Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Die Implementierung der Kreislaufwirtschaft bedeutet eine große Transformation von einer ressourcenvernichtenden, linearen zu einer enkeltauglichen, zirkulären Wirtschaftsweise. Sie ist nicht konzipiert ohne Wachstum auszukommen. Allerdings ist die Postwachstumsökonomie, wie sie einige Autoren zu Recht fordern, derzeit politisch nicht anschlussfähig. Progressive Wissenschaftler empfehlen seit Jahrzehnten Dienstleistungen statt Produkteigentum, Sharing- und Reuse-Modelle und eine generelle Abkehr vom Wachstumsparadigma, um unsere imperiale Lebensweise auf ein sozialökologisch vertretbares Maß zu reduzieren.

Dieses Buch stellt eine Zwischenbilanz zur Implementierung einer Kreislaufwirtschaft in der EU dar. Es wird offengelegt, was sich, öffentlich weitgehend nicht wahrgenommen, in den EU-Institutionen getan hat, welche wissenschaftlichen Grundlagen vorhanden sind und was NGOs darüber hinaus fordern. Renommierte Autoren liefern überzeugende Argumente für den Ausstieg aus dem Hamsterrad der materiellen Bedürfnisbefriedigung und zeigen auf, dass das Primat der Wirtschaft einem guten Leben für alle im Wege steht.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Vertreter*innen der EU-Institutionen

Frontmatter

Kapitel 1. Einführung

Zusammenfassung
Es liegt auf der Hand, dass der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft nicht durch Maßnahmenpakete der Kommission allein erfolgen wird; der Übergang braucht eine gemeinsame Anstrengung aller. Es bedarf einer Mobilisierung aller Akteure in der Europäischen Union, einschließlich der Mitgliedstaaten, regionaler und lokaler Behörden, Unternehmen und NGOs. Die Rolle der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften ist von größter Bedeutung. Initiativen der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft sind wesentliche Voraussetzungen für den Erfolg des Pakets zur Kreislaufwirtschaft. Das Paket zur Kreislaufwirtschaft ist erst der Anfang des Übergangs hin zu einer Kreislaufwirtschaft in Europa und weltweit.
Hugo-Maria Schally

Kapitel 2. Warum ein Haushalten in Kreisläufen unsere Wirtschaft revolutionieren könnte

Nutzen und Wissen, Eigentum und Haftung, Werte und Identität – ein Haushalten in Kreisläufen ist anders
Zusammenfassung
Ein Haushalten in Kreisläufen betrifft Naturkapital, Humankapital, Kulturkapital sowie das weite Feld der nicht-monetären Gesellschaft, der sharing society.
Die lineare Fertigungsgesellschaft ist wie ein Fluss; sie lebt vom Verkauf ihrer Güter und wird getrieben durch Mode, Emotionen und Fortschritt, ihr Erfolg misst sich an der Durchflussmenge und wird in nationalen Statistiken bis ins Kleinste erfasst. Ein Wirtschaften in Kreisläufen ist wie ein See; sein Motor ist die Nutzenoptimierung, sein Erfolg wird gemessen an der Zunahme von Qualität und Quantität der Bestände an gefertigten Gütern und Natur-, Human- und Kulturkapital, welche statistisch noch kaum erfasst sind.
Die Vision einer neuen werterhaltenden Nutzen-Ökonomie ist keine Utopie, sondern schon weltweite Wirklichkeit.
Walter Stahel

Kapitel 3. Wirtschaftliche Zukunft – die Kreislaufwirtschaft durchläuft eine Phase des Wandels

Aber kann sie auch selbst Teil dieser Veränderung sein? Was impliziert der Slogan ‚erneuerbar durch Design‘?
Zusammenfassung
Die hier entwickelte These ist, dass die Kreislaufwirtschaft, wie sie allgemein verstanden wird, gut zu den wirtschaftlichen Trends des 21. Jahrhunderts passt, wenn wir die digitale Revolution, ihre disruptiven Auswirkungen auf Geschäftsmodelle und Produkt-, Service- und Systemdesign nutzen wollen, um Ressourceneffizienz zu schaffen. Es scheint, als würde man auf einer Welle der Veränderung surfen und diese Vorstellung ist hilfreich. Wir stehen noch am Anfang und es wird mehr getan werden müssen. Dieses [Kapitel] untersucht sowohl die gegenwärtige Vorgehensweise als auch die neuen Grenzen, die sich für die Kreislaufwirtschaft ergeben werden.
Ken Webster

Kapitel 4. Money makes the world go ‘round?

Eigentlich müsste es heißen: money makes the world go straight
Zusammenfassung
Unsere Wirtschaft hat sich sehr linear entwickelt, von der Gewinnung von Rohstoffen aus der Erde bis hin zur Produktion großer Mengen problematischer Abfälle. Die Zukunft muