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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Fertigungssteuerung im Maschinenbau auf der Basis Retrograder Terminierung (RT)

Zusammenfassung
Fertigungssteuerung in der Form von Ablaufplanung gehört seit langem zum Gegenstand betriebswirtschaftlicher Analysen. Die theoretischen, auf Optimierung ausgelegten Modellansätze zeichnen sich jedoch — gemessen an den Problemen der Praxis — durch zu restriktive Prämissen bezüglich der Produktionsbedingungen aus. Im wesentlichen reduzieren diese Ansätze das Steuerungsproblem auf die Festlegung der Auftragsreihenfolge bzw. der Maschinenbelegung für einen linearen Fertigungsprozeß, einen gegebenen, abgeschlossenen Auftragsbestand und eine eindimensionale Zielsetzung, wie z.B. die Minimierung von Maschinenstillstands- oder Auftragsdurchlaufzeiten. Diese Analysen vermittelten zwar wesentliche theoretische Erkenntnisse — z.B. sind selbst für derartige einfache Fälle bei Problemen mit einem realistischen Umfang an Aufträgen keine optimalen Lösungen zu generieren -, ihnen war jedoch wegen fehlender Realitätsnähe der Modelle kein praktischer Erfolg beschieden.
Dietrich Adam

Die Bewertung mit Hilfe des betriebsindividuellen Wertes und seine Würdigung unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen Bewertungsprobleme in den neuen Bundesländern

Zusammenfassung
Der Wert einer Sache ist bestimmt durch den Nutzen‚ der ihr dureh den Beurteiler zugesprochen wird. Damit ist “Wert einer Sache” immer eine Folge einer Subjekt Obiekt-Beziehuns.
C. Gökhan Bahsi

Anwendung von Integrationsmodellen für die Festlegung von Kreditkonditionen

Zusammenfassung
Die Kreditaufnahme erfolgt häufig, um zusätzliche Investitionsprojekte zu realisieren. Bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen läßt sich hierdurch ganz allgemein die Gewinnsituation verbessern, eine Stärkung der Marktposition durch Erhöhung von Marktanteilen bewirken. Ein anderer Investitionsgrund könnte die Erschließung neuer Produktfelder sein.
Peter Betge

Berücksichtigung von Anlauf-, Stillegungs- und Stillstandskosten bei betrieblichen Anpassungsprozessen

Zusammenfassung
Die Dynamik heutiger Absatzmärkte macht betriebliche Anpassungsmaßnahmen unumgänglich und zwingt die Entscheidenden, sich über Möglichkeiten und Auswirkungen von Anpassungsalternativen Klarheit zu verschaffen. Auf Schwankungen der Absatzintensität von Erzeugnissen (Absatzintensität = Absatzmenge je Zeiteinheit) muß grundsätzlich in allen betrieblichen Teilbereichen reagiert werden. Die folgenden Ausführungen befassen sich schwerpunktmäßig mit den Auswirkungen auf den Produktionsbereich.
Günter Czeranowsky

Engpaßorientierte Produktionssteuerung bei Werkstattfertigung

Zusammenfassung
Die Produktionsplanung und -Steuerung (PPS) von Industriebetrieben vollzieht sich in der Regel auf der Basis eines computergestützten Informationssystems, das die Teilbereiche der güterlichen Produktion in der logisch richtigen Reihenfolge miteinander verkettet und nacheinander zu planen gestattet. Die von der betriebswirtschaftlichen Theorie entwickelte Simultanplanung des Produktionsprozesses (Jacob, Industriebetriebslehre 1990, S.391 ff) ist wegen zu hoher Komplexität nicht in den in der Praxis angewandten PPS-Systemen (z.B. SAP AG, System RM) realisiert worden, sondern die Sukzessivplanung, bei der die Ergebnisse eines Teilbereichs der Produktionsplanung als Inputdaten für den nachfolgenden Teilbereich dienen. Damit werden die Interdependenzen zwischen einzelnen Tejlbereichen des Produktionsprozesses zerschnitten, so daß keine optimale Gesamtlösung erzielt werden kann. Wegen des außerordentlich hohen Datenvolumens bei der praktischen Produktionsplanung, wo Stammdaten der Baugruppen und Einzelteile, Erzeugnisstrukturdaten (Stücklisten), Kapazitätsdaten der Betriebsmittelgruppen und Arbeitspläne mit Bearbeitungs- und Rüstzeiten verwaltet werden müssen, ist jedoch eine Anwendung der Simultanplanung schon bei mittleren und erst recht bei größeren Industriebetrieben nicht mehr möglich.
Karl-Werner Hansmann

Die Darstellung von “Forschung und Entwicklung” (F.u.E.) in Geschäftsberichten deutscher Unternehmen

Zusammenfassung
Zusätzlich zu ihrem “Jahresabschluß” — bestehend aus der Bestände-Bilanz, der Gewinn-und Verlustrechnung und dem Anhang — müssen Kapitalgesellschaften (AG, GmbH, KGaA) nach § 264 Abs. 1 S. 1 HGB seit 1987 einen “Lagebericht” erstellen. In diesem Lagebericht soll nach § 289 Abs. 2 Nr. 3 HGB auch berichtet werden über den Bereich “Forschung und Entwicklung” (kurz: F.u.E.).
Wolfgang Hilke

Integrierte Informationssysteme — die Aufgaben der Unternehmensleitung

Zusammenfassung
Die neunziger Jahre werden von einem umwälzenden Wertewandel im Umgang mit der Unternehmensressource “Information” bestimmt. Die Methoden der Informationsver arbeitung selbst sind im Wandel begriffen — und mit ihnen unser Informationsbewußtsein. Wir befinden uns auf dem Weg von der traditionellen Datenverarbeitung als Rationalisie rungsmittel hin zur Informationstechnologie als strategisches Mittel eines Unternehmens. Daraus resultiert, daß Informationen als Produktionsmittel verstanden werden, die es ebenso zu bewirtschaften gilt wie die klassischen Produktionsfaktoren Arbeitskraft, Kapital und Material.
Wolfram Ischebeck

Metamodellierung: Werkzeuge für das Engineering von Unternehmensprozessen

Zusammenfassung
Aufbauend auf den grundlegenden Arbeiten von Gutenberg zur Analyse des Produktionsbetriebes (Gutenberg, Die Produktion, 1983) war ein großer Teil der betriebswirtschaftlichen Forschung bis Ende der 70er Jahre auf die Analyse von Modellen ausgerichtet, welche Wissen über die Struktur des Betriebes und seiner Abläufe in gemischt-ganzzahlige Optimierungsprobleme übersetzen (vgl. z.B. Jacob, Investitionsplanung, 1976). Diese Arbeiten haben viel zum Verständnis betrieblicher Systeme beigetragen, eignen sich aber vor allem für die längerfristige Planung in vorgegebenen Grundstrukturen oder für eng abgegrenzte kurzfristige Optimierungsaufgaben.
Matthias Jarke

Das Synergieargument bei Unternehmenszusammenschlüssen

Zusammenfassung
Es gibt im ökonomischen Sprachgebrauch nur wenige Begriffe, die derart Furore gemacht haben wie der Ausdruck “Synergie” — oft wie eine Zauberformel verwendet, die weitschweifende Erklärungen erübrigt: Als Thyssen-Vorstandsvorsitzender Dieter Spethmann im Januar 1989 auf einer Pressekonferenz gefragt wurde, was er sich vom damals betriebenen Zusammenschluß seines Unternehmens mit Krupp erhoffe, soll er sich in seiner Antwort auf das Kürzel beschränkt haben: “Synergie-Effekte, was sonst.” (Bisani, Fritz: Ein Begriff macht Karriere, in: Gablers Magazin, 4. Jg. (1990), H. 3, S. 12).
Hans-Peter Kahl

Bestellpolitik im Versandhandel

Zusammenfassung
Als Jacob in seiner Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre (Wiesbaden,1969) unter den Formen des Einzelhandels auch den Versandhandel erwähnte, hatte diese Art des Verkaufens in Deutschlands “besseren” Kreisen noch ein dürftiges Image. Es mußte schon auf die lange Tradition in den USA hingewiesen werden, um diese Vertriebsform zu rechtfertigen.
Rainer Karrenberg

