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2014 | OriginalPaper | Buchkapitel

3. Kritische Thesen

verfasst von: Dr. Stefan Huch

Erschienen in: Der einheitliche EU-Zahlungsverkehr

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Zusammenfassung

Die bspw. im Rahmen der PSD eingeführte Lizenzform der PI oder im Rahmen der PSD II berücksichtigen TPP werden künftig eine wichtige Rolle im Zahlungsverkehr spielen. So wird bspw. weiterhin ein Großteil der bisherigen Marktteilnehmer wie NSP, Prozessoren und Acquirer auf die neue Lizenzform der PI wechseln, um von den Vorteilen (z. B. den geringen Eigenkapitalanforderungen) zu profitieren. Es ist zudem sehr wahrscheinlich, dass Non-Banks wie die PI oder die TPP sowohl das Wettbewerbsniveau anheben und ein Öffnen der SEPA-Märkte weiterhin begünstigen als auch zum Abbau von rechtlichen Hindernissen für grenzüberschreitende Tätigkeiten beisteuern. Diese Vorteile der Non-Banks haben u. a. zur Folge, dass sich vor allem spezialisierte Marktteilnehmer (z. B. Sofort AG) entlang der Wertschöpfungskette des Zahlungsverkehrs prozessorientiert positionieren werden. Problematisch ist jedoch für die Non-Banks aufbauenden Marktteilnehmer, dass es ihnen an Kundennähe fehlt, die wiederum die Banken vorweisen können. Demzufolge werden sich die neuen Marktteilnehmer hauptsächlich auf die technische Abwicklung der Prozesse konzentrieren und weniger im Retail-Geschäft tätig sein. Die Banken wiederum werden sich auf das Retail-Geschäft konzentrieren und die die Non-Banks weniger als Konkurrenten und stattdessen als Dienstleister ansehen. Aus diesem Grund ist eine Verdrängung der Banken im Zahlungsverkehr durch Non-Banks nicht zu erwarten, weshalb die Banken derzeit keine strategischen Maßnahmen zu Anpassung des Geschäftsmodells ergreifen müssen.
Fußnoten
1
Insbesondere werden technische Dienstleistungen im Back-Office für Banken angeboten und durchgeführt.
 
Metadaten
Titel
Kritische Thesen
verfasst von
Dr. Stefan Huch
Copyright-Jahr
2014
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-06202-6_3

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