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05.06.2018 | Werkstoffe | Nachricht | Onlineartikel

TU Wien entwickelt selbsthärtendes Epoxidharz

Autor:
Patrick Schäfer

An der TU Wien wurde eine Spezialformel für ein selbsthärtendes Epoxidharz entwickelt. Es soll in faserverstärkten Komposites im Flugzeug-, Auto- oder Schiffsbau zum Einsatz kommen.

Die TU Wien hat ein Epoxidharz patentieren lassen, das sich unter Lichteinfluss verändert. Das Spezialharz fängt dann an, sich zu verfestigen und nimmt dabei eine dunkle Farbe an. Die Forschungsgruppe von Prof. Robert Liska (Institut für Angewandte Synthesechemie, TU Wien) hat dafür Zusatzstoffe erforscht, die man gewöhnlichem Epoxidharz hinzufügen kann. Das ermöglicht eine gezielte Aushärtung auf Knopfdruck. "Wir entwickeln spezielle Verbindungen, bei denen durch Licht eine chemische Reaktion ausgelöst wird", erklärt Robert Liska. "Das kann ein heller Blitz sichtbaren Lichts sein, wir haben auch Verbindungen, die nur auf UV-Licht reagieren." 

An der Stelle, an der das Licht auf das Harz trifft, startet eine Wärme freisetzende Reaktion, die sich auf die gesamte Masse ausbreitet. Diese lichtgestartete Selbstaushärtung kann sogar unter Wasser ablaufen. Das würde den Einsatz des Spezialklebers auch bei der Sanierung von Rohrleitungen oder Bauwerken, die unter Wasser stehen, ermöglichen. Das selbsthärtende Epoxidharz kann ebenso in Verbindung mit Kohlenfasern oder Kohlenfasermatten verwendet werden und eignet sich somit auch für Leichtbau im Automotive-Bereich.

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