Skip to main content
main-content

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

Einleitung

Zusammenfassung
Während des ganzen Jahres 2009 wurde überall auf der Welt der 200. Geburtstag von Charles Darwin gefeiert. Aus diesem Anlass wurde auch heftig über seine Ideen und seine Bücher, insbesondere über sein vor 150 Jahren erschienenes epochales Werk „On the origin of species by means of natural selection“, diskutiert. Dadurch erhielt die Evolutionstheorie eine breite Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Gleichzeitig ereignete sich eine Wirtschaftskrise, wie die Welt sie in diesem Ausmaß nach dem 2. Weltkrieg noch nicht erlebt hatte und deren Folgen uns noch lange beschäftigen werden. Beides zusammen führte zu einem breiten Interesse der Öffentlichkeit für das Thema Lernen aus Naturprozessen und Evolution für wirtschaftliches Handeln. Die Tatsache, dass die Wirtschaftskrise von den meisten Wirtschaftswissenschaftlern nicht vorhergesehen wurde, stellte die traditionelle Wirtschaftslehre und lineare Planungskonzepte in Frage und förderte die Bereitschaft, sich auch in diesem Umfeld mit evolutionären Konzepten auseinanderzusetzen.
Klaus-Stephan Otto, Thomas Speck

Wie Organisationen und Menschen sich evolutionär entwickeln

Frontmatter

Mit Evolutionsmanagement Krisen erfolgreich durchsteuern

Zusammenfassung
Es ist noch gar nicht so lange her, da wurden wir mit unserem Ansatz „Evolutionsmanagement - von der Natur für die Wirtschaft lernen“ von vielen belächelt. Das hat sich geändert. Eine Reihe von Ereignissen macht die in der Wirtschaft agierenden Menschen heute nachdenklich und fördert die Diskussion alternativer Ansätze.
Klaus-Stephan Otto

Krisen als Chance: Lernen aus der Evolution

Ökonomie und Evolution als komplexe Systeme
Zusammenfassung
Was hat der DAX mit dem Aussterben von Tierarten zu tun? Inwiefern kann die globale Finanzkrise mit einem Massenaussterben in ferner Vergangenheit verglichen werden? Natürlich liegen Ähnlichkeiten ebenso wie Unterschiede auf der Hand. Unter den Ähnlichkeiten könnte man den Wettbewerb herausstellen, der Wirtschafts- und Evolutionsmustern zugrunde liegt. Bei den Unterschieden fallen neben der unterschiedlichen Währung – Geld oder Leben – die scheinbar ganz anderen Prozesse ins Auge: Bewusste Entscheidungen und zielstrebige Optimierung auf der einen, zufällige Variation, Mutation und individuelle Selektion auf der anderen Seite. Aber das trifft nicht den Kern. Die wirkliche und entscheidende Gemeinsamkeit liegt in der Komplexität von Wirtschaftskreisläufen und Biosphäre begründet.
Wolfgang Kießling

Innovation. Gerechtigkeit. Zukunft. – Nachhaltige Unternehmens- und Personalentwicklung

Zusammenfassung
Das Zitat zielt auf die weit verbreitete Ungeduld. Dabei braucht es gerade Geduld für die Personalentwicklung in Unternehmen. Dieser Bereich ist kein Feld für Blitzaktionen, für hektisches Hin und Her. Wer Personalpolitik und -entwicklung betreibt, braucht eine „ruhige Hand“, vernünftige Planungszeiten, eine Perspektive und muss abwarten können, wie sich etwas entwickelt, also wie es wächst.
Edeltraud Glänzer

Organisches Management

Frontmatter

Systemisch-evolutionäres Management

Zusammenfassung
Wie wir wissen, sind wir sowohl durch die kulturelle Evolution beeinflusst – Richard Dawkins prägte dafür den Begriff der Meme, in Anlehnung an die Gene – als auch durch unsere natürlichen Dispositionen. Um keine utopische oder allzu idealistische Sichtweise des Menschen und seiner Möglichkeiten zu entwerfen, ist es sinnvoll, einen Blick auf die natürliche Evolution und ihre Gesetzmäßigkeiten zu werfen, um daraus auch Rückschlüsse für erfolgreiches Management zu ziehen.
Cyrus Achouri

