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Über dieses Buch

Dieses Buch betrachtet das Phänomen des Luxustourismus aus vielen Perspektiven
Reisen bildet den Zeitgeist einer Epoche ab. Gerade in den vergangen zwei Jahrzehnten hat sich durch die Digitalisierung und die hohe Verfügbarkeit von Billigreisen ein neues Konsummuster herausgebildet: der Luxustourismus – ein bislang wenig erforschtes Phänomen, das die Herausgeber und Autoren dieses Buchs ausführlich beschreiben.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Trends, die den Luxusmarkt in Zukunft prägen werden, aber auch auf konkreten Maßnahmenempfehlungen für Luxusanbieter. „Leading Edge“-Beispiele aus den wichtigsten Segmenten des Tourismusmarktes runden dieses Werk ab und machen es zu einer Orientierungshilfe für unternehmerische Entscheidungen. Die Autoren der einzelnen Fachbeiträge sind anerkannte Wissenschaftler und renommierte Führungskräfte.
Tourismus-Experten geben Ihnen neue Einblicke
Zur Betrachtung dieses Themenkomplexes konnten die Herausgeber dieses Werks zahlreiche Experten aus dem Umfeld des Kongresses der Internationalen Tourismus Börse (ITB) gewinnen, die Ihnen grundlegende Analysen und Informationen zu aktuellen Luxustrends und Diskussionen liefern:
Entwicklung der Makroumwelt des Tourismusmarktes
Analyse des Phänomens Luxus
Verhaltenswissenschaftliche Erklärungen des Luxuskonsums
Marketingmanagement von Luxusanbietern
Luxus und Tourismusangebot
Luxusrelevanz ausgewählter Megatrends im Tourismus
Analyse und Zukunftsperspektiven von Luxusmerkmalen

Eine Empfehlung für Laien und Praktiker
Abgerundet wird dieses Buch durch „Leading Edge“-Beispiele und Case Studies aus dem Bereich des Luxustourismus, die Ihnen Impulse für die Praxis geben. Dadurch empfiehlt sich dieses Luxustourismus-Buch besonders für:
a) Praktiker wie Führungskräfte sowie Mitarbeiter von Reiseveranstalternb) Studierende oder Auszubildende in der Tourismusbranchec) Leser, die sich für Tourismusentwicklungen sowie Strategiekonzepte interessieren

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einführung

Zusammenfassung
Was ist eigentlich „Luxus“? Der Begriff Luxus wird gegenwärtig inflationär verwendet, ohne dass er hinreichend präzisiert ist. Er ist allzu oft eine Worthülse, in die jeder nach freiem Belieben sein eigenes Verständnis hineinpackt.
Roland Conrady, David Ruetz, Marc Aeberhard

Kapitel 2. Entwicklung der Makroumwelt des (Luxus-)Tourismusmarktes

Zusammenfassung
Dieses Kapitel analysiert die Makroumwelt des (Luxus-)Tourismusmarktes. Diese besteht aus fünf Umwelten: der politisch-rechtlichen, der ökonomischen, der sozio-kulturellen, der technologischen und der ökologisch-natürlichen Umwelt. Es zeigt sich, dass aus der Analyse der Umweltfaktoren der fünf Umwelten die künftige Entwicklung von (Luxus-)Tourismusmärkten plausibel abgeleitet werden kann. Man kann davon ausgehen, dass die künftigen Entwicklungen in den fünf Umwelten das Segment des Luxustourismus sehr begünstigen.
Roland Conrady

Kapitel 3. Analyse des Phänomens Luxus

Zusammenfassung
Dieses Kapitel zeigt zunächst, dass auch das Phänomen Luxus einem Lebenszyklus unterliegt. In hoch entwickelten Volkswirtschaften ist Luxus in der Senioritätsphase angelangt, in der weniger oft mehr ist und in der Zeit, Raum und Muße sowie die Fähigkeit, das Essenzielle erleben, decodieren und genießen zu können, bedeutsam werden. Bestandteil dieses Kapitels ist auch eine detaillierte Beschreibung von Größe und Funktionsweise unterschiedlicher Luxusmärkte. Tourismus und das Segment Autos/Yachten sind mit jeweils etwa 400 Mrd. € Umsatz die mit Abstand größten Luxusmarktsegmente. Künftig werden sich die Gewichte jedoch in Richtung Tourismus verlagern: Reisen dominiert die Wunschliste des Luxus.
David Bosshart, Hannes Gurzki, Dorothea Hohn, Antonella Mei-Pochtler

