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02.03.2018 | Gebäudeautomation | Best Practice | Onlineartikel

Die Integration von Zutrittsrechten in Smart Home-Systeme

Autor:
Dr.-Ing. Claudia Nagel

Immer mehr digitale Lösungen kommen täglich auf den Markt. Ob eine smarte Heizungssteuerung oder ein digitales Türschloss – jede Technik besitzt ihr eigenes Programm. Vernetzten lassen sich die Systeme zum Beispiel über die API-Schnittstelle.

Der Begriff API ist nichts weiter als die Kurzform von "Application-Programming-Interface", auf Deutsch also: "Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung". Mithilfe einer API-Schnittstelle können Programme an ein Softwaresystem geknüpft werden. Besitzt eine Software also eine API-Schnittstelle, kann darüber eine weitere Funktion in diese integriert werden. Damit muss die Funktion nicht über ein weiteres Tool separat gesteuert werden. Hierfür kann ebenfalls die Software genutzt werden.

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Oftmals besitzen Smart Home-Besitzer verschiedene Hersteller und Apps, die bedient werden müssen. Die Konsequenz sind unzählige Passwörter und ein voller Handyspeicherplatz. Damit kann die Datenpflege schnell für doppelte Arbeit sorgen und nicht mehr, wie ursprünglich geplant, entlasten. Dabei kann eine API-Schnittstelle dieses Problem lösen und über Flexibilität und Herstellerunabhängigkeit entscheiden. Doch Vorsicht: Es gibt einige Unterschiede, die zu beachten sind.

Die wichtigsten Unterschiede von Schnittstellen

Die geschlossene API gibt Drittherstellern nicht die Möglichkeit, eigene Produkte an das ursprüngliche System anzubinden. Das System kann somit nur vom Hersteller selbst erweitert werden. Insbesondere die Smart Home Anbieter Honeywell und Vivint nutzen dieses Prinzip. Im Gegensatz dazu steht die offene API. Hier kann tatsächlich jeder die Schnittstelle nutzen. Dadurch können die Anwender flexibel und in eigener Regie entscheiden, welche Produkte sie nutzen. Auch eine mehrfache Bedienung der einzelnen Tools kann vermieden werden.

Im Kapitel "Die IT-Landschaft vorbereiten" des Springer-Fachbuchs "Digitalisierung auf mittelständisch" heißt es demnach auch: "Voraussetzung für die notwendige Interoperabilität sind APIs (Application Programming Interfaces) der Systeme und Subsysteme. Sie müssen möglichst offen, also für andere zugreifbar, gestaltet sein. Ein API-fähiges Gerät ermöglicht es, dass fremde Subsysteme oder Programme auf die eigenen Daten oder Funktionen zugreifen können."

Smart Locks mit API-Schnittstelle

Einen immensen Beitrag zum unkomplizierten Smart Home leisten die digitalen Schließsysteme. Ob man schlüssellos durch die Tür möchte oder ob der Handwerker nur in einem bestimmten Zeitraum Zutritt bekommen soll- es gibt viele smarte Möglichkeiten und Anbieter. Eine offene API Schnittstelle des Smart Locks macht die Kombination praktischer Funktionen einfach und unkompliziert. Dabei weiß jeder Hersteller am besten, welchen Komfort und wie viel Entscheidungsgewalt für weitere Smart Home Produkte er seinen Kunden geben möchte.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Erweiterung des Kiwi Smart Entrys von dem Technologie-Unternehmen Wattx. An der Büro-Eingangstür soll es für Mitarbeiter auch mit Fahrrad möglich sein, in das Gebäude zu kommen. Wattx entwickelte dafür eine digitale und innovative Lösung. Statt wie andere Kiwi-Nutzer die dazugehörige App zu nutzen, installierte Wattx eine Kamera im Eingang. Mittels eines kleinen Computers und der offenen Kiwi-API-Schnittstelle konnte die Kamera mit dem Kiwi-Smart Entry verbunden werden. Mit Hilfe einer Gesichtserkennungssoftware öffnet Kiwi jetzt die Tür automatisch, sobald das Gesicht eines Mitarbeiters erkannt wird.

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Quelle:
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