Bakterien, Business und Pfeifhasen – Was Führungskräfte von der Natur lernen können

Zusammenfassung
Alexander Dibelius, Deutschland-Chef der Investmentbank Goldman-Sachs, erklärte kürzlich in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung zur aktuellen Finanzkrise: „Dass exponentielle Entwicklungen auf Dauer nicht durchzuhalten sind, lehrt schon die Biologie. Eine Bakterienkultur kann für eine gewisse Zeit exponentiell wachsen, aber irgendwann reicht der Nährstoff nicht mehr und sie bricht plötzlich zusammen. Man tut sich jedoch schwer zu erkennen, wann solch eine Entwicklung endet, wenn man selbst mitten drin steckt.
Matthias Nöllke

Warum Konkurrenz die Basis von Teamwork ist

Die Strukturlogik des gemeinsamen Handelns
Zusammenfassung
Die Entwicklung des Lebens ist ohne Konkurrenz nicht denkbar, denn Nahrung und Fortpflanzungspartner waren unter natürlichen Lebensbedingungen nicht im Überfluss vorhanden; sie waren vielmehr notorisch knappe Güter. Individuen, die sich unter der Bedingung der Knappheit höflich zurückhielten, hatten das Nachsehen, denn ihnen blieb im Wettbewerbsgeschehen sowohl die notwendige Energiezufuhr versagt als auch die Möglichkeit, ihre eigenen Gene an die nächste Generation zu vererben. Es zeigt sich: Der Wettbewerb um knappe Ressourcen war und ist ein wesentlicher Treiber der Evolution. Und nicht nur das: Konkurrenz und ihre Ausgestaltung ist auch ein starker Motor der kulturellen Entwicklung. Im Sachsenspiegel ist das Wettbewerbsprinzip als Verfahrensgrundsatz kodifiziert: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“ Er legte die Folge fest, in der die Bauern bei der Getreideverarbeitung in der Mühle an die Reihe kommen. In der Regelung, wie das knappe Gut, Getreide zu mahlen, zugeteilt wird, folgt das gesetzte Recht der naturgeschichtlich herausgebildeten Funktion der Konkurrenz: Wer schneller ist als die anderen, erwirbt sich ein Anrecht darauf, als erster auf die Ressource zuzugreifen.
Klaus Dehner

Innovation à la Nature

Frontmatter

Sind Prozesse aus der Natur auf Wirtschaftsprozesse übertragbar?

Zusammenfassung
Bionik, eine Cross-over-Disziplin zwischen Biologie und Technik, hat sich in den letzten Jahren einen Spitzenplatz unter den modernen Technowissenschaften erobert. Diese herausragende Position verdankt sie nicht zuletzt ihrem hohen Anwendungscharakter, der stark ausgebildeten Interdisziplinarität und vor allem ihrem immensen Innovationspotenzial. In den Frühphasen war das Arbeitsfeld der Bionik im Wesentlichen zwischen Naturund Ingenieurwissenschaften angesiedelt. Aktuell erweitert sich das Suchfeld ebenso wie die Akteure jedoch beständig. So umfasst diese Disziplin inzwischen auch Fachgebiete wie Architektur und Design sowie Wirtschaftswissenschaften, hier derzeit mit besonderem Fokus auf Logistik.
Antonia B. Kesel

Von der RNA zum ROI – Biologisch inspirierte Innovationen bei Konsumgütern

Zusammenfassung
Bei der Entwicklung von schnelllebigen Konsumgütern wie Wasch- und Reinigungsmitteln ist es notwendig, ständig auf Marktanforderungen und Verbraucherbedürfnisse zu reagieren oder anders ausgedrückt: den Markterfolg durch Innovationen langfristig zu sichern. In dieser Hinsicht unterscheidet sich die Situation eines Produktes im Markt nicht wesentlich von der eines Lebewesens in der Natur: In wechselnden Umweltbedingungen wird diejenige Spezies überleben, die am besten an die herrschenden Bedürfnisse angepasst ist.
Dirk Bockmühl

