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08.05.2014 | Marketing + Vertrieb | Im Fokus | Online-Artikel

Marke gerettet - Unternehmen tot?

verfasst von: Annette Speck

2 Min. Lesedauer
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Der insolvente TV-Hersteller Loewe ist erst einmal gerettet. Welchen Weg die Traditionsmarke nun nimmt, bleibt abzuwarten. Denn schon manche Markenrettung wurde zu früh bejubelt.

Einige bekannte Marken stehen derzeit zum Verkauf. Dumm ist nur, dass meist eine wirtschaftliche Schieflage der Grund dafür ist. Dies drückt zwar in der Regel den Preis, erfordert dafür aber Visionen und Investitionen von den Kaufinteressenten. Wie etwa bei der abgewickelten Baumarktkette Praktiker. Von ihr steht jetzt der Markenname zum Verkauf. Das Interesse an einem Erwerb dürfte unter Baumarkt-Wettbewerbern wegen des ramponierten Images allerdings gering sein, meint die Wirtschaftswoche. Sie berichtet von preisagressiven Online-Anbietern als möglichen Käufern.

Schicksal der Münchener Abendzeitung noch ungewiss

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Allemal ein besseres Image hat die Abend-zeitung aus München. Nichtsdestotrotz hat die 1948 gegründete Boulevardzeitung seit Jahren Verlust gemacht und musste im März 2014 Insolvenz anmelden. Ob beziehungsweise wie das Blatt wieder auf Erfolgskurs gebracht werden kann, ist fraglich. Laut dem Branchendienst Meedia gibt es nur zwei Bieter. Einer wolle die Zeitung mit reduziertem Mitarbeiterstamm fortführen, der andere lediglich die Markenrechte und den Abonnentenstamm erwerben.

Eine Erfolgsmeldung gibt es dagegen vom Fernsehgeräte-Hersteller Loewe, der im November 2013 Insolvenz angemeldet hatte. Nachdem eine Gruppe von kaufwilligen Privatinvestoren Anfang 2014 wieder abgesprungen war, unterzeichnete im März der Investor Stargate Capital den Kaufvertrag. Dem Handelsblattzufolge wollen die neuen Eigentümer Loewe nicht mehr als reinen TV-Hersteller, sondern als Systemanbieter von Home-Entertainment fortführen. Die neue Premium-Marke werde erstmals auf der Funkausstellung im September in Berlin präsentiert

Nachhaltige Rettung erfordert Know-how

Leitsätze für gefährdete Marken/Unternehmen

1. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

2. Strategisch planen

3. Starke Marken sichern das Überleben

4. Management-Eitelkeiten machen Unternehmen tot

Wie schwierig die Rettung einer Marke sein kann, zeigen Michael Brückner und Andrea Przyklenk in ihrem Beitrag "Saved Brands - Überlebenskünstler" auf. Anhand der Marken Dinkelacker (Bier), Märklin (Modelleisenbahn), Salamander (Schuhe) und Schiesser (Wäsche) beschreiben sie zahlreiche Ursachen des Markenniedergangs - von Eigentümerstreitereien bis zu Missmanagement. Doch auch die Sanierer zeichneten sich verschiedentlich eher durch Unfähigkeit und Raffgier aus als durch nachhaltige Konzepte, stellen die Springer-Autoren fest. Aus ihrer Markenrettungsanalyse ziehen sie ein Resümee mit vier Leitsätzen. 

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