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09.12.2015 | Baubetrieb | Im Fokus | Onlineartikel

Weiter steigende Preise auf dem Immobilienmarkt

Autor:
Christoph Berger

2014 hat das Investitionsvolumen auf dem Immobilienmarkt den höchsten Stand seit 2007 erreicht. Vor allem Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäusern wurden nachgefragt. Diese Entwicklung dürfte sich laut den amtlichen Gutachterausschüssen in Deutschland auch in Zukunft fortsetzen.

900.000 Immobilien im Wert von 191 Milliarden Euro sind 2014 deutschlandweit verkauft worden. Das geht aus dem aktuellen Immobilienmarktbericht 2015 hervor, den die Amtlichen Gutachterausschüsse für Grundstückswerte in Deutschland in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) erstellt haben und der am 7. Dezember 2015 in Berlin vorgestellt wurde.

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Damit hat das Investitionsvolumen den höchsten Stand seit 2007 erreicht – wobei gerade seit 2009 die Investitionsvolumina für den Kauf von Immobilien jährlich um acht Prozent angestiegen sind.

Der Wohnungsmarkt dominiert bei den Investitionen

Klar dominierend bei den Investitionen war der Wohnungsmarkt: 130 Milliarden beziehungsweise 75 Prozent der getätigten Investitionen entfielen auf Eigentumswohnungen und Eigenheime. Zwischen 2009 und 2014 legte der Geldumsatz bei Eigenheimen um jährlich 5,5 Prozent zu, bei Eigentumswohnungen sogar um 10,3 Prozent. Und während die Kaufpreise von Eigenheimen im selben Zeitraum um 3,3 Prozent im Jahr zulegten, waren es bei den Eigentumswohnungen 2,7 Prozent. Zudem wurde auch ein deutliches Plus der Kaufinvestitionssummen bei Mehrfamilienhäusern festgestellt.

Von den ansteigenden Preisen sind laut den Ergebnissen vor allem die Großstädte betroffen. War die Preisentwicklung dort bis 2009 nahezu konstant, kam es in den darauffolgenden Jahren zu jährlichen Preiszuwächsen von durchschnittlich zehn Prozent. Und laut Siegmar Liebig, Sprecher des Arbeitskreises der Gutachterausschüsse, dürfte sich diese Entwicklung fortsetzen. Er sagte bei der Vorstellung des Berichts: „Die Preisentwicklung auf dem Wohnimmobilienmarkt dürfte sich weiter fortsetzen. Für Städte und Regionen mit steigenden Bevölkerungszahlen erwarten wir weiter steigende Preise.“

München führt die Listen an

Die höchsten durchschnittlichen Kaufpreise pro Quadratmeter Wohnfläche für Ein- und Zweifamilienhäuser wurden 2014 übrigens in München (7.200 Euro), dem Landkreis Dachau (4.200 Euro) und Düsseldorf (4.000 Euro) erzielt. Niedrige Wohnflächenpreise von 500 Euro pro Quadratmeter wurden zum Beispiel in den Landkreisen Mansfeld-Südharz (Sachsen-Anhalt), im Kyffhäuserkreis (Thüringen) oder Osterode am Harz (Niedersachsen) registriert.

Auch im Bereich der Eigentumswohnungen wurden die höchsten durchschnittlichen Kaufpreise pro Quadratmeter Wohnfläche in München (4.200 Euro) festgestellt. Es folgten Sylt (3.950 Euro), Starnberg (3.850 Euro) und Wohnungen auf den ostfriesischen Inseln (3.450 Euro).

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