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03.03.2020 | Originalarbeit | Ausgabe 5-6/2020 Open Access

Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft 5-6/2020

Die Bedeutung des demografischen Wandels für das österreichische Hochwasserrisikomanagement

Zeitschrift:
Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft > Ausgabe 5-6/2020
Autoren:
Dr. Ralf Nordbeck, Dr. Christoph Clar, PD Dr. Sven Fuchs, Mag. Dr. Lukas Löschner, Dr. Maria Papathoma-Köhle, Ph.D. MMag. Thomas Thaler, Mag. Dr. Tatjana Fischer
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Der demografische Wandel zählt zu einer der bedeutendsten Herausforderungen unserer Zeit. Demografische Veränderungen vollziehen sich auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlicher Dynamik: Alterung, Bevölkerungsrückgang, Veränderung der Haushaltsstrukturen und Zuwanderung. Wenngleich die steigende Lebenserwartung und die anhaltend niedrigen Geburtenraten langfristig zu einem wachsenden Anteil an älteren Menschen in der Gesamtbevölkerung führen, sind die unterschiedlichen Teilräume Stadt und Land in sehr unterschiedlichem Ausmaß (bereits) vom Bevölkerungsrückgang betroffen. Aufgrund seiner quantitativen Dimension und der sicht- und spürbaren Auswirkungen vor allem auf kleinräumiger bzw. lokaler Ebene – zu nennen sind hierbei vor allem die Unter- bzw. Überauslastung von Infrastruktur, der bauliche Leerstand und die sich einengenden finanziellen Handlungsspielräume der Gemeinden – wird der demografische Wandel als Phänomen bereits öffentlich wahrgenommen. Obgleich sich der demografische Wandel in vielerlei Hinsicht bereits manifestiert, wird ihm im Bereich des Hochwasserrisikomanagements sowohl in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung als auch in der Politikgestaltung und -umsetzung bislang kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über den Stand der Auseinandersetzung mit dem demografischen Wandel in Bezug auf Hochwasserrisikomanagement aus dem Blickwinkel von Expertinnen und Experten aus den Bereichen Naturgefahren- und Katastrophenmanagement sowie der Raumplanung. Die ExpertInnenumfrage zeigt, dass Zusammenhänge zwischen demografischem Wandel und dem Management von Hochwasserrisiken für die meisten Akteure in Österreich auf der Hand liegen und als sehr relevant für das zukünftige Hochwasserrisikomanagement eingestuft werden. Insbesondere die demografische Alterung und der Bevölkerungsrückgang, aber auch die anhaltenden Veränderungen in der Haushaltsstruktur (d. h. der zunehmende Anteil von Einpersonenhaushalten und Zweitwohnungen) werden in verschiedenen Phasen des Risikomanagementzyklus als zunehmend relevant eingeschätzt. Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass in der gegenwärtigen Politikgestaltung und -umsetzung – und hier insbesondere bei der Planung – diese langfristigen Entwicklungen kaum berücksichtigt werden.
Literatur
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