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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung und Ziele der Arbeit

Zusammenfassung
Nach einer jahrelangen Diskussion um die Diagnose der Lernfähigkeit und um den Begriff Schlüsseiqualifikation von Mertens (1974), die sich in einer fast endlosen Schleife an diagnostischen Untersuchungen und Diskussionen um Inhalte der Schlüsselqualifikationen drehte, ist ein praxisrelevanter Ansatz in der Anwendungsforschung angezeigt.
Martina Stangel-Meseke

1. Lerntestforschung und Lerntest

Zusammenfassung
In der Forschungsgruppe um Guthke wird seit mehr als zwei Jahrzehnten an der Entwicklung einer neuen Art von Intelligenztests gearbeitet, den sog. Lerntests. Diese Entwicklung basierte u.a. auf einer Unzufriedenheit über die Aussagekraft traditioneller Statusdiagnostik in bezug auf die Beantwortung von diagnostischen Fragen in der Praxis. Ein wesentlicher Kritikpunkt am Statuskonzept bezieht sich auf die Test-Fairness und die im Statustest implizit vorausgesetzte Chancengleichheit zum Wissens- und Fähigkeitserwerb in der individuellen Entwicklungsgeschichte, um entsprechende Leistungen in standardisierten Intelligenztestsituationen zu erbringen.
Martina Stangel-Meseke

2. Anwendungsfelder der Lernfähigkeitsdiagnostik

Zusammenfassung
Das Lerntestkonzept wurde von vielen Forschern für verschiedene Fragen in unterschiedlichen psychologischen Anwendungsfeldern eingesetzt, so in der Intelligenz-/Entwicklungsdiagnostik, pädagogischen Diagnostik, allgemeinen und Persönlichkeitspsychologie und klinischen Diagnostik.
Martina Stangel-Meseke

3. Das Konstrukt Lernfähigkeit unter lernpsychologischen Aspekten

Zusammenfassung
Aufgrund der bisherigen Analysen zur Operationalisierung und Messung der Lernfähigkeit (Kapitel 2) sowie des von mir in Kapitel 1 herausgestellten Forschungsdesiderats, dass eine genuin lernpsychologische Betrachtung des Konstrukts noch ausstehe, wird nun folgender Weg beschriften:
  • Zunächst beschäftige ich mich auf der Basis lernpsychologischer Erkenntnisse und Theorien mit den wesentlichen Aspekten des Konstrukts „Lernen“ und dessen verwandten Konstrukten (Abschnitt 3.1 - 3.3). Außer Acht lasse ich die Untersuchungen der Lernbiologie zu individuellen Unterschieden beim Lernen, die für das Lernen Erwachsener kaum Bedeutung erlangt haben. Die Darstellungen und Erörterungen in den Abschnitten 3.1 bis 3.3 erlauben eine abschließende Definition des Konstrukts Lernfähigkeit in Abschnitt 3.4.
Martina Stangel-Meseke

4. Forschungsinstrument zur Lernfähigkeit: Fragebogen zum Lernen lernen (FLL)

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden zuerst die grundlegenden Überlegungen für die Konstruktion des Fragebogens zum Lernen lernen (FLL), die sich aus meiner in Kapitel 3 theoretisch abgeleiteten Definition von Lernen und Lernfähigkeit ergeben, dargelegt (4.1). Dann folgen meine Überlegungen zur Operationalisierung der Lernfähigkeit, die in einem Forschungsinstrument zur Erfassung bzw. Abbildung der Lernfähigkeit, dem FLL, münden. Diese Überlegungen basieren auf meinen theoretisch und empirisch orientierten Darlegungen zum Lernen und zur Lernfähigkeit (s. Kapitel 3). Zusätzlich werden vorhandene Testinstrumente zum Thema Lernen oder lernrelevante Aspekte vorgestellt, die in die Itemkonstruktion des FLL einflössen (4.2). Dann werden die einzelnen Entwicklungsstufen des Fragebogens skizziert und alle Analysen bis zu seiner Endfassung berichtet (4.3). Der erste Datenerhebungszeitraum betrug zwei Jahre (1997 bis 1999) und bezieht sich auf eine Stichprobe von 1.051 Personen, eine Nacherhebung erfolgte im Jahr 2003 an einer heterogenen Stichprobe von 179 Personen, so dass die Gesamtstichprobe 1.230 Personen umfasst.
Martina Stangel-Meseke

5. Das modifizierte Lerntestkonzept

Zusammenfassung
Die Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft führen in Organisationen und Unternehmen verstärkt zu Diskussionen um das Lernen der Mitarbeiter, insbesondere um die Selbstregulation des Lernens. Mit Fokus auf die Anforderungen der Arbeitswelt und die Zielsetzung dieser Arbeit wird unter Berücksichtigung der bisherigen Analysen zum Lerntestkonzept ein diagnostisches Vorgehen vorgestellt, das meine Überlegungen zur Selbsteinschätzung der Lernfähigkeit Erwachsener integriert. Dazu werden die Anforderungen der modernen Arbeitswelt skizziert, die das Lernen als Meta-Qualifikation begründen, sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für die betriebliche Personalentwicklung (5.1). Die auf dem Lerntestkonzept basierenden Überlegungen in der Forschung zum Assessment Center (AC) werden als Antwort auf die sich ändernden Arbeitsbedingungen vorgestellt und diskutiert. Auf der Grundlage der Bewertung der bisherigen Befunde zur Lernfähigkeit (Kapitel 2, 3) und den Ansätzen zum Lernpotential-AC wird das Design meines modifizierten Lerntestkonzepts vorgestellt und auf das AC übertragen (5.2). Die wesentlichen Bestandteile des modifizierten Lernpotential-AC (LPAC) sowie deren theoretische Hintergründe werden in 5.3 erläutert. In 5.4 wird eine Pilotstudie als Prototyp für die Durchführung des modifizierten LPAC in allen ihren Bestandteilen vorgestellt. Die kritische Würdigung dieser Studie erfolgt in 5.5. Daran anschließend werden verschiedene Untersuchungen zu Bestandteilen des modifzierten LPAC berichtet (5.6). Die neueren Erkenntnisse aus diesen Studien führten zu einer weiteren Studie zum modifzierten LPAC in 2003/2004 mit Mitarbeitern einer mittelständischen Unternehmung (5.7).
Martina Stangel-Meseke

6. Forschungsprogramm zum Konstrukt Lernfähigkeit und kritische Würdigung des Forschungsansatzes

Zusammenfassung
Mein Forschungsansatz, ein Forschungsinstrument zur Erfassung der Lernfähigkeit zu entwickeln, das die verschiedenen Facetten des Lernverhaltens abbildet und ferner den Lerntestansatz in modifizierter Weise auf Fragen innovativer PE anzuwenden gestattet, gibt in vielerlei Hinsicht Anstoß zu weiterer Forschung zum Konstrukt Lernfähigkeit.
Martina Stangel-Meseke

Zusammenfassung

Zusammenfassung
Die Analysen zum Lerntestkonzept von Guthke (Guthke, 1972) ergaben, dass dieser viel beachtete und empirisch belegte psychometrische Ansatz eindrucksvoll die Lücke in der psychologischen Diagnostik von der nach wie vor zu stark betonten Statusdiagnostik hin zu einer verstehenden Prozessdiagnostik mit verhaltens-modifikatorischer Interventionsmöglichkeit oder Interventionsfunktion schließt.
Martina Stangel-Meseke

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