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Über dieses Buch

Lisa Marzahl widmet sich der Frage, wie Organisationen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft Umweltdiskurse beeinflussen, indem sie ihre Perspektiven, Interessen und Ziele miteinander ausspielen. In einer Fallstudie zum schleswig-holsteinischen Wattenmeer-Nationalpark zeichnet sie die Netzwerkarbeit und das Ausgleichen von Interessen zwischen Organisationen in diesem speziellen Umweltdiskurs nach und leitet daraus verschiedene Verhältnisse und Beziehungsarten sowie entscheidende Bausteine der Netzwerksteuerung ab, die für eine Zusammenarbeit von politischen Organisationen, Unternehmen sowie Umwelt- und Naturschutzverbänden im Umweltbereich entscheidend sind.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Das Thema Umwelt ist in der Öffentlichkeit seit vielen Jahren eine feste Größe. Umweltthemen wie der Klimawandel, die Energiewende oder das Artensterben stehen immer wieder im Mittelpunkt öffentlicher Diskurse. Dass die Umwelt für die Gesellschaft eine hohe Bedeutung hat, zeigen unter anderem die beiden aktuellen Bewusstseinsstudien des Bundesumweltministeriums in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Naturschutz („Naturbewusstsein 2015“ (BMUB/BFN 2016)) sowie mit dem Umweltbundesamt („Umweltbewusstsein in Deutschland 2016“ (BMUB/UBA 2017)), die sich einerseits mit Fragen des Naturschutzes und der biologischen Vielfalt und andererseits mit Umwelt- und Klimaschutz sowie Nachhaltigkeit beschäftigen.
Lisa Marzahl

Kapitel 2. Die Umwelt als Kommunikationsanlass

Zusammenfassung
Die Umwelt als Bezugspunkt gesellschaftlicher Kommunikation und die Verarbeitung von Umweltthemen in der Gesellschaft sind die Schwerpunkte dieses Kapitels. Hintergrund ist eine interdisziplinäre Sicht auf die Teilfrage, wie Umweltkommunikation bisher sozialwissenschaftlich untersucht wurde. Im Anschluss an die Herleitung des Umweltbegriffs und die Besonderheiten der Umwelt als Kommunikationsanlass (öffentliche Güter und fehlende Erfahrbarkeit), werden die wichtigsten Werke und Ansätze aus den Sozialwissenschaften zur Umweltkommunikation kurz dargestellt.
Lisa Marzahl

Kapitel 3. Perspektiven der Umweltkommunikation

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird der zweite Teil des Forschungsstandes zur Umweltkommunikation dargestellt. Welche Perspektiven können in der Umweltkommunikation unterschieden werden? Hierbei zeigt sich, dass insgesamt fünf Perspektiven in der sozialwissenschaftlichen Forschung zur Umweltkommunikation herausgestellt werden können: Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Bildung und Forschung sowie Medien.
Lisa Marzahl

Kapitel 4. Umweltkommunikation in Diskursen und Netzwerken

Zusammenfassung
Im Zuge der bisherigen Argumentation wurde durch die Aufarbeitung und Diskussion des Forschungsstandes zur Umweltkommunikation die Ausgangslage erarbeitet. Es ist deutlich geworden, dass Umweltthemen eine Vielzahl an Organisationen zusammenbringen, die jedoch unterschiedliche Interessen und Ziele verfolgen. Im nun folgenden Kapitel wird das theoretische Rüstzeug entwickelt, um in einem ersten Schritt auf theoretischer Ebene das Zusammenspiel dieser Organisationen erklären zu können.
Lisa Marzahl

Kapitel 5. Fallauswahl: Nationalpark Wattenmeer (Schleswig-Holstein)

Zusammenfassung
Dieses Kapitel widmet sich der Einführung in den Anlass der nachstehenden Untersuchung: das Großschutzgebiet Wattenmeer. Der Diskurs um dieses spezielle Umweltthema bietet die Gelegenheit unterschiedliche Organisationen und ihr Zusammenspiel zu untersuchen. Zu Beginn werden die Besonderheiten eines solchen Gebietes in Vorbereitung auf die Analyse dargestellt.
Lisa Marzahl

Kapitel 6. Forschungsdesign der empirischen Studie

Zusammenfassung
Im Anschluss an die Fallauswahl erfolgt in diesem Kapitel die Darstellung des Forschungsdesigns. Das Fallbeispiel – der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer – eröffnet den empirischen Zugang ins Feld der Umweltkommunikation. Die Fallstudie, deren komplexes Forschungsdesign im Folgenden dargestellt ist, beantwortet die Forschungsfrage wie die Diskurse um den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer durch Organisationen aus verschiedenen Gesellschaftsbereichen (Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft) in Netzwerken gesteuert werden.
Lisa Marzahl

Kapitel 7. Ergebnisse: Diskurse und Netzwerke um den Nationalpark Wattenmeer

Zusammenfassung
Das siebte Kapitel hat die Ergebnisdarstellung als Schwerpunkt. In der empirischen Studie ging es um die Frage, wie die Diskurse um den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches durch Organisationen aus verschiedenen Gesellschaftsbereichen (Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft) in Netzwerken gesteuert werden. Das nachstehende Kapitel gliedert sich abschnittsweise in die einzelnen Bestandteile der Forschungsfrage. Im Kapitel 7.1 (Stakeholder und Diskurse um den Nationalpark Wattenmeer) werden die Diskurse und im Kapitel 7.2 (Netzwerke in den Diskursen um den Nationalpark Wattenmeer) die Netzwerke um den Nationalpark Wattenmeer dargestellt.
Lisa Marzahl

Kapitel 8. Netzwerksteuerung von Umweltdiskursen

Zusammenfassung
Für die Organisationskommunikation hat der Begriff »Beziehung« eine grundlegende Bedeutung (unter anderem GRUNIG 2011; LEDINGHAM 2003; LEDINGHAM/BRUNING 1998): Public Relations in der allgemeinen Bedeutung „öffentlicher Beziehungen“ (SZYSZKA 1999, S. 132) ist in seinem Kern Beziehungsmanagement und meint etwa nach GRUNIG/HUNT (1984, S. 6) „the management of communication between an organization and ist publics“ beziehungsweise „die Planung und Steuerung von Kommunikation der Organisation mit externen und internen Bezugsgruppen“ (WEHMEIER/RAAZ 2016, S. 416). Die Dissertation hat sich der Untersuchung dieses Netzwerkmanagements speziell in Umweltdiskursen gewidmet und dabei mithilfe einer zusätzlichen Dimension der Organisationskommunikation – der »Kommunikation zwischen Organisationen« – das Zusammenspiel von Organisationen in Netzwerken untersucht.
Lisa Marzahl

Kapitel 9. Resümee und Ausblick

Zusammenfassung
Die vorliegende Studie verfolgte zwei Ziele: das erste (theoretische) Ziel war die Bearbeitung der Forschungslücke zur Umweltkommunikation in der Kommunikationswissenschaft. Mithilfe eines theoretischen Bezugsrahmens sowie einer qualitativen Fallstudie wurde ein integriertes Verständnis von Umweltkommunikation entworfen, das die jeweiligen Sichtweisen politischer und zugleich wirtschaftlicher sowie zivilgesellschaftlicher Organisationen einbezieht und sich nicht wie bisherige Forschungen auf nur eine Organisation konzentriert. Die Untersuchung hat dazu eine zusätzliche Dimension der Organisationskommunikation geöffnet: die »Kommunikation zwischen Organisationen«.
Lisa Marzahl

Backmatter

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