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30.12.2016 | Industrie 4.0 | Im Fokus | Onlineartikel

Industrie 4.0 krempelt Maschinenbau um

Autor:
Dieter Beste

Der Trend zur Industrie 4.0 wurde in diesem Jahr zu einer Woge, die den Maschinenbau voll erfasste. Umso mehr kommt es jetzt darauf an, die Menschen in der Fabrik für die neue Arbeitswelt zu qualifizieren.

Allen skeptischen Stimmen zum Trotz sieht der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) die Branche bei der Digitalisierung und Vernetzung der Produktion international in einer Vorreiterrolle. Das Thema Industrie 4.0 sei in der Breite des Maschinen- und Anlagenbaus angekommen, sagte Verbandspräsident Carl Martin Welcker Mitte Dezember vor der Presse in Frankfurt und betonte, "die manchmal von Beratern geäußerte Kritik, der industrielle Mittelstand verschlafe Industrie 4.0, ist schlicht falsch." Immer mehr Unternehmen verfolgten eine klare Digitalisierungsstrategie. Nötig sei allerdings, dass zum Beispiel in der Personalentwicklung und der Weiterbildung der Mitarbeiter mehr getan werde. "Industrie 4.0 und Arbeit 4.0 gehören untrennbar zusammen", so Welcker.

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Im November 2017 feiert der VDMA sein 125jähriges Bestehen. In zahlreichen Veranstaltungen will der Verband aus diesem Anlass das Verhältnis von Mensch und Maschine in den Mittelpunkt rücken, "weil wir fest davon überzeugt sind, dass die kluge Verbindung von Menschen und Maschinen tatsächlich den Fortschritt bringt – einen Fortschritt zum Wohle aller", kündigte VDMA-Präsident Welcker an.

Qualifizierungsmaßnahmen für die Arbeitswelt 4.0 gefordert

Technologisch ist die vierte industrielle Revolution in vollem Gange; die Entwicklung zur Industrie 4.0 wird auch im neuen Jahr von atemberaubender Geschwindigkeit sein - ein Wandel, der auch Ängste hervorruft. Die Hannover-Messe will deshalb den konkreten Nutzen für Industrie, Mitarbeiter und Gesellschaft auf der Industriemesse im April 2017 noch stärker als bisher in den Vordergrund stellen, kündigt Jochen Köckler, Vorstand der Deutschen Messe AG, an. Durch den Einsatz der Industrie-4.0-Technologien werde das Tätigkeitsspektrum des Fabrikarbeiters zwar spannender und abwechslungsreicher - doch dies geschehe nicht von allein. Entscheidend sei, dass Qualifizierungsmaßnahmen Fachkräfte auf die neue Arbeitswelt 4.0 vorbereiteten. "In Zukunft wird es immer mehr intelligente Arbeitsplätze in der Fabrik geben, die sich dem Kenntnisstand des Mitarbeiters anpassen und ihn bei seiner Arbeit unterstützen", prognostiziert Köckler. "Gleichzeitig muss er aber in einer agilen und flexiblen Fabrik lernen, mit Virtual Reality und Augmented Reality, Datenbrillen, Smartphones und Tablets umzugehen."

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