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Über dieses Buch

Naturkatastrophen haben keineswegs immer natürliche Ursachen. Oft sind es menschliche Eingriffe, die aus Naturereignissen erst Katastrophen machen. Gerlinde und Heinrich Lamping spüren in diesem Buch den Ursachen und Folgen der Naturkatastrophen nach:
- Wie entstehen Erdbeben und Vulkanausbrüche, Stürme und Überschwemmungen, Dürre und Waldbrände?
- Wie kann man rechtzeitig warnen, und welche Sicherheits vorkehrungen sind möglich?
- Wie sieht eine sinnvolle Katastrophenhilfe aus?
Landkarten zeigen die bedrohten Gegenden, Photos von den zahlreichen Reisen der Autoren in die Katastrophengebiete machen das Wirken der Naturgewalten und den mühsamen Wiederaufbau anschaulich

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
»Die Natur spielt wieder verrückt. Nach Feuer und Beben nun Überflutungen und Erdrutsche in Kalifornien«, hieß es nach einer dpa-Meldung vom 9.2.1994 in vielen Berichten über die Erdrutsche und Schlammlawinen von Malibu. Nach Flächenbränden und Erdbeben in den vorangegangenen Monaten sorgte Kalifornien nun erneut für Schlagzeilen.
Heinrich Lamping, Gerlinde Lamping

2. Endo- und exogene Kräfte als Verursacher von Naturkatastrophen

Zusammenfassung
Vulkanausbrüche und Erdbeben werden bewirkt durch Vorgänge im Erdinnern, sogenannte endogene Kräfte, auf die der Mensch keinen Einfluß und in deren Wirken er kaum Einsicht hat. Deshalb sind endogen bedingte Naturgefahren auch so problematisch in ihrer Vorhersehbarkeit. Man weiß zwar, wo das Risiko für solche Naturereignisse besonders hoch ist, doch exakt vorhersagen kann man sie nicht.
Heinrich Lamping, Gerlinde Lamping

3. Vulkane

Zusammenfassung
Magma im Erdinnern, in einem tiefen Magmaherd oder in einer höher gelegenen Magmakammer, ist eine gasreiche Gesteinsschmelze. Der Magmaaufstieg vom Herd, der 30 km tief im Erdinnern oder noch tiefer liegen kann, erfolgt entlang von Bruchzonen und Spalten in eine oberflächennähere Magmakammer. Aufsteigen kann das Magma durch die enthaltenen gasförmigen Stoffe. Sobald ein Spalt oder ein Schlot zur Erdoberfläche aufgerissen ist, folgt eine Druckentlastung und ein Aufschäumen der rasch zunehmenden Gasblasen. Nach der Entgasung wird das Magma an der Erdoberfläche zu Lava.
Heinrich Lamping, Gerlinde Lamping

4. Erdbeben

Zusammenfassung
Die Schwächezonen der Erde entlang der Plattengrenzen der Erdkruste sind identisch mit den Zonen, in denen ein hohes Erdbebenrisiko besteht. Durch die »Kontinentaldrift« bewegen sich die Platten entweder aufeinander zu, so daß sie gestaucht werden, voneinander weg, wobei sie gezerrt werden, oder sie schrammen aneinander vorbei und verhaken sich.
Heinrich Lamping, Gerlinde Lamping

5. Hangbewegungen

Zusammenfassung
Bei unerwarteten, grundlegenden Verschiebungen im politischen Machtgefüge hat sich der Vergleich mit der geologischen Erscheinung des Erdrutsches eingebürgert; Parteien verzeichnen, z. B. bei Wahlen, »erdrutschartige Zugewinne oder Verluste«.
Heinrich Lamping, Gerlinde Lamping

6. Stürme

Zusammenfassung
Nach der Schadenshäufigkeit und der Gesamtfläche der von ihnen betroffenen Räume sind für Versicherungen Stürme die »bedeutendste Elementargefahr«. In den drei Jahrzehnten zwischen 1960 und 1989 wurde die Hälfte von 114 aufgelisteten großen Naturkatastrophenschäden von Stürmen verursacht, nur 30 % von Erdbeben und 10 % von Überschwemmungen. Die restlichen 10 % verteilen sich auf Vulkanausbrüche, Dürren und Waldbrände (Münchener RückVersicherungsgesellschaft 1990).
Heinrich Lamping, Gerlinde Lamping