Prozessketten in Natur und Wirtschaft

Bionik – Interdisziplinarität und Vernetzung als Grundlage für innovative bioinspirierte Materialien und Technologien
Zusammenfassung
Bionik ist ein Kunstwort aus den Begriffen Biologie und Technik, das erstmals 1960 von Jack Steele verwendet wurde („bionics“). Bionik hat in den letzten zehn Jahren sowohl im Forschungs- als auch im Anwendungsbereich einen großen Aufschwung erlebt. Dies spiegelt sich neben einer Vielzahl von bionischen Forschungs- und Entwicklungsprojekten auch in der Tatsache wider, dass der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) seit 2007 Richtlinien zu verschiedenen bionischen Themenbereichen erarbeitet. In der in Vorbereitung befindlichen Rahmenrichtlinie wird Bionik wie folgt definiert: „Bionik verbindet Biologie und Technik mit dem Ziel durch Abstraktion, Übertragung und Anwendung von Erkenntnissen, die durch interdisziplinäre Zusammenarbeit an biologischen Vorbildern gewonnenen werden, technische Fragestellungen zu lüsen“ (VDI 6220: Bionik Rahmenrichtlinie). Hierbei handelt es sich nicht um eine direkte Übertragung aus der Biologie in die Technik, sondern um ein kreatives Umsetzen von Anregungen aus der Biologie in die Technik. Bionik ist ein durch die Natur angeregtes „Neuerfinden“, das in der Regel über mehrere Abstraktions- und Modifikationsschritte abläuft. Bionik ist hochgradig interdisziplinär und basiert auf der Zusammenarbeit von Fachleuten aus unterschiedlichen Forschungsrichtungen (Speck, T., Speck, O. 2008a und Speck, T., Speck, O. 2008b).
Thomas Speck, Rainer Erb

BIONOS ressourceneffiziente Gestaltung von Wertschöpfungsketten durch Bionik

Zusammenfassung
Als zentrale Themen des 21. Jahrhunderts werden die Ressourcenverknappung und der Klimawandel das zukünftige Wirtschaften entscheidend beeinflussen und verändern. Zeitnahes und vor allem wirkungsvolles Handeln mit der Gewährleistung von substantiellen Ergebnissen wird daher zunehmend wichtig. Die Erkenntnisse aus BIONOS sollen genau diese Handlungslücke bei Unternehmen schließen.
Peer Seipold

Schwarmintelligenz und Beteiligung

Frontmatter

Kollektives Verhalten und Schwarmintelligenz

Zusammenfassung
Kollektives Verhalten und Konsensentscheidungen sind Themen, mit denen sich die Sozialwissenschaften schon seit längerer Zeit beschäftigen. In der Biologie und insbesondere in der Verhaltensforschung sind dies relativ neue Themen, die in Bezug auf Wirbeltiere erst seit einigen Jahren aktuell sind. Hierbei ist anzumerken, dass die biologische Sichtweise sich von der sozialwissenschaftlichen in einigen Punkten unterscheidet, weil evolutionsbiologische Ansätze eine große Rolle spielen und auch neue Erkenntnisse aus dem Bereich der Selbstorganisation einfließen.
Jens Krause, Stefan Krause

