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11.03.2019 | Verwaltungsmanagement | Nachricht | Online-Artikel

Verwaltung hinkt bei der Digitalisierung hinterher

verfasst von: Alexander Ebert

2 Min. Lesedauer
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Die Öffentliche Verwaltung läuft der Digitalisierung hinterher, zeigt eine aktuelle Studie. Danach fehlen dem Öffentlichen Sektor fachliche Kompetenzen und Personal, um sich vom Papier zu lösen. 

Gewerbe anmelden, Ausweis verlängern, Wohnort ummelden – viele Behördengänge könnten online sowohl bürgerfreundlicher als auch effizienter sein. Doch gerade die Öffentliche Verwaltung hinkt anderen Branchen teils meilenweit hinterher. Denn die Digitalisierung erfordert geschultes Fachpersonal. Doch schon bei der einschlägigen Weiterbildung des aktuellen Personalbestandes hapert es gewaltig.   

Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung von insgesamt 405 Beschäftigten verschiedener Branchen, darunter 108 Arbeitnehmer des Öffentlichen Dienstes, die der Personaldienstleister Randstad in Auftrag gegeben hatte. Die Erhebung wurde im Herbst 2018 durchgeführt. 

Nur jeder Dritte wird weitergebildet

Danach bildet die Öffentliche Verwaltung das Schlusslicht im Ranking von sieben Branchen: "Nur 39 Prozent der Befragten im Öffentlichen Dienst berichten, dass ihr Arbeitgeber die Beschäftigten in Digitalkompetenzen weiterbildet. Dabei gäbe es genau dort auf dem Weg in die digitale Gesellschaft viel zu tun", so die Studie. Zum Vergleich: Der IT-Sektor bildet 63 Prozent der Beschäftigten weiter, die Automobil- und Luftfahrtindustrie 61 Prozent und der Finanzsektor 43 Prozent.

Unterlagen noch auf Papier

Die Bundesregierung hat als Teil der "Digitalen Agenda" das Regierungsprogramm "Digitale Verwaltung 2020" vorgelegt;. Die Umsetzung stockt jedoch: "Die digitale Transformation der Verwaltung läuft in Deutschland nur schleppend an – Behörden klagen über Unterlagen auf Papier, veraltete technische Ausstattung und mangelnde Vernetzung untereinander", so die Studie. Hinzu kommt, dass viele öffentliche Stellen in Deutschland an Personalmangel litten.

Digitale Weiterbildung notwendig

Was tun? Junge Talente durch moderne Arbeitsplätze werben, lautet die zentrale Randstad-Botschaft. "Durch mehr digitale Weiterbildung kann der Öffentliche Dienst seine Mitarbeiter besser fördern und sich gleichzeitig als attraktiverer und moderner Arbeitgeber positionieren", so Dr. Christoph Kahlenberg, Leiter der Randstad- Akademie. Ohne digitale Weiterbildung sei der Öffentliche Dienst für junge Menschen weder als Arbeits- noch als Ausbildungsort attraktiv.

Möglichkeiten zur Weiterqualifizierung seien aber nicht nur für junge Menschen ein wichtiger Faktor bei der Wahl des Arbeitgebers: Bildung erhalte auf Dauer die Erwerbsfähigkeit und das sei auch für eine zunehmend alternde Belegschaft von Bedeutung. "Und natürlich ist es heute auch nicht mehr zeitgemäß, mit viel Papier und Faxgerät zu arbeiten anstatt am digitalen Arbeitsplatz", so Kahlenberg.

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