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09.08.2012 | Social-Media | Im Fokus | Onlineartikel

Unternehmen setzen auf Social Intranet

Autor:
Andrea Amerland

Unternehmen mit internen Social Media-Anwendungen gehören in Deutschland noch zu den Ausnahmen. Das wird sich ändern. Das Social Intranet ist das Kommunikationsmittel der Zukunft.

Bislang nutzen nur 29 Prozent der deutschen Unternehmen Social Media für die Interne Kommunikation. Allerdings wollen 64 Prozent der Betriebe innerhalb der nächsten drei Jahre solche Anwendungen einführen. 77 Prozent der Befragten finden, dass intern genutzte Social Media-Anwendungen den Betrieb für Mitarbeiter attraktiver machen. Wer bereits über Social Media-Dienste für die Interne Kommunikation verfügt, ist mit dem Intranet um 23 Prozent zufriedener als in Unternehmen ohne Social Media-Tools, so die Vorabergebnisse der Studie “Social Intranet 2012”. Die School for Communication and Management (scm) hat in Zusammenarbeit mit Hirschtec demnach Wikis, Kommentarfunktionen, Online-Umfragen und Diskussionsforen als Tools identifiziert, die Betriebe am häufigsten einsetzen. Allerdings fehlt es bei der Einführung häufig an der nötigen Strategie.

Der Einsatz von Social Software in Unternehmen

Thomas Döbler zeigt in einem Fachbuch zum Thema Social Software Grenzen und Möglichkeiten der neuen Tools auf. Inwieweit sind vernetztes Zusammenarbeiten, Publizieren und Kommunizieren mit Social Software möglich? Eine Schwierigkeit des Social Intranets ist der Wandel vom Informationskonsumenten hin zum Informationsproduzenten, den Mitarbeiter durchlaufen müssen. Dafür ist ein hohes Maß an Selbstorganisation und freiwilligem Engagement erforderlich, ein Faktor, der bei der Implementierung von Social Software häuft vergessen oder unterschätzt wird.

Wie auch das Social Web sollte das Social Intranet ein hierarchiefreier Raum sein. Nutzungsregeln und Freigabeprozesse sind für die Selbstorganisation und Eigenproduktion von unternehmensrelevanten Informationen eher kontraproduktiv. Auch Diskussionen und Kommentare sollten nur einer allgemeinen Netiquette unterliegen. Insofern ist das Social Intranet zunächst ein Experiment, auf dass sich Unternehmen offen einlassen müssen. Hier gilt, was sonst eher Gift ist: etwas mehr Laissez-faire bei der internen Kommunikation kann nicht schaden. Betriebe, die sich ein Social Intranet wünschen, müssen mit Kontrollverlust leben, allerdings nicht bei der strategischen Konzeption eines Social Intranets. Dabei stellt das Unternehmen wichtige Weichen für mehr Collaboration und Wissenstransfer, wodurch Ressourcen geschont, Kosten gesenkt und Wissenslücken ausgeglichen werden.

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