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16.10.2018 | IT-Sicherheit | Nachricht | Onlineartikel

Zahl der Banking-Trojaner steigt massiv an

Autor:
Angelika Breinich-Schilly

Banking-Trojaner liegen an der Spitze der Liste schädlicher Software. Doch zielen Kriminelle im Netz mit ihren Angriffen nun lieber auf Unternehmen als auf Verbraucher, heißt es in einem aktuellen Bericht.

In seinem Quartalsbericht von Juli bis September stellt der IT-Sicherheitsanbieter Malwarebytes einen extremen Anstieg von Banking-Trojanern fest. Um 84 Prozent sei diese Form der Schadsoftware im vergangenen Quartal angestiegen und liegt damit aktuell auf Platz eins der Bedrohungen aus dem Netz. Banking-Trojaner seien ein beliebter Malware-Typ, da sie als direkte finanzielle Einnahmequelle dienen können. "2018 hat sich die Aktivität von Banking-Trojanern kontinuierlich erhöht, wobei im dritten Quartal mehrere neue Varianten auf den Markt kamen, sowie verschiedene Entwicklungen anderer bekannter Sorten", heißt es im Quartalsbericht des Unternehmens. Als Grund machen die Cyber-Sicherheitsexperten eine aktive Emotet-Kampagne aus. Sie trägt "die Hauptverantwortung für ein Wiederaufleben der Malware-Kategorie, die dazu bestimmt ist, Finanzinformationen zu stehlen". 

Einen ähnlichen Trend hatte für das zweite Quartal bereits der IT-Sicherheitsspezialist Kaspersky Lab ermittelt. Das Unternehmen stellte von April bis Juni mit mehr als 61.000 Installationspaketen mit Modifikationen von mobilen Banking-Trojanern ein neues Allzeithoch fest. 

Unternehmen geraten zunehmend ins Visier

Zudem stellten die Fachleute eine Verschiebung der Angriffsziele fest. Es gebe eine allgemeine Trendwende hin zu komplexerer und gefährlicherer Malware, die sich an Unternehmen richtet. "Das ganze Jahr ist schon zu beobachten, dass Endnutzer für Cyber-Kriminelle nicht mehr das attraktive Angriffsziel sind", heißt es in einer aktuellen Mitteilung von Malwarebytes. Im vergangenen Quartal sei nur ein leichter Anstieg entsprechender Spy-Software auf Verbraucherseite um vier Prozent zu verzeichnen. 

Mit entsprechender Ransomware, also Erpressungstrojaner, die den Computer sperren und wichtige Daten verschlüsseln, hätten es die Kriminellen vor allem auf Firmen abgesehen. Ein Angriff auf Unternehmen sei für die Cyber-Diebe profitabler als auf Endverbraucher. Auf diese Zielgruppe gerichtete Ransomeware-Aktivitäten seien deshalb auch stark zurückgegangen. 

Malware-Aktivitäten nehmen zu

Laut Malewarebytes wird die Cyber-Kriminalität in den nächsten Wochen weiter zunehmen und gegen Jahresende ihren Höhepunkt erreichen. Kryptomining auf den Desktops der Konsumenten werde dabei allerdings keine große Rolle spielen, heißt es weiter. Mehr Wirbel erwarten die Fachleute dagegen vom Erpressungstrojaner Grandcrab. Und: "Angreifer werden sich einige kreative Methoden überlegen, um gestohlene personenbezogene Daten aus Datenlecks für Social Engineering-Kampagnen zu verwenden." 

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