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06.12.2013 | Automobilelektronik + Software | Im Fokus | Onlineartikel

Halbleiterhersteller lieben die Elektromobilität

Autor:
Andreas Burkert

Die Elektromobilität ist für die Halbleiterbranche ein Segen. Mit jedem Kilowatt Antriebsleistung klingelt die Kasse. Und weil die Autos künftig miteinander vernetzt werden, freuen sich nicht nur die Hersteller Automobil-spezifischer Leistungshalbleiter.

"Die Elektronik und die Mikroelektronik für den Automobileinsatz wachsen langfristig schneller als die Zahl der neu produzierten Kraftfahrzeuge", erzählt Peter Gresch anlässlich des 8. ZVEI-Kompetenztreffens Automobilelektronik in München. Gresch ist Vorsitzender des ZVEI-Automotive-Steuerkreises und kennt auch die Gründe für das Wachstum. Neben der Elektrifizierung des Antriebsstrang sind es die vernetzte Mobilität und das automatisierte Fahren. Vor allem von der Elektrifizierung des Antriebsstrangs profitieren die Halbleiterunternehmen, die Leistungsbausteine für hohe Ströme entwickeln. Dies zeigt eine Untersuchung von Bosch.

Insgesamt werden für elektronische Bauelemente in 2013 rund 7,45 Milliarden Euro allein für Anwendungen in der Kfz-Elektronik ausgegeben. So viel wie für keinen anderen Bereich. Für das kommende Jahr hält der ZVEI sogar 7,72 Milliarden Euro für möglich. Das wäre dann ein Wachstum von mehr als fünf Prozent gegenüber 2012. Und wer die Zahlen von 2000 als Basis nimmt, kommt auf 73 Prozent Wachstum innerhalb von zwölf Jahren. Die Zahlen gelten übrigens nur für Deutschland. Weltweit ist der Markt für Kfz-Elektronik in der Zeit um 145 Prozent gewachsen. Damit hängt dieses Segment alle anderen Bereiche wie Industrie, Konsumelektronik und Kommunikation ab.

Das Wachstum generiert sich dabei aus allen Kfz-Applikationen. Die höchsten Werte rechnet der ZVEI dabei dem Antriebsstrang zu. Für etwa 8,7 Milliarden Euro wurden dort 2012 Halbleiter benötigt.

In fünf Jahren sind dies bereits 13,1 Milliarden Euro. Solch "traumhafte" Zuwachsraten für die kommenden Jahre erwartet auch Bosch für die Leistungselektronik. Denn in 2020 werden mehr als zwölf Millionen Fahrzeuge mit einem elektrischen Antriebsstrang (EV, PHEV, HEV) auf den Markt kommen.

Von dem Hype elektronisch aufgerüsteter Fahrzeuge profitieren heute nahezu alle Unternehmen, die elektronische Bauteile herstellen. Darunter vor allem die Top Ten der Branche.

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Quelle:
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