7. Naturkatastrophen der Hydrosphäre

Zusammenfassung
Verglichen mit Geosphäre und Atmosphäre erscheint die Hydrosphäre, also das gesamte auf der Erde vorhandene Wasser, recht geringfügig an Volumen. Doch der an Volumen kleine Anteil des Wassers in der Luft ist unabdingbar für alle dynamischen Vorgänge in der Atmosphäre.
Heinrich Lamping, Gerlinde Lamping

8. Katastrophen als Auswirkungen des Klimas

Zusammenfassung
Dürre bezeichnet eine außergewöhnliche Trockenheit, ausgelöst durch Niederschlagsdefizit, hohe Temperaturen und hohe Verdunstungsraten in einer Region, wo der Wasserhaushalt normalerweise eine landwirtschaftliche Nutzung — oder überhaupt Vegetation — möglich macht. Die Wasserknappheit folgt auf eine unzureichende Versorgung mit Niederschlägen über mehrere Jahre hinweg, die weit unter dem langjährigen Mittelwert liegen. Die Folgen der Dürre sind Ausfall der Ernteerträge und Weiden sowie Trinkwasserprobleme. Dürreperioden von längerer oder kürzerer Dauer gehören zum normalen Klimageschehen in semiariden Räumen und sind in erster Linie durch die hohe Niederschlagsvariabilität dieser Regionen bedingt. Jahre mit ausreichenden Regenfällen werden von extrem tockenen Perioden abgelöst; »fette und magere Jahre« nennt sie schon die Bibel.
Heinrich Lamping, Gerlinde Lamping

9. Katastrophen durch extraterrestrische Einwirkungen

Zusammenfassung
Tagtäglich fallen unzählige, meist winzig kleine Meteoriten auf die Erde. Sie werden von Radarschirmen und Satelliten registriert. Lichterscheinungen am Himmel zeigen an, daß Himmelskörper in die Erdatmosphäre eintreten und sich durch die Reibung so stark erhitzen, daß sie verglühen oder explodieren. Gefundene Meteoriten sind zumeist Bruchstücke größerer, vor dem Aufprall zerplatzter Himmelskörper.
Heinrich Lamping, Gerlinde Lamping

10. Katastrophenvorsorge

Zusammenfassung
Beim Blick auf die Verteilung der verlustreichsten Naturkatastrophen fällt sofort auf, wie sehr gerade die Entwicklungsländer — schon aufgrund ihrer geographischen Lage — von Naturrisiken bedroht sind. Die wohlhabenden Industriestaaten bleiben von solchen Gefährdungen entweder dank ihrer Lage weitgehend verschont, oder sie haben gelernt, sich vor der Bedrohung zu schützen. So z. B. Japan, das durch rigorose Bauvorschriften der Erdbebengefahr entgegenwirkt, Schutzwälle gegen die gefürchteten Tsunamis errichtet und Vulkane akribisch überwachen läßt.
Heinrich Lamping, Gerlinde Lamping

11. Medien und Katastrophen

Zusammenfassung
Das Spendenaufkommen, mit dem die nichtstaatlichen Hilfsorganisationen ihre Einsätze finanzieren, hängt weitgehend davon ab, wie die Presse und vor allem das Fernsehen über Katastrophen berichten. Schreckliche Bilder machen betroffen, wecken Mitgefühl und bringen zugleich Erleichterung darüber, daß es einen selbst nicht getroffen hat. Weil man sich solidarisch fühlt, aber wohl auch aufgrund eines schlechten Gewissens, wird reichlich gespendet. In dieser Hinsicht sind die Medien als Anreger und Vermittler der Hilfe von unschätzbarem Wert.
Heinrich Lamping, Gerlinde Lamping

Backmatter

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