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Über dieses Buch

Politisches Handeln ist zunehmend krisenbehaftet und exekutivdominiert. Dabei machen Führungspersönlichkeiten einen Unterschied, wie die vorliegende Studie am Beispiel der „Krisenkanzlerin“ Angela Merkel nachweist. Einem interaktionistischen Leadership-Verständnis folgend wird hier erstmals eine empirisch fundierte, fallvergleichende und persönlichkeitsbezogene Analyse des Krisenmanagements der Bundeskanzlerin vorgelegt. Den Ausgangspunkt bildet eine Leadership Trait Analysis, die den Umgang der Kanzlerin mit Handlungsrestriktionen und Informationen identifiziert und ihre Handlungsmotivation offenlegt. Auf dieser Grundlage wird ihr Führungshandeln in der Eurokrise und der Migrationskrise untersucht. Die systematische Rekonstruktion der Krisengeschehen lässt den Schluss zu, dass Merkels politische Führung eine Frage der Persönlichkeit ist.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Demokratie ist das Spielfeld kollektiver AkteurInnen. Gleichwohl drängt sich der Eindruck auf, dass es unter bestimmten Umständen Raum für individuelles Leadership gibt, mithin, dass einzelne AmtsinhaberInnen und deren Persönlichkeiten zur richtigen Zeit am richtigen Ort einen individuellen Unterschied machen.
Henrike Wehrkamp

Kapitel 2. Forschungsstand

Zusammenfassung
In den folgenden Abschnitten wird der bisherige Forschungsstand vorgestellt und zusammengefasst. Die Leadership-Forschung weiß, dass „[u]nterhalb der Sedimentschichten aus Systemen, Strukturen und Institutionen […] Regieren letztendlich […] eine fortwährende Abfolge individueller Interaktionen […] der handelnden Akteure“ ist. Dieses Handeln ist von Machtausübung und Administration abzugrenzen; es bezieht sich auf das Vorgeben einer Richtung in Interaktion mit und als Reaktion auf AnhängerInnen und ist bedingt durch Leadership-Ressourcen und -Beschränkungen.
Henrike Wehrkamp

Kapitel 3. Theoretischer Rahmen

Zusammenfassung
Diese Arbeit ist an der Schnittstelle zwischen Leadership- und Persönlichkeitsforschung angesiedelt und untersucht das Führungshandeln von Kanzlerin Merkel in Krisen. In den folgenden Abschnitten wird der theoretische Rahmen der Studie ausgeführt sowie die Forschungsfrage formuliert. Sodann werden die grundlegenden Konzepte der Arbeit – Krise und Regierungskontext – definiert.
Henrike Wehrkamp

Kapitel 4. Methodik

Zusammenfassung
Nachfolgend werden die methodischen Grundlagen der Arbeit besprochen. Ausführlich thematisiert werden dabei die Herausforderungen qualitativer Leadership-Forschung, dem „academic equivalent of ‘shooting at a moving target’“ (Mushaben 2016: 20, Greenstein 1992). Diese Untersuchung ist als vergleichende Fallstudie angelegt und widmet sich mit Kanzlerin Merkel sowohl einem „crucial case“ der persönlichkeitsbezogenen Forschung als auch einem bislang unterforschten und besonders interessanten Untersuchungssubjekt.
Henrike Wehrkamp

Kapitel 5. Analyse von Merkels Krisen-Leadership

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird das Krisen-Leadership von Kanzlerin Merkel analysiert. Das Ziel der fallvergleichenden Analyse besteht darin, die Übereinstimmung der aus der Führungspersönlichkeit der Kanzlerin abgeleiteten Erwartungen mit ihrem beobachtbaren Führungshandeln zu prüfen. Zu diesem Zweck wird auf Basis einer umfangreichen empirischen Grundlage Merkels Leadership Trait Profil ermittelt. Bei der Untersuchung der Währungskrise und der Migrationskrise kommt eine Kombination aus Prozess- und Kongruenzanalyse zur Anwendung.
Henrike Wehrkamp

Kapitel 6. Diskussion

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden die Erkenntnisse der fallvergleichenden Analyse zusammengeführt und im Lichte der persönlichkeitsbezogenen Erwartungen und der jeweiligen Regierungskontexte diskutiert. Die Schlussbetrachtungen fassen die Ergebnisse pointiert zusammen. Des Weiteren wird reflektiert, inwiefern sich die Leadership Trait Analysis in Hinblick auf das Untersuchungssubjekt und -setting bewährt hat. Das Kapitel schließt mit Überlegungen zur weiteren Anwendung der LTA.
Henrike Wehrkamp

Backmatter

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