Naturinspirierte Verfahren in der Informatik am Beispiel der Verkehrssteuerung

Zusammenfassung
Informationstechnische Systeme sind seit einiger Zeit zwei großen Trends unterworfen. Erstens werden die Systeme selbst immer komplexer. Zwar wird das Einzelgerät immer kleiner und mobiler, um aber alle gewünschten Aufgaben erfüllen zu können, muss es sich immer stärker mit anderen Geräten vernetzen. Ein typisches Beispiel sind moderne PDAs, die eine Vielzahl von Aufgaben erfüllen müssen und entsprechend auch einige Anforderungen an die IT-Kenntnisse des Anwenders stellen. Zweitens müssen solche Systeme in einer zunehmend komplexer werdenden Umwelt agieren. Es ist klar zu beobachten, dass die ursprünglich unter Laborbedingungen – wenn man Büroarbeitsplätze mit der ständigen Verfügbarkeit von Administrationskräften als solche beschreiben will – eingesetzten Maschinen zunehmend „in die freie Wildbahn“ entlassen werden. Damit darf man nicht nur an PDAs etc. denken, sondern auch an noch nicht sehr weit verbreitete, aber dennoch zunehmend wichtige Technologien wie drahtlose Sensornetze. Die Vorstellung ist, dass solche Netze beispielsweise in unzugänglichen Umgebungen ausgebracht werden und dann jahrelang unüberwacht ihre jeweiligen Aufgaben erfüllen.
Stefan Fischer

Beteiligungsorientierte Prozesse in der gewerkschaftlichen Arbeit

Zusammenfassung
Das Thema Beteiligung hat Konjunktur. Offenbar geben veränderte Rahmenbedingungen und Herausforderungen einen neuen Schub, die Beteiligungsdebatte – die es seit vielen Jahren gibt – fortzuführen und neu zu beleben. Die Impulse kommen vielfach aus der Praxis. Sie kommen schon lange aus den Sozialwissenschaften und sie kommen nun auch verstärkt aus der naturwissenschaftlichen Forschung. So wird u. a. von „Schwarmintelligenz“ gesprochen, wenn in selbstorganisierten Prozessen durch direkte Kommunikation und Interaktion kollektive Problemlösungen möglich werden, die Einzelne nicht vollbringen könnten. Inwiefern dieses Konzept die Beteiligungsdebatte befruchtet, ist noch offen. Auf jeden Fall gibt es bemerkenswerte Bezüge. Am Schluss dieses Beitrags wird in aller Kürze darauf eingegangen.
Hans Herzer

Neurobiologie der Kunden

Frontmatter

Der Mehrwert der Hirnforschung für das Marketing

Zusammenfassung
Es wird aktuell unter dem Schlagwort „Neuromarketing“ viel über den Mehrwert der Hirnforschung für das Marketing diskutiert. Tatsächlich wurde durch die Hirnforschung in den letzten 15 Jahren mehr über die Funktionsweise des Gehirns gelernt als in den 100 Jahren davor. Der Erkenntnissprung liegt insbesondere an neuen Messverfahren wie etwa der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT), mit denen erstmals das Gehirn „live“ bei der Arbeit beobachtet werden kann – etwa wenn Menschen ihre Lieblingsmarken, Werbespots, Rabattsymbole oder Produktdesigns betrachten. Dazu kommt, dass das Gehirn die einzige Konstante in einer immer komplexer werdenden (Marketing-)Welt ist: Das Gehirn des Menschen im 21. Jahrhundert ist viel älter als jeder Marketingtrend. Schließlich ist klar, dass jede Marketingmaßnahme ihre Wirkung im Gehirn der Kunden entfalten muss. Das Gehirn der Kunden ist die letztendliche Entscheidungsinstanz, „dahinter“ gibt es nichts mehr. Dieser Beitrag zeigt, was wir von der Hirnforschung – jenseits von einfachen Checklisten und falschen Versprechungen – tatsächlich für die Markenführung und -kommunikation lernen können, wo die Chancen und die Grenzen dieses Ansatzes liegen und vor allem, was die Erkenntnisse für die Marketingpraxis bedeuten.
Christian Scheier

Praxisoffensive der Neurobiologie

Zusammenfassung
Die zentrale Frage für alle Unternehmen: Wie und wo finden wir in unseren Organisationen neue Ansätze zur Produktivitätssteigerung? Wie werden wir noch leistungsfähiger, auch um auf dem Weltmarkt mit den BRIC Staaten erfolgreich konkurrieren zu können?
Stefan Skirl