Kapitel 4. Verhaltenswissenschaftliche Erklärungen des Luxuskonsums

Zusammenfassung
Hasso Spode nimmt den Leser auf eine Zeitreise zur Definition und Funktion des Luxus mit. Er beschreibt, wie sich dieser Begriff über Jahrhunderte hinweg von der Quantität zur Qualität verschoben hat, wie sich in der Zeit nach den Weltkriegen das Luxusverständnis demokratisiert hat, und wie auch heute noch Luxus als prestigeträchtiges knappes Gut dem Zweck der sozialen Distinktion dient obgleich sich die Definition dessen, was knapp ist, grundlegend verändert hat. Er betont die heutige Moralisierung des Luxuskonsums im Kampf um Deutungsmacht und vermerkt abschließend, dass der Mensch gleichwohl Dinge oft nur tut, weil sie Spaß machen, und dass im Spiel eine besondere Qualität des Seins liegt. Hannes Gurzki und David Woisetschläger sprechen in ihren Beiträgen von Luxus als dem Außergewöhnlichen – als Gegensatz zum Gewöhnlichen – und gehen der Frage nach Motiven und Verhaltungsweisen des Menschen nach, von Ästhetik bis Selbstverwirklichung. In einem weiteren Beitrag erläutern sie, welche Beweggründe und Faktoren ein Konsumentscheidung für Luxusgüter auslösen. Dabei geht es um die Schaffung eines Bedürfnisses nach dem Unerreichbaren, den Weg zu dessen Erfüllung und die Weiterentwicklung des Bedürfnisses nach immer Neuem. Marc Aeberhard beschreibt, inwiefern Angst eine wichtige Triebfeder für menschliches Schaffen ist. Es geht dabei um die Überwindung von existenziellen Ängsten wie das Gefühl von gesellschaftlicher Isolation oder im Wirtschaftsprozess zu versagen. Pfarrer Stephan Hagenow beschreibt Luxus als Vorgeschmack auf das Paradies und mahnt kritisch, Luxus als auch Reise zu sich selbst zu verstehen. Er formuliert die 10 Gebote des Luxustourismus.
Hasso Spode, Hannes Gurzki, David M. Woisetschläger, Marc Aeberhard, Stephan Hagenow

Kapitel 5. Marketingmanagement von Luxusanbietern

Zusammenfassung
Keiko Kirihara und Marc Aeberhard diskutieren über die Rolle von Globalisierung versus Regionalisierung einerseits, aber auch über die Bedeutung von Luxusmarken und deren Einfluss auf Kaufentscheide jeweils im Vergleich zur Konsumgüterindustrie und dem Tourismus andererseits, und zwar unter Berücksichtigung von soziokulturellen Faktoren und demografischen Parametern. Die Journalistin Juliet Kinsman fokussiert auf die Bedeutung von modernen Medien, welche nicht nur als Mittel zum Zweck des „been there, done that“ dienen, sondern gezielt zur Selbstreflexion und zur Sinnstiftung eingesetzt werden können. Sie räsoniert, dass der SINNvolle Umgang mit und Einsatz von Medien einen nachhaltigen Beitrag zum verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Sein leistet. Marc Aeberhard elaboriert im Weiteren in seinem Beitrag Führungsinstrumente in der Luxushotellerie. Er unterscheidet hierbei streng zwischen Highend- und Topend-Hotellerie und unterstreicht die überragende Bedeutung und die notwendige, intensive Auseinandersetzung mit dem Menschen, der bei der Leistungserstellung, aber auch bei der Nachfrage stets im Mittelpunkt steht. Magda Antonioli Corgliano und Sara Bricchi beleuchten die Vorreiterrolle des Luxustourismus. Sie zeigen auf, wie Status, Brand Recognition, aber auch Authentizität oder Einzigartigkeit den Luxus prägen. Der Definitionswechsel von materiellen zu immateriellen Kriterien wird bedeutend. Kurz, es geht um „anything that money cannot buy“.
Marc Aeberhard, Magda Antonioli Corigliano, Sara Bricchi, Juliet Kinsman, Keiko Kirihara

Kapitel 6. Luxus und Tourismusangebot

Zusammenfassung
Dieses Kapitel beleuchtet wichtige Segmente der Angebotsseite des Tourismusmarktes: Beherbergung, Luftverkehr, Kreuzfahrten, Straßenverkehr, Schienenverkehr und Reiseveranstalter/Reisemittler. Es wird gezeigt, wie die Angebote der jeweiligen Luxussegmente ausgestaltet sind und wie sie sich von Angeboten des Premium- und Massenmarktes abgrenzen. Die Ausführungen liefern Anhaltspunkte für die Weiterentwicklung der Angebote unterhalb des Luxussegments.
Marc Aeberhard, Roland Conrady, Stephan Grandy, Thomas P. Illes, Adam Parken, Norbert Pokorny, Ralf Vogler, Maria Wenske, Jens Wohltorf

