste Auftritt eines Unternehmens am Kapitalmarkt. Der Begriff des Börsengangs umfasst zum einen die Zulassung der Aktien der Gesellschaft zum Börsenhandel und der Handelsaufnahme, also die Börsennotierung, zum anderen das erstmalige öffentliche Angebot von Aktien der Gesellschaft. Während die Börsennotierung den Zugang zum Kapitalmarkt verschafft, wird durch das öffentliche Angebot von Aktien i. d. R der Gesellschaft (Emittent) neues Kapital zugeführt.

Michael Schlitt, Susanne Schäfer, Heiko Gemmel

2. Kapitalerhöhung

Benötigt ein Unternehmen nach einem Börsengang (IPO) weiteres Eigenkapital, führt es eine Kapitalerhöhung durch. Im Zuge der Kapitalerhöhung werden neue Aktien angeboten. Das deutsche Aktienrecht bestimmt zum Schutz der bestehenden Aktionäre vor Verwässerung ihrer Beteiligungs- und Stimmrechtsquoten sowie des wirtschaftlichen Werts ihrer Beteiligung, dass neue Aktien grundsätzlich zunächst anteilig den bestehenden Aktionären angeboten werden müssen (§ 186 Abs. 1 AktG). Den bestehenden Aktionären stehen also von Gesetzes wegen so genannte Bezugsrechte zu, die sie durch eine einseitige, empfangsbedürftige, grundsätzlich formlose Bezugserklärung ausüben können. Das Bezugsrecht, das mit dem Wirksamwerden des Kapitalerhöhungsbeschlusses konkret entsteht und zu Zeichnung und Erhalt der neuen Aktien berechtigt, ist ein Mitgliedschaftsrecht der Aktionäre, das frei übertragbar ist und seinerseits an der Börse gehandelt werden kann. Es besteht daher auch die Möglichkeit, ein Bezugsrecht nicht auszuüben und neue Aktien zu erwerben, sondern sein Bezugsrecht stattdessen zu veräußern und damit seinen Wert zu realisieren.

Michael Schlitt, Christian Ries

3. Mittelstandsanleihen

Anleihen sind durch Wertpapiere verbriefte Geldforderungen gegen den Schuldner (Emittent). Durch die Emission von Anleihen kann der Emittent Fremdkapital am Kapitalmarkt aufnehmen und eine breite Investorenbasis ansprechen. Emittenten von Anleihen sind Unternehmen und Banken, aber auch die öffentliche Hand.

Michael Schlitt, Cornelia Ernst

4. Kreditfinanzierung

Das klassische Mittel zur Finanzierung eines Unternehmenskaufs oder einer Unternehmenserweiterung, einer speziellen Maschine oder allgemein von Betriebsmitteln ist der Bankkredit. Dieser kann verschiedene Formen annehmen, je nachdem, was im Einzelnen finanziert wird, wie sich die finanzielle Situation des Unternehmens darstellt und wie er ggfs. besichert wird.

Katlen Blöcker

5. Derivate

Der Begriff „Derivat“ stammt vom lateinischen Begriff „derivatum“, der mit dem Wort „abgeleitet“ übersetzt werden kann. Daraus wird bereits das zentrale Merkmal derivativer Finanzinstrumente erkennbar, nämlich die Abhängigkeit von einem Basiswert, der als Referenzgröße dient. Derartige Basiswerte können z. B. Finanztitel, Referenzsätze (wie etwa Zinssätze) oder Waren sein.

Julian Fischer

6. Factoring und Verbriefung

Das Factoring hat sich in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten aus einem Nischendasein heraus zu einem gefragten Finanzierungsinstrument entwickelt. Zuletzt verzeichnete der Deutsche Factoring-Verband für das Jahr 2011 einen Umsatz der 26 vertretenen Factoring-Institute von 157,26 Mrd. € sowie einen Umsatzzuwachs unter diesen Instituten von 18,89 %. Schwerpunktbranchen des Factoring waren 2011 wie auch in den Vorjahren die Bereiche Handel/Handelsvermittlung, Dienstleistungen, Herstellung von Metallerzeugnissen/Maschinenbau, Ernährungsgewerbe sowie Metallerzeugung und -verarbeitung. Der Begriff ‚Factoring‘ findet seinen Ursprung in den USA, wo sich das sog. ‚Credit Factoring‘ als Form der Unternehmensfinanzierung neben dem ‚Agent Factoring‘, bei dem der Factor als Kommissionär mit Händlerfunktion auftritt, etabliert hat. In Deutschland versteht man unter Factoring im Allgemeinen den gewerbsmäßigen Ankauf von Forderungen eines Unternehmens aus Warenlieferung oder Dienstleistung unter Übernahme der Debitorenbuchhaltung und der Geltendmachung der angekauften Forderungen gegenüber den Drittschuldnern.

Sven Brandt, Anna Rogge, Heiko Gemmel, Nico Neukam

7. Finanzierung mittelständischer Unternehmen durch Private Equity

Vor dem Hintergrund der eingangs beschriebenen Kreditklemme und der damit einhergehenden, zunehmend restriktiven Kreditvergabe seitens der Banken, erwägen auch mittelständische Unternehmen immer häufiger, sich alternativer Finanzierungsmöglichkeiten zu bedienen. In diesem Zusammenhang wird immer wieder auch der Begriff „Private Equity“ genannt. Im Folgenden wird erläutert, was sich hinter dieser Terminologie verbirgt, wie eine Private Equity-Transaktion verläuft und welche Vor- und Nachteile eine Private Equity-Finanzierung für mittelständische Unternehmen bietet.

Arnt Göppert, Cédric Müller
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