Evolutionsökonomik

Frontmatter

Evolutionsökonomik

Zusammenfassung
Seit rund drei Jahrzehnten gewinnen Evolutionskonzepte in der Wirtschaftswissenschaft an Bedeutung. Inzwischen gilt dies auch für den sogenannten „Mainstream“ in den Wirtschaftswissenschaften: Beispielsweise werden Modellierungsansätze der Evolutionären Spieltheorie vermehrt in vielen Bereichen verwendet, oder es wird nach evolutionstheoretischen Erklärungen von Anomalien der Rationalität gesucht. Die Evolutionsökonomik im engeren Sinne verstand und versteht sich als Alternative zum Mainstream: Das bedeutet aber auch, dass mit der zunehmenden Verbreitung evolutorischen Ansätze die Grenzen zwischen den Denkrichtungen verschwimmen: Die Wirtschaftswissenschaft ist auf dem Wege, zu einer „evolutionary science“ zu werden.
Carsten Herrmann-Pillath

Dynamischer Wettbewerb von Unternehmen – eine Anwendung der Replikatordynamik

Zusammenfassung
Die Evolutionsökonomik tritt mit dem Anspruch an, das wirtschaftliche Geschehen auf Basis einer dynamischen statt einer rein statischen Sicht zu erklären und zu untersuchen. Entsprechend sind aktuelle wirtschaftliche Zusammenhänge insbesondere aus deren Entwicklung bis zum heutigen Tag zu verstehen. Analyseobjekte sind demnach die zeitliche Entwicklung von Volkswirtschaften, von Sektoren und auch von Unternehmen, wobei Neuerungsaktivitäten eine wesentliche treibende Funktion zugeschrieben wird.
Uwe Cantner

Nachhaltig Wirtschaften

Frontmatter

Das Nachhaltigkeitskonzept der Berliner Stadtreinigung

Zusammenfassung
In der Unternehmenspolitik prägen heute Begriffe die Diskussion, die noch vor wenigen Jahren von kaum jemandem verstanden worden wären: Corporate Social Responsibility (CSR), Compliance und Nachhaltigkeit.
Andreas Scholz-Fleischmann

Wilkhahn – ein Pionierunternehmen für nachhaltige Unternehmensgestaltung

Zusammenfassung
Das 1907 gegründete Unternehmen Wilkhahn ist spezialisiert auf die Herstellung hochwertiger Konferenz- und Büroeinrichtungen, die sich durch innovative Funktion, moderne Formensprache und langlebige Qualität auszeichnen. Die 598 Mitarbeiter erwirtschafteten im Jahr 2008 einen Umsatz von 88 Millionen Euro, davon über 70 Prozent in internationalen Märkten. Der weltweite Vertrieb erfolgt über eigene Vertriebsgesellschaften (Sydney, Antwerpen, Dubai, London, Paris, Hongkong, Kuala Lumpur, Rotterdam, Wien, Warschau, Bern, Shanghai,Singapur, Madrid und New York), Handels- und Exportpartner sowie Lizenzpartner (Sao Paulo, Tokio, Casablanca und Johannesburg).
Burkhard Remmers

Aus Alt mach … Arbeit – Recyclingdesign als nachhaltige Wertschöpfung

Zusammenfassung
Zunächst vorweg: der Schreiber dieser Zeilen ist weder Biologe noch Spezialist für Evolutionen jeder Art. Hinzu kommt, dass er als Ingenieur versucht, neue Unternehmensstrukturen zu entwickeln und zu erproben. Man könnte auch sagen: Der Kerl bringt alle Voraussetzungen mit, die gegen eine erfolgreiche Arbeit sprechen! Natürlich macht man deshalb so etwas nicht alleine, hat Partner gefunden, die viel mehr vom Fach verstehen und ich schlage vor, dass wir am Beitragsende nochmal auf diesen Punkt eingehen.
Werner Baumann

