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27.02.2019 | Finanzierung | Nachricht | Onlineartikel

Kommunen müssen häufiger um Kredite kämpfen

Autor:
Angelika Breinich-Schilly

Immer mehr Kommunen und kommunale Betriebe tun sich schwer, wenn sie frisches Geld benötigen, sagt eine aktuelle Studie. Obwohl sie auch Finanzierungsalternativen erwägen, halten viele Kämmerer die Partnerschaften mit regionalen Instituten hoch. 

In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Finanzierungssituation für 66 Prozent der Kämmerer und Verantwortlichen in kommunalen Unternehmen verschlechtert. Das zeigt das aktuelle Kommunal-Barometer 2019, für das das Münchener Fintech Commnex zusammen mit der TU Darmstadt mehr als 170 Experten aus Kommunen, kommunalen Unternehmen und Finanzinstituten befragt hat.

Kommunen bleiben der regionalen Bank treu

Demzufolge habe der Anteil der Unternehmen, die unter einer immer geringeren Resonanz auf ihre Kredit-Ausschreibungen leiden, sich auf ein "bereits bedenkliches Niveau" erhöht. Die Studienergebnisse bestätigten das Stimmungsbild, das in Gesprächen mit Kämmerern in den vergangenen Monaten gewonnen worden sei, heißt es weiter. "Dennoch verlassen sich öffentliche Einrichtungen nach wie vor in erster Linie auf die vertrauten Finanzinstitute direkt vor Ort", erklärt Commnex-Geschäftsführer Carl von Halem.

Finanzierungsplattformen im Blick

Für neun von zehn befragten Kämmerern käme aber ein digitaler Kredit-Marktplatz als Finanzierungsalternative infrage, der aber transparent und bankenunabhängig sein müsse. Gegenüber der Vorjahresanalyse sei die Bekanntheit solcher Finanzierungsplattformen um sieben Prozentpunkte auf nun 84 Prozent angestiegen, so Dirk Schiereck, Professor an der TU Darmstadt und wissenschaftlicher Studienbegleiter. Er rechnet damit, dass spezielle Online-Marktplätze entsprechend des privatwirtschaftlichen Sektors ebenfalls "an Fahrt gewinnen".  

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