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29.01.2020 | Originalarbeit | Ausgabe 2/2020 Open Access

BHM Berg- und Hüttenmännische Monatshefte 2/2020

Quo vadis – Bergmännische Gebirgsmechanik?

Zeitschrift:
BHM Berg- und Hüttenmännische Monatshefte > Ausgabe 2/2020
Autor:
Em. O. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. mont. Horst Wagner
Wichtige Hinweise
Nach einem Vortrag, gehalten am 6. November 2019 beim Rohstoffkolloquium 2019 an der Montanuniversität Leoben, Österreich.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Der Beitrag beschreibt die Entwicklung der bergmännischen Gebirgsmechanik seit der Mitte des vergangenen Jahrhunderts. In diesem Zeitraum veränderte sich der Umgang mit der Gebirgsdruckproblematik im Bergbau von Grund auf. War ursprünglich der Schwerpunkt der Anstrengungen auf dem Gebiet des Grubenausbaus, d. h. der Beherrschung des druckhaften Gebirges, so liegt heute der Fokus der Bemühungen bei der Vermeidung des Auftretens druckhafter Situationen durch ingenieurmäßige Planung des Grubenzuschnitts und der Abbauführung. Möglich gemacht wurde dieser Paradigmenwechsel durch die Tätigkeit einer Reihe von europäischen und außereuropäischen Bergbauforschungsorganisationen, wie die des deutschen, englischen und französischen Steinkohlenbergbaus oder des südafrikanischen Steinkohle- und Goldbergbaus. Daneben waren auch einige staatliche industrienahe Forschungsorganisationen in Nordamerika und Australien involviert. In der Zeit von 1950 bis etwa 1980 wurde das wissenschaftliche Fundament der modernen Gebirgsmechanik geschaffen. Unterstützt durch Entwicklungen auf dem Gebiet der numerischen Analyse der komplexen Spannungs- und Verformungsvorgänge im Gebirge, als Folge des Abbaus der Rohstofflagerstätten, konnten mit Hilfe semi-empirischer Kriterien die Grundlagen für die ingenieurmäßige gebirgsmechanische Planung von Bergwerken geschaffen werden. Vom Nutzen dieser Entwicklung zehren wir heute. Nach erfolgreichem Wiederaufbau Europas nach dem 2. Weltkrieg und dem Wiedererstarken des europäischen Wirtschaftsraumes haben sich viele europäische Länder aus dem Bergbau und damit auch der Bergbauforschung zurückgezogen. Eine direkte Folge davon ist, dass die Bergbauforschung heute vornehmlich an Universitäten erfolgt. Diese sind jedoch nur in einem begrenzten Umfang in der Lage, eine strukturierte zukunftsorientierte Bergbauforschung durchzuführen. Die wesentlichen Fortschritte auf dem Gebiet der Grundlagen der Gebirgsmechanik, des Grubenausbaus und der Bergbauplanung werden dargestellt und es wird gezeigt, wie diese die Entwicklung der modernen Gebirgsmechanik geprägt haben. Die noch offenen Fragenkomplexe, die vornehmlich multi-disziplinärer Natur sind, werden angesprochen, wobei die Frage gestellt wird, ob die Universitätsstruktur geeignet ist, diese zu lösen.

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