Skip to main content
main-content

02.05.2013 | Medien | Im Fokus | Onlineartikel

Mit Fotos für die Pressefreiheit

Autor:
Andrea Amerland

Elend, Gewalt, Unterdrückung: Fotos vermitteln authentisch, wie Menschen in Krisengebieten überleben. Zum Internationalen Tag der Pressefeiheit hat "Reporter ohne Grenzen“ die "Fotos für die Pressefreiheit 2013" veröffentlicht.

Die "Fotos für die Pressefreiheit" dokumentieren in einem Bildband Ereignisse des vergangenen Jahres aus Ländern, in denen Medien besonders unter Druck stehen und Journalisten unter zum Teil lebensbedrohlichen Bedingungen berichten müssen. Die Bilder des aktuellen Bandes stammen aus Ländern wie Syrien, Mexiko und Somalia, Russland, Birma oder Israel und wurden von rund 20 Fotografen kostenlos zur Verfügung gestellt.

Seit 1994, dem Jahr, in dem die deutsche Sektion von "Reporter ohne Grenzen“ an den Start ging, gibt es auch den Bildband, der die Situation der Pressefreiheit in bestimmten Ländern dokumentiert, erläutert Dorottya Szaktilla in dem Buch "Foto + Text“ die Geschichte der Initiative. Traditionsgemäß werden die Fotos am UNESCO-Welttag der Pressefreiheit, dem 3. Mai, der Öffentlichkeit vorgestellt - so auch in diesem Jahr.

Kommunikationsziele "Fotos für die Pressefreiheit“

  • Der Bildband soll die Öffentlichkeit für die Organisation und deren Anliegen sensibilisieren, nämlich als Menschenrechtsorganisation auf Verstöße gegen die Pressefreiheit aufmerksam zu machen.
  • Journalistinnen und Journalisten ehren, die unter Einsatz ihres Lebens ihrer Arbeit nachgehen. 

  • Aus den Erlösen will "Reporter ohne Grenzen" (ROG) Öffentlichkeitsarbeit, Anwaltskosten und medizinische Hilfe für verfolgte Journalisten finanzieren.

Pressefreiheit im internationalen Vergleich

"Journalistische Freiheit ist relativ", urteilt auch Andrea Czepek in ihrem Fachartikel "Voraussetzungen für unabhängigen Journalismus im internationalen Vergleich". Selbst Europa ist keine Bastion für unabahängige Berichterstattung wie es etwa die aktuellen Entwicklungen in Ungarn zeigen. Während weltweit direkte politische Eingriffe wie Zensur oder Krieg die journalistische Berichterstattung behindern, sind es hierzulande ökonomische Zwänge, die die Pressefreiheit einschränken. Im Ranking der Pressefreiheit 2013 nimmt Deutschland übrigens den 17. Platz ein. Finnland kann wie bereits im Vorjahr den ersten Platz in Sachen Pressefreiheit für sich beanspruchen.

Lesen Sie auch:

Warum Koppelgeschäfte Gift für den Journalismus sind
Wie Pressebilder die Personenwahrnehmung beeinflussen (Mit Bilderstrecke)

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

    Bildnachweise