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2014 | OriginalPaper | Buchkapitel

4. Business Modeling für Entrepreneure und Intrapreneure mittels der Speed Creation

verfasst von : Andreas Rusnjak, Timur Ercan

Erschienen in: Kompendium Geschäftsmodell-Innovation

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Zusammenfassung

Business Models beschreiben in einer einheitlichen Art und Weise, über wichtige, allgemeingültige Komponenten hinweg, die Architektur der Wertschöpfung von Unternehmen, Gütern oder Dienstleistungen. Dabei ist das Business Modeling selbst nicht neu. Die Verwendung des Business Model-Begriff lässt sich bereits auf die Mitte des letzten Jahrhunderts zurückführen. Es sind neue Ansätze wie Lean-Startup, Effectuation/Creaction, Design Thinking, User-Driven Innovation, welche vor allem in Kombination mit den neuen Medien dafür gesorgt haben, dass das Business Modeling in den letzten Jahren wieder eine stetig wachsende Aufmerksamkeit in Wirtschaft und Wissenschaft erfahren hat. Deutsche Startups wie bspw. mymuesli, zalando, mytaxi, blinklist, motomodo etc. zeigen wie heutzutage schnell, agil und nachhaltig Business Models am Markt etabliert werden können. Dabei setzen sie auch etablierte Unternehmen bzw. Konzerne unter Druck und nicht zuletzt versuchen diese wiederum, mit mehr oder weniger gutem Erfolg, die Vorgehensweise junger, dynamischer Unternehmen zu adaptieren oder durch Zukäufe ambitionierter Startups zu integrieren.
Dieser Beitrag beschreibt mit der Speed Creation ein, in der Praxis erprobtes, Vorgehensmodell zur Entwicklung bzw. Transformation von Business Models. Die Speed Creation kann als inkubierende Projektmethode verstanden werden, die es einen interdisziplinär zusammengesetzten Team erlaubt, in zwei bis drei Workshop-Tagen, bis zu 80 % der Anforderungen an ein Business Model zu entwickeln. Sie hilft Fehler in frühen Phasen der Entwicklung zu vermeiden bzw. zu reduzieren, die wichtigsten Kundenanforderungen zu erfassen und richtig zu priorisieren, ein besseres Commitment über alle beteiligten Unternehmensbereiche zu erreichen und ermöglicht neben einer besseren Kommunikation aller Beteiligten auch eine nahtlose bzw. unmittelbare Ausrichtung an die Strategie eines Unternehmens. Eine einheitliche Business Modeling Notation hift bei der Dokumentation und Weiterbearbeitung von Geschäftsmodellen.
Fußnoten
1
Erstellung eines Anforderungskataloges in fünf bis sieben Monaten statt in zwei bis drei Monaten.
 
2
Software-Engineering, System-Engineering etc.
 
3
z.B. Korrekturmaßnahmen, Exit, Fortführung mit höherem Investment, o. ä.
 
4
In enger Kooperation zwischen Matthias Pohle und Andreas Rusnjak.
 
5
Die Swisscom wird in diesem Fall als Black-Box betrachtet und nur die Kundeninteraktion erfasst.
 
6
Zusammenkunft am Ende des ersten Tages.
 
7
Zusammenkunft am Ende des zweiten Tages.
 
8
Optimal, da Personen mit direktem Kundenkontakt.
 
9
Word-Dokument welches die wichtigsten Early- und Late-Requirements sowie Mockups, Use Cases und relevante Metriken enthält.
 
10
Im Vergleich zu Osterwalder enthält dieses Poster den NABC-Approach als zentrales Element zur Beschreibung der Value Proposition und mit Blick auf die Ableitung zentraler Maßnahmen die Komponenten Vision, Mission, Erfolgsfaktoren (intern/extern) und Strategie (ressourcen-/marktorientiert).
 
15
In 72h kann ein Level an Anforderungen und Dokumentation geschaffen werden, für den es beim klassischen Ansatz in einem vergleichbaren Projekt bis zu 6 Monate dauern kann (Pohle 2011).
 
16
Im klassischen Ansatz verbleiben die Mitarbeiter in ihren Linien.
 
17
an die jeweiligen Bedürfnisse des Projekts.
 
18
außerhalb der gewohnten vier Wände.
 
19
In der nachfolgenden Feasibility-Phase können sie sich teilweise wiederum als essentiell erweisen.
 
20
gegenüber vergleichbaren Projekten im klassischen PEP.
 
Literatur
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Metadaten
Titel
Business Modeling für Entrepreneure und Intrapreneure mittels der Speed Creation
verfasst von
Andreas Rusnjak
Timur Ercan
Copyright-Jahr
2014
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-04459-6_4

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