Kapitel 7. Luxusrelevanz ausgewählter Megatrends im Tourismus

Zusammenfassung
Über die vielfältigen Gesichter von Luxus widmet sich der Autor insbesondere dem Thema Gesundheit als Wert und Luxusgut.
Es werden die Unterschiede einer auf Krankheit gerichteten Medizin gegenüber Angeboten zur Verbesserung von Gesundheit vor dem Hintergrund des Fortschritts im Bereich der Personalisierten Medizin gegenübergestellt. Diese Innovationen lassen den Traum von ewiger Jugend und Unsterblichkeit in einem neuen Licht erscheinen. Mit diesem Paradigmenwechsel und den Forschungsergebnissen über Hundertjährige wird die Frage nach den Inhalten und der Sinnhaftigkeit von Gesundheitsangeboten gestellt.
Der Autor entwirft Szenarien, wie Gesundheitsangebote gerade auch im Bereich des Torurismus dem Wunsch des Einzelnen nach Lebenssinn, Wertschätzung, Verbundenheit und Simplizität Rechnung tragen können. Er zeigt auf, welche Vorteile in der Erfahrbarkeit von Gesundheit durch neue Angebote des Reisens entstehen.
Gesundheit wird als magischer Moment emotional erfahrbar. Gesundheit erfährt hiermit eine neue Positionierung als Luxusgut.
Stefan Gössling, Marc Aeberhard, Jörg Meurer, Mario Krause

Kapitel 8. Analyse, Gestaltung und Zukunftsperspektiven von Luxusmerkmalen

Zusammenfassung
Der Begriff Luxus muss zunehmend intellektuell erfasst werden. Der Abt Daniel Schönbächler des fast 1500 Jahre alten Klosters im schweizerischen Disentis beschreibt, wie Luxus weit über den materiellen Begriff hinaus definiert werden muss, wie er die Ebene der Spiritualität erfasst und wie das Ziel die Reise zum eigenen Ich, zu seiner eigenen Mitte wird. Er resümiert, wie das Ziel nicht Erlebnis, sondern Erfahrung sein muss. Hannes Gurzki betont die herausragende Bedeutung von Status in der Gesellschaft, die mit Konsum und Besitz von Luxus einhergeht, während Verena Zaugg-Faszl auf die Ansprüche eines Raumes und der Architektur als Ausdruck von Luxus eingeht. Begriffe wie Stealth Design, Understatement und was einen Raum zu einem guten Raum macht, werden hier erläutert. Philipp Schmidt beschreibt die Wirkung von Natur auf den Menschen. Er geht der Frage nach, welche Botenstoffe der Körper bei einer intensiven Auseinandersetzung mit und in der Natur ausschüttet und wie Natur pur wahre Glücksgefühle schafft.
Daniel Schönbächler, Hannes Gurzki, David M. Woisetschläger, Verena Zaugg-Faszl, Philipp Schmidt

Kapitel 9. Case Studies und Best-Practice-Beispiele des Luxustourismus

Zusammenfassung
Erfolgreich umgesetzte Strategien im Bereich Luxustourismus zeigen, dass der anspruchsvolle, erfahrene Gast nach Authentizität, Nachhaltigkeit, individuellem und persönlichem Service, Diskretion und Paparazzi-Freiheit sowie Zeit und Raum verlangt. Ausgewiesene Kenner der Materie beschreiben detailliert und thematisch gegliedert in einzelne Case Studies, auf welche Parameter es dabei zu achten gilt. Oman gilt als Beispiel einer Destination, die seit vielen Jahren Nachhaltigkeit und Luxusreisen zu verbinden weiß. Dirk Gowin erläutert dieses Phänomen aus der Sicht eines auf Luxusreisen spezialisierten Reiseveranstalters. Marc Aeberhard beleuchtet zwei sehr unterschiedliche Hospitality-Konzepte aus Sicht des international erfahrenen Hoteliers – ein Inselparadies im Indischen Ozean mit Alleinstellungsmerkmal und ein Klosterhotel in den Schweizer Alpen als echter Rückzugsort, vielleicht mit „no frills“, aber mit umso mehr Raum für den Luxus der gedanklichen Freiheit. Über Beherbergungskonzepte in der Natur schreiben Brett McDonald (Botswana) und ein Autorenkonsortium um Sergio Comino (Venedig) zum Phänomen „Glamping“. Marcus Krall, langjähriger Experte für Superyachten, beleuchtet eindrucksvoll das Phänomen der großen privaten Boote. Abgerundet wird dieses Kapitel von einem Beitrag des Schweizer Spitzenkochs Andreas Caminada, dessen Restaurant mit drei Michelin-Sternen und 19 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnet wurde, zur Rolle von F&B im Luxustourismus.
Dirk Gowin, Marc Aeberhard, Brett McDonald, Marco Walter, Sergio Comino, Thomas Reimann, Marcus Krall, Andreas Caminada

Kapitel 10. Zusammenfassung und Ausblick

Zusammenfassung
In den ersten neun Kapiteln des Buches wurden das Luxusphänomen beschrieben, Luxuskonsum erklärt, Luxusangebote im Tourismusmarkt analysiert und Luxustrends und Zukunftsperspektiven von Luxusmerkmalen erläutert. Dem Tourismuspraktiker von Luxusanbietern und Tourismusunternehmen, die eine höherwertige Positionierung anstreben, werden damit Orientierungshilfen für ihre Geschäftsausrichtung geboten.
Roland Conrady, David Ruetz, Marc Aeberhard
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