Flexibilität und Unternehmensplanung

Zusammenfassung
In diesem Beitrag sei auf einen Begriff eingegangen, mit dem sich der Jubilar in besonderem Maße beschäftigt hat, dem der Flexibilität (vgl. Jacob, H.: Unsicherheit und Flexibilität, in: ZfB 1974, S. 229 ff., S. 401 ff. und 505 ff.; Jacob, H.: Flexibilität und ihre Bedeutung für die Betriebspolitik, in: Adam, Backhaus, Meffert, Wagner (Hrsg.): Integration und Flexibilität, Wiesbaden 1990, S. 15 ff.; Jacob, H. (Hrsg.): Investitionsrechnung, in: Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 4. Aufl, 1981, S. 672 ff.). Gerade hinsichtlich dieses Begriffes herrscht in der betriebswirtschaftlichen Literatur eine große Mannigfaltigkeit (vgl. Meffert, H.: Marketing-Flexibilität als Erfolgsfaktor der Unternehmung, in: Thexis, Heft 4, 1985, S. 8 ff.). Herbert Jacob hat in verdienstvoller, beeindruckender Weise gezeigt, daß der von ihm benutzte Flexibilitätsbegriff für die axiomatische unternehmenstheoretische Analyse geeignet ist und wie er sich verwenden läßt. Dabei hat er die differenzierende Unterscheidung zwischen den Komponenten der Bestands- und der Entwicklungsflexibilität in die Diskussion eingeführt.
Helmut Koch

Die Prognose der Investitionsausgaben für mehrstufige Mehr-Produkt-Projekte mit Hilfe einer dynamischen Investitionsfunktion

Zusammenfassung
Sortimentsentscheidungen in Industriebetrieben müssen sich bei absatzseitiger Verbundenheit der Erzeugnisse auf mehrere Erzeugnisse (Vgl. Jacob, Produktions- und Absatzprogramm, 1990, S. 487 ff.) beziehen. Industrielle Produktionsprozesse müssen zumindest dann als mehrstufig behandelt werden, wenn von den zu einer Produktgruppe zählenden Erzeugnissen auf einzelnen Fertigungsstufen dieselben Betriebsmittel in wechselnder Belastung (Vgl. Jacob, Produktions- und Absatzprogramm, 1990, S. 527) in Anspruch genommen werden. Die Aufnahme einer Produktgruppe in das Erzeugnisprogramm eines Industriebetriebs induziert die Bereitstellung von Betriebsmitteln zur Schaffung und Aufrechterhaltung der benötigten Kapazität. Die Langfristigkeit der Entscheidung sowie die im Zeitablauf wechselnde Perioden-Absatzmenge macht die Unterteilung des Planzeitraums in Teilperioden notwendig.
Manfred Layer

Informationsmanagement: Grundlage moderner Unternehmensführung

Zusammenfassung
Die Unternehmensführung industrieller Betriebe in den 50er Jahren war geprägt von überwiegend rationalen und technokratischen Sichtweisen mit dem Ziel, die wirtschaftlichen Grundlagen der Unternehmen zu sichern.
Klaus Mentzel

Produktregulierung und Produktnutzungsrisiko auf dem deutschen Versicherungsmarkt

Zusammenfassung
Zu den wenig erfreulichen Erscheinungen bei der Einführung der Marktwirtschaft in den neuen Bundesländern des vereinten Deutschland gehört die “Eroberung” dieser Märkte durch westdeutsche Versicherungsunternehmen. Private, freiwillig abgeschlossene Versicherungsverträge haben in der ehemaligen DDR eine völlig untergeordnete Rolle gespielt. Die im Umgang mit Versicherungsprodukten ebenso wie Versicherungsvermittlern gänzlich unerfahrenen neuen Bundesbürger sind in den vergangenen Monaten von Heerscharen von Versicherungsvertretern, Pseudo-Maklern und “Beratern” heimgesucht und häufig mit rücksichtslosen, z.T. sogar kriminellen Methoden zum Abschluß von Versicherungsverträgen bewegt worden. Die bei der nun auch für die neuen Bundesländer zuständigen Aufsichtsbehörde, dem Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen (BAV), eingegangenen Beschwerden bestätigen die schlimmsten Berichte in den Medien (vgl. Gerlach 1991).
Wolfgang Müller

Betriebswirtschaftliche Planung und mathematische Optimierung

Zusammenfassung
Die Betriebswirtschaftslehre hat sich im Laufe ihrer Entwicklung von einer deskriptiv orientierten Disziplin zunehmend zu einer quantitativ geprägten Wissenschaft gewandelt. Mit dem weitreichenden Einfluß der industriellen Technologien auf das Wirtschafts geschehen und nicht zuletzt als Folge des Computereinsatzes in den zentralen betriebswirtschaftlichen Bereichen der Unternehmung ergab sich naturgemäß der Zwang zur Formalisierung und Quantifizierung der ökonomischen Prozesse. Das Theoriegebäude der Betriebswirtschaftslehre hat seine Fundamente nicht nur auf dem Felde der Beschreibung von empirisch beobachteten Realitäten; die Formalisierung hat daneben auch zu axiomatisch und teilweise normativ ausgerichteten Modellvorstellungen geführt, um die realen betriebswirtschaftlichen Prozesse in geschlossener Form zu beschreiben und zu erklären. So wurde insbesondere im Rahmen der betriebswirtschaftlichen Produktionstheorie wegen der inhärenten Bezüge zu den technologischen Randbedingungen der industriellen Produktion ein für die betriebswirtschaftüche Analyse formal geschlossenes quantitatives Modell entwickelt, mit dessen Hilfe eine exakte Planung möglich ist.
Dieter B. Preßmar