Biotechnologie, Gentechnik und nachhaltige Entwicklung

Evolutionäre Herausforderungen der Ernährungswirtschaft
Zusammenfassung
Die heutige Land- und Lebensmittelwirtschaft sieht sich zahlreichen Herausforderungen gegenüber. In den Industrienationen herrscht ein gigantischer Überfluss an Nahrungsmitteln, begleitet von einem Mangel an Ernährungswissen, ernährungskulturellen Werten und Wertschätzung den Erzeugern gegenüber. Auf der Südhalbkugel hingegen herrscht Hunger: Über eine Milliarde Menschen weltweit hungert, etwa zwei Milliarden sind mangelernährt. Jedes Jahr wächst die Weltbevölkerung um weitere 80 Millionen Menschen, die satt werden wollen.
Franz-Theo Gottwald

Evolutionäre Kunstaktion und Ausstellungen

Frontmatter

Der Freiraum zwischen Kunst, Evolution und Wirtschaft

Von kreativer Schwarmintelligenz, verkrusteten Strukturen und erfahrbaren Wandelprozessen
Zusammenfassung
Eine etwas bemoost anmutende, grünlich schimmernde Gestalt trat ans Rednerpult, 2.000 Jahre durch die Zeitgeschichte in die Vergangenheit gereist. Für die Konferenzteilnehmer war sie eine Hoffnungsträgerin, die die wichtige Botschaft vermittelte: „Ja, die Welt gibt es auch noch in 2.000 Jahren.“ Es habe sich viel verändert seither, Haare könnten inzwischen Photosynthese betreiben, Sommersprossen stülpten sich bei starker Sonneneinstrahlung wie Antennen nach außen. Eine gewisse Anpassung an die veränderten Naturgegebenheiten habe stattgefunden und auch in der Kultur gab es offensichtlich einige bahnbrechende Entwicklungen. Eine davon, die evolutionäre Prozesskunst, habe auf dem Darwin-Meets- Business-Kongress im Jahr 2009 ihren Anfang genommen. Hierher rühre ihr Forschungsinteresse als Kunsthistorikerin und dies sei auch der Anlass ihrer Zeitreise gewesen: der Wunsch herauszufinden, wie dieses überaus lebendige und anpassungsfähige Prozesskunstwerk entstand, welches in Folge des Kongresses an vielen Orten der Welt weiterentwickelt und immer wieder neu belebt wurde.
Jutta Goldammer

Evolutionsmanagement zum Anfassen – die Ausstellung „Darwin meets business“

Zusammenfassung
Was kann die Wirtschaft von Charles Darwins Evolutionstheorie und der Natur lernen? Was macht Schlammspringer und SMS so visionär? Was kann ein Kraftwerk vom Seegras lernen? Was macht Bakterien und IKEA so unschlagbar? Diese und viele weitere Fragen beantwortet die Ausstellung „Darwin meets business. Ein neues Wirtschaften – von der Natur lernen“. Sie wurde erstmals parallel zur Darwin-meets-Business-Konferenz 2009 im Botanischen Museum Berlin-Dahlem gezeigt. Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und wird an weiteren Orten zu sehen sein, u.a. im Bundesumweltministerium in Bonn. Wenn man die Herausforderung annimmt, ein komplexes Thema wie das „Lernen aus der Natur für die Wirtschaft“ einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, braucht man andere Vermittlungsformen als abstrakte Diskussionsrunden oder trockene Artikel. Stattdessen braucht man eindrückliche Bilder, Beispiele und Raum zum Ausprobieren, damit Menschen anfangen zu lernen und umzudenken.
Myra von Ondarza

Wege zu Darwin – Pflanzen, Mannigfaltigkeit, Evolution

Darwin im Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin-Dahlem
Zusammenfassung
Kaum ein Wissenschaftler hat in den Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften und in der Gesellschaft eine so nachhaltige Wirkung hinterlassen wie Charles Darwin. Durch Darwins Evolutionstheorie verstehen wir, warum sich Leben ständig verändert, neue Arten entstehen und andere aussterben.
Thomas Borsch, Kathrin Grotz, Gesche Hohlstein

Backmatter

Weitere Informationen

Premium Partner

    Bildnachweise