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Über dieses Buch

Das Lehrbuch zeigt die für die Wirtschafts- und Regionalförderung erforderliche Bandbreite des Informationsmanagements auf. Mit der Darstellung dieser Grundlagen wird vermittelt, dass die Verfügbarkeit über Informationen die entscheidende Basis für Entscheidungen und die strategische Ausrichtung der Wirtschaftsförderung bilden wird. Daher stehen folgende Fragestellungen im Fokus: Welche Daten werden in der Wirtschaftsförderung benötigt? Welche Informationen liegen bereits in der Verwaltung bzw. bei anderen Akteuren vor? Welche dieser bereits vorhandenen Informationen können von der Wirtschaftsförderung abgerufen werden?
Zum anderen soll mit diesem Modul das Verständnis dafür entwickelt werden, welche Bedeutung den neuen Technologien (CRM-Systeme, Web 2.0, regionale Wissenssysteme) zukommt, um eine neue Qualität der Partizipation zu erreichen. Regionalwissenschaftliche Studien haben den hohen Stellenwert betont, der funktionierenden Netzwerken, schnellerer Informationsbereitstellung und hoher Wissensverbreitung beigemessen werden kann. Wenn die Möglichkeiten der neuen Technologien erkannt worden sind und in der Praxis erfolgreich angewendet werden, bieten sich der kommunalen Wirtschaftsförderung enorme Potenziale für die Vernetzung der relevanten Akteure und zur Erfüllung ihrer neuen Aufgabenfelder.
Den Abschluss eines jeden Bausteins des Moduls bilden Kontrollfragen, die den Leser beim Erarbeiten des Lernstoffes unterstützen und den Lernerfolg zu überprüfen helfen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Zusammenfassung
Die Wirtschaftsförderung hat in den letzten beiden Jahrzehnten in zweierlei Hinsicht einen erheblichen Wandel erfahren. Ein wichtiger Trend besteht darin, dass die Wirtschaftsförderung immer stärker als Dienstleistung gesehen wird und die in der Wirtschaftsförderung tätigen Personen sich intensiv zu Projekt- und Prozessmanagern entwickeln müssen. Die Aufgaben der Wirtschaftsförderer als „Schnittstelle“ zwischen Verwaltung und Unternehmen werden zunehmend in der Organisation von Netzwerken, in der Kommunikation mit den in einer Region tätigen wirtschaftlichen Akteuren (Verwaltung, kommunale Organisationen, Unternehmen, Wissenschaft, Bürgern) und in der Moderation von Prozessen gesehen. Dem Wirtschaftsförderer kommt damit eine erheblich aktivere und öffentlichkeitswirksamere Rolle zu als früher.
Gleichzeitig zu dieser institutionellen und personellen Entwicklung haben sich im Bereich der neuen Technologien Möglichkeiten aufgetan, mit denen das Informationsmanagement in der Wirtschaftsförderung revolutioniert worden ist. Mit den Möglichkeiten von CRM-Systemen, des Web 2.0 und den Social Media sind Voraussetzungen entstanden, die den Wirtschaftsförderer überhaupt erst in die Lage versetzen, regional bedeutsame Prozesse professionell zu begleiten und voranzutreiben.
Jürgen Bunde

2. Baustein 1: Informationsgrundlagen der Wirtschaftsförderung

Zusammenfassung
Eine wesentliche Aufgabe der kommunalen Wirtschaftsförderung besteht darin, den regionalen oder lokalen Akteuren wirtschaftlich relevante Informationen zur Verfügung zu stellen. Als sogenannte One-Stop-Agency stellt die Wirtschaftsförderung die Schnittstelle zwischen Verwaltung, Unternehmen und weiteren regionalen Akteuren dar. Bei ihr sollen die Informationen gebündelt werden, die für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Standorts bedeutsam sind. Mit der Bereitstellung der wichtigsten Informationen über den Standort werden die Wirtschaftsförderer zentraler Informationsdienstleister für ansässige Betriebe, Existenzgründer, ansiedlungswillige Unternehmen und Investoren.
Jürgen Bunde

3. Baustein 2: Einsatz von Informationssystemen in der Wirtschaftsförderung

Zusammenfassung
Die kommunalen Wirtschaftsförderer verstehen sich zunehmend als Dienstleister für die lokale Wirtschaft und die Bürgerschaft. Die ansässigen Unternehmen werden zum „Kunden“ der Wirtschaftsförderung, deren Dienstleistungsangebote auf die Bedürfnisse ihrer Klientel ausgerichtet werden müssen. Die kundenorientierte Strategie wird nur funktionieren, wenn ein intensiver Dialog zwischen der Verwaltung und den Unternehmen aufgebaut wird. Dieser Dialog und die gezielte Ansprache der Unternehmen kann nur mit den Mitteln eines modernen Informationsmanagements erreicht werden.
Jürgen Bunde

4. Baustein 3: Einsatz von CRM-Systemen in der Wirtschaftsförderung

Zusammenfassung
Während das Informationsmanagement anfänglich insbesondere mit Excel-Datenbanken oder mit speziellen – auf die Belange der Wirtschaftsförderung ausgerichteten – Access-Datenbanken organisiert wurde, werden in jüngerer Zeit zunehmend CRM-Systeme (Customer-Relationship-Management) eingesetzt. Diese stellen in der Regel auf die automatisierte Kundenpflege spezialisierte Datenbanklösungen dar. Die gezielte Kundenansprache, die Pflege der Daten und die Unterstützung des Kontaktmanagements stehen im Mittelpunkt dieser Softwarelösungen.
Die Vorteile für die Wirtschaftsförderer beim Einsatz von CRM Systemen bestehen insbesondere in der gemeinsamen Nutzung aller Informationen des Systems und in der Verknüpfung der verschiedenen Aufgabenbereiche (Unternehmen, Kontakte, Flächen und Immobilien sowie Projekte). Mit der Nutzung von CRM-Systemen werden Individuallösungen und persönliche Datenbanken oder Excel-Tabellen vermieden. Durch das integrierte Informationsmanagement sind alle Mitarbeiter auf dem gleichen aktuellen Informationsstand.
Im WIFÖ-LAB sollen die Möglichkeiten und Funktionalitäten von CRM-Systemen für die Wirtschaftsförderung vermittelt werden. Für diese Unterrichtseinheit werden insgesamt 16 Wochenstunden vorgesehen. Im Rahmen dieser Einheit werden anhand der verschiedenen Module der CRM-Systeme die konkreten Aufgaben der Wirtschaftsförderung und ihre Umsetzung in den internen Prozessen des Informationsmanagements vorgestellt und von den Teilnehmern geübt.
Jürgen Bunde

5. Baustein 4: Mögliche Wege zur Verbesserung des Kontaktmanagements

Zusammenfassung
Die verbesserten technischen Möglichkeiten des Informationsmanagements in den vergangenen Jahren bieten zahlreiche Chancen zur Intensivierung und Verbesserung des Kontaktmanagements.
Jürgen Bunde

6. Baustein 5: Kennziffern der Wirtschaftsförderung

Zusammenfassung
Die Anforderungen an die Wirtschaftsförderung und die Themenvielfalt sind in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Vor allem die Rollen der Wirtschaftsförderer als Projekt- und Prozessmanager und als Moderatoren zwischen den Akteuren der Verwaltung und der Unternehmerschaft haben an Bedeutung gewonnen. Diese Aufgabenzunahme ging aber in der Regel einher mit abnehmenden finanziellen und personellen Budgets. Gleichzeitig gibt es verstärkte Überlegungen, anhand von Kennzahlen die Leistungen der Wirtschaftsförderer zu messen.
Jürgen Bunde

7. Baustein 6: Verbindung mit anderen Programmen/ Informationssystemen in der Verwaltung

Zusammenfassung
Ein gemeinsames ämterübergreifendes Informationsmanagement in Verwaltungen bietet eine Reihe von Vorteilen, nicht nur hinsichtlich einer besseren Transparenz innerhalb der Verwaltung, sondern auch in Bezug auf die Weitergabe von Informationen an andere regionale Akteure. Die häufig ins Feld geführten Gegenargumente sollen in diesem Baustein andiskutiert werden. Gleichzeitig wird aufgezeigt, dass insbesondere unter den Aspekten der Kosteneinsparpotenziale und der Zunahme an Informationsgehalt eine verwaltungsübergreifende Informationsstrategie unerlässlich ist.
Jürgen Bunde

8. Baustein 7: Regionale Wissensmanagementsysteme

Zusammenfassung
Der Aufbau und der Betrieb von regionalen Wissensmanagementsystemen gehen deutlich über die Anforderungen an Informationssysteme der Wirtschaftsförderung hinaus. Aufgrund der hohen Bedeutung der Wirtschaftsförderung als "Schnittstelle" zwischen der Verwaltung und den wirtschaftlich relevanten Akteuren in der Region bilden die Kenntnis solcher Systeme und die eigene Mitwirkung ein wesentliches Element für eine erfolgreiche Wirtschaftsförderung. In diesem Baustein sollen dafür die Grundlagen geschaffen werden.
Jürgen Bunde

9. Gesamtresümee und Abschlusskontrolle

Zusammenfassung
Die kommunale Wirtschaftsförderung steht aufgrund der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre vor deutlich gestiegenen Herausforderungen. Die zunehmende Globalisierung der Wirtschaftsprozesse führt dazu, dass die Einflussmöglichkeiten der lokalen und regionalen Wirtschaftsförderungseinrichtungen auf die Entscheidungsprozesse der ansässigen Unternehmen weiter abnehmen. Gleichzeitig haben sich die Standortanforderungen der Unternehmen im letzten Jahrzehnt ebenfalls in hohem Maße geändert. Waren früher harte Standortfaktoren wie Verkehrsanbindung und Flächenverfügbarkeit für die Standortentscheidung die bedeutendsten Faktoren, werden von den Unternehmen heute vor allem die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften und die Breitbandverfügbarkeit als die mit Abstand wichtigsten Standortfaktoren betont. Beide Faktoren liegen in Tätigkeitsfeldern, die bisher nicht unbedingt zu den klassischen Aufgabenbereichen der Wirtschaftsförderung liegen.
Jürgen Bunde

Backmatter

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