Koordinierte Planungsinseln: Ein neuer Lösungsansatz für die Produktionsplanung

Zusammenfassung
Probleme der Produktionsplanung, insbesondere die Festlegung der Produktionsmengen sowie die Produktionsdurchführung sind zentrale Forschungsgebiete der Gutenbergschule, wie sie besonders auch durch die Arbeiten von Jacob charakterisiert werden (vgl. Jacob, H.: Produktionsplanung und Kostentheorie, in: Koch, H. (Hrsg.), Zur Theorie der Unternehmung, Festschrift zum 65. Geburtstag von E. Gutenberg, Wiesbaden 1962).
August-Wilhelm Scheer

Konzernmanagement unter Beachtung der rechtlichen Regeln für den faktischen Konzern

Zusammenfassung
Betriebswirtschaftlich läßt sich der Konzern als Zusammenfassung zweier oder mehrerer rechtlich selbständiger Unternehmen zu einem wirtschaftlichen Zweck unter einer einheitlichen Leitung beschreiben. Er stellt sich als wirtschaftliche Planungs- und Entscheidungseinheit, darüber hinaus aber auch als Steuerungs- und Kontrolleinheit dar.
Eberhard Scheffler

Möglichkeiten der Produktionsplanung bei der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte — dargestellt am Beispiel der Ölsaatenverarbeitung —

Zusammenfassung
Die frühere Handwerkstechnik der Gewinnung von Ölen und Fetten aus Pflanzen ist heute der industriellen Massenproduktion gewichen. Moderne große Ölmühlen produzieren täglich über 1.000 to Pflanzenöl, welches nicht nur als Speiseöl und als Rohstoff für die Margarine- und Feinkostindustrie, sondern auch in vielen technischen Bereichen eingesetzt wird.
Klaus Thiemann

Investor Relations Aktivitäten deutscher Aktiengesellschaften

Zusammenfassung
Als Investor Relations Aktivitäten seien im folgenden alle Maßnahmen eines Unter nehmens zur Kommunikation mit seinen Aktionären — und zwar auch mit potentiellen Anlegern — bezeichnet. Diese Maßnahmen stellen einen von mehreren Bestimmungs faktoren für den Aktienkurs des Untemehmens dar. Die übrigen Einflußfaktoren sind entweder sowohl unternehmensextern als auch untemehmensintern determiniert, wie die Ertragskraft, oder ausschließlich unternehmensextern, wie die Kapitalmarktverhältnisse (von den gesetzlichen Bedingungen über Usancen bis hin zu der jeweiligen Börsenstimmung) oder die steuerliehen Rahmenbedingungen. Im Gegensatz dazu sind die Investor Relations Aktivitäten ausschließlich untemehmensintern determiniert. Sie können — frei von Dritteinwirkungen — von der Unternehmensführung zur optimalen Aktienkurs beeinflussung gestaltet werden.
Eeuwout Verboom

Personalentwicklung im Rahmen moderner Unternehmensführung

Zusammenfassung
Die Spitzenhöhe der Arbeitskosten (vgl. Arbeitskosten international, in: Argumente zu Unternehmensfragen, Nr. 8, Köln 1991, S. 2) in der alten Bundesrepublik Deutschland und ihre auch gegenwärtig noch anhaltende Entwicklung muß für jede Unternehmensführung Anlaß sein, ständig über eine verbesserte Nutzung des vorhandenen Personals nachzudenken. Die ausgeklügelsten Systeme der Rationalisierung und der Arbeitsorganisation helfen nur wenig, wenn Motivation und Einsatzfreude ungenügend sind. Hier sind vor allen Dingen die Unternehmer und die oberen Führungskräfte selbst gefordert, um die gewünschten Werte den Mitarbeitern, Geldgebern, Kunden und Lieferanten, kurz der ganzen Gesellschaft, glaubhaft vorzuleben. Die macht schließlich langfristig gesehen den Erfolg aus (vgl. Zander, E.: Menschliches Potential besser nutzen, in: io Management Zeitschrift Nr. 7/8, 1991, S. 5).
Ernst Zander

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