Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Um die klassische Eventstudie zu erweitern, entwickelt Waldemar Wagner ein theoriegestütztes Verfahren. Hierfür verwendet der Autor die Methoden der Theorien Nichtlinearer Dynamischer Systeme, um neben den linearen Abhängigkeiten in ökonomischen Zeitreihen auch die Existenz und zeitliche Entwicklung von nichtlinearen Abhängigkeiten zu identifizieren. Die daraus resultierenden Erkenntnisse liefern einen bedeutsamen Beitrag zur Untersuchung der Theorie Effizienter Märkte und bieten die Grundlage für vollkommen neuartige Forschungsansätze für die Identifikation von systematischen Marktineffizienzen im Umfeld von wiederkehrenden Ereignissen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Märkte sind effizient! Oder etwa doch nicht? Diese Frage beschäftigt Forscher schon seit vielen Jahrzehnten (vgl. Malkiel, 2003, S. 59; Lim et al., 2008, S. 571) und die Annahme, dass der Markt effizient ist, bildet die Grundlage für den Großteil der Theorien in den Finanzwissenschaften (Summers, 1987, S. 1). Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die Effizienzmarkthypothese zu den am meisten untersuchten und empirisch unterlegten Hypothesen der Wirtschaftswissenschaften gehört und in der Finanzliteratur mitunter sogar als „fact of life“ betrachtet wird (vgl. Jensen, 1978, S. 3).
Waldemar Wagner

Kapitel 2. Effiziente Märkte

Märkte sind effizient und selbstregulierend. Diese Meinung wurde bereits im 18. Jahrhundert von dem schottischen Ökonomen John Adam Smith vertreten, der die Metapher einer „unsichtbaren Hand“ verwendete, um den Mechanismus zu umschreiben, welcher das Angebot und die Nachfrage auf einem Markt ins Gleichgewicht bringt und zu einer effizienten Ressourcenallokation und somit zu einem volkswirtschaftlichen Optimum führt, obwohl die einzelnen Marktteilnehmer nur ihren eigenen Güterbedarf decken wollen (vgl. Liening, 2013, S. 307). Smith (1776) bezieht sich mit dieser Metapher auf die Gütermärkte, jedoch lässt sich dieser Mechanismus auch auf Finanzmärkte übertragen.
Waldemar Wagner

Kapitel 3. Die Messung der Markteffizienz mithilfe von Dimensionalitätskonzepten

Bereits 1963 konnte Lorenz zeigen, dass ein deterministisches Gleichungssystem mit nur drei unabhängigen Variablen in der Lage ist, ein komplexes, aperiodisches Verhalten zu generieren, das auf den ersten Blick nicht von einem stochastischen Verhalten unterschieden werden kann (Lorenz, 1963). Ein Ziel der nichtlinearen Zeitreihenanalyse lautet daher, bei empirischen Zeitreihen, die eine komplexe Dynamik aufweisen, bestimmen zu können, ob es sich um eine (deterministisch-) chaotische Bewegung auf Basis eines simplen Systems handelt oder ob die Bewegung stochastischer Natur ist und einem komplizierten System mit sehr vielen Freiheitsgraden entstammt. Dimensionalitätsmaße, welche die Dimension einer Systemtrajektorie im Phasenraum bestimmen können, liefern eine Möglichkeit zur Unterscheidung dieser beiden Arten der Bewegung des Systems (vgl. Theiler, 1986, S. 2427).
Waldemar Wagner

Kapitel 4. Zielsetzung der empirischen Studie

Im folgenden Kapitel sollen die Ziele der vorliegenden Arbeit zusammengefasst und skizziert werden. Diese lassen sich in drei Unterkategorien aufteilen.
Waldemar Wagner

Kapitel 5. Methoden

Ziel des folgenden Kapitels ist die Beschreibung der Methoden zur Berechnung der beiden Eventstudien sowie die Erläuterung der statistischen Tests zur Überprüfung der im vorangehenden Kapitel festgelegten Hypothesen. Das Problem, dass geeignete Testverfahren zur Signifikanz eines Dimensionsschätzers aufgrund der fehlenden Stichprobenverteilung des Schätzers nicht existieren, kann auch an dieser Stelle nicht vollständig gelöst werden. Gemäß Brock (1986) soll es daher das Ziel sein, bei Fragestellungen, die aufgrund einer fehlenden Hypothese explorativ betrachtet werden müssen, „[…] to report our findings in such a way that the reader may make her own judgement as to the significance or stability of any estimate“ (Brock, 1986, S. 189).
Waldemar Wagner

Kapitel 6. Ergebnisse der empirischen Studie

Von den im Rohdatensatz enthaltenen 73 Unternehmen konnten insgesamt 23 Unternehmen alle Selektionskriterien erfüllen und sowohl eine ausreichende Datenlänge als auch die erforderlichen Informationen über die erwarteten und realisierten Gewinne aufweisen. Aus den Tagesendkursen der ausgewählten Unternehmen wurden log-Returns gebildet, deren deskriptive Statistiken in Tabelle 10 zu sehen sind. Die deskriptive Statistik umfasst dabei nur jene Bereiche der log-Return-Zeitreihen, die für die Eventstudie verwendet wurden. Zeitreihenabschnitte ohne Eventmarker oder fehlender Informationen zu den erwarteten/realisierten Gewinnen wurden ebenfalls nicht berücksichtigt.
Waldemar Wagner

Kapitel 7. Diskussion

Die Ergebnisse der Hypothesentests konnten einen klaren Unterschied zwischen der klassischen und der PD2-Eventstudie aufzeigen, was den Schluss zulässt, dass die PD2-Eventstudie eine sinnvolle Ergänzung zur klassischen Eventstudie darstellen kann, da sie in der Lage ist, mehr signifikante Unterschiede in den Daten zu identifizieren. Da sich die Unterschiede jedoch auf die Dimensionalitätsniveaus der Unternehmenszeitreihen beziehen, kann die PD2-Eventstudie keinen eigenständigen Ersatz für die klassische Eventstudie darstellen, sondern liefert ergänzend relevante Informationen zu Änderungen in den Abhängigkeiten innerhalb der Daten.
Waldemar Wagner

Kapitel 8. Fazit

Die vorliegende Arbeit ist der Frage nachgegangen, ob Methoden aus der Toolbox der Theorien nichtlinearer dynamischer Systeme in der Lage sind, einen Beitrag zur Untersuchung der Theorie der Effizienten Märkte von Fama (1965) zu leisten. Die Grundannahme hinter der Fragestellung lag darin begründet, dass Methoden der Nichtlinearen dynamischen Systeme im Gegensatz zu den klassischen Untersuchungsmethoden in der Lage sind, nichtlineare Abhängigkeiten und Strukturen in Datensätzen zu identifizieren. Da nichtlineare Abhängigkeiten ebenfalls eine Abweichung vom Zufall und damit eine implizite Verletzung der Effizienzmarkthypothese von (Fama et al., 1969) darstellen, ist deren Identifikation für die Beantwortung der Frage, ob ein Markt effizient ist, von großer Bedeutung.
Waldemar Wagner

Backmatter

Weitere Informationen

Premium Partner

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Blockchain-Effekte im Banking und im Wealth Management

Es steht fest, dass Blockchain-Technologie die Welt verändern wird. Weit weniger klar ist, wie genau dies passiert. Ein englischsprachiges Whitepaper des Fintech-Unternehmens Avaloq untersucht, welche Einsatzszenarien es im Banking und in der Vermögensverwaltung geben könnte – „Blockchain: Plausibility within Banking and Wealth Management“. Einige dieser plausiblen Einsatzszenarien haben sogar das Potenzial für eine massive Disruption. Ein bereits existierendes Beispiel liefert der Initial Coin Offering-Markt: ICO statt IPO.
Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise