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26.04.2018 | Antriebsstrang | Nachricht | Onlineartikel

List: "Schadstoffe werden keine Hürde darstellen"

Autor:
Thomas Schneider

Der RDE-Zyklus stellt für den Verbrennungsmotor einen Paradigmenwechsel dar. In Verbindung mit synthetischen Kraftstoffen ergibt sich das Potenzial für schadstofffreie und CO 2-neutrale Mobilität.

Das sind die positiven Botschaften der Keynote von Professor Dr. Helmut List, Vorsitzender der Geschäftsführung von AVL, auf dem Wiener Motorensymposium 2018. Die Hybridisierung biete weitere Effizienzgewinne und sogar die Möglichkeit einer "Zero Impact Emission". Alles im Lot also? Mitnichten, denn damit sich E-Fuels auch als kurzfristig wirksame – weil auf die Bestandsflotte anwendbare Lösung – etablieren können, müssen sie bei den Flottenverbrauchs-Zielen angemessen berücksichtigt werden. Und davon ist die Politik momentan noch nicht zu überzeugen. 

Auch werden weitere Chancen nicht genutzt: "Leider wird CNG nicht ausreichend vom Markt angenommen", mahnt List. Vergleichsweise einfach zu hebende Chancen zur Reduzierung von CO2- und Schadstoffemissionen bleiben so ungenutzt. Dennoch kommt der AVL-Chef zu dem Schluss, dass Schadstoffe keine Hürde darstellen werden. Bereits die Durchsetzung von RDE führe zu "Verbesserungen um den Faktor fünf, in Einzelfällen gar um den Faktor zehn". Natürlich werde der Anteil von reinen Verbrennungsmotoren in den kommenden Jahren und Jahrzenten zurückgehen, aber "wir können es uns nicht leisten, ihn aus dem Wettbewerb ganz herauszunehmen", stellt List fest.

Ebenfalls nicht außen vor lassen sollte man Russland, fordert Professor KR Ing. Siegfried Wolf, Verwaltungsratsvorsitzender Russian Machines LLC in Mokau, in seiner Keynote "Russland, ein schlafender Riese". Insbesondere die Sanktionen gegen Russland müssen seiner Ansicht nach ein Ende haben, letztlich schadeten sie auch und insbesondere Europa, dem größten Handelspartner.  

Die Revolution im Transport-Sektor kommt

Wie sehr sich der Transport in naher Zukunft verändern wird, stellte Anders Nielsen, Chief Technical Officer bei Volkswagen Truck & Bus, in seiner Keynote heraus. Die Digitalisierung sieht er als dritte Phase einer Transformation. Sie folgt auf die stetige Erhöhung von Geschwindigkeit, Lasten und Leistung, sowie die Verringerung der TCO und der Einhaltung von Emissionsgrenzen. Connectivity sieht der Schwede als Startpunkt für einen grundlegenden Wandel, wenn es gelingt, cloudbasierte, offene und herstellerunabhängige Plattformen zu etablieren. Dazu kommen als Kernelemente die Automatisierung und Elektrifizierung. Bei den Antrieben werde es ein Wettrennen geben, an dem der Diesel-, Otto- und elektrische Motor teilnehmen. "In den kommenden Jahren wird sich offenbaren, wer gewinnt", sagt Nielsen. Bereits jetzt aber stehe fest: "Die Revolution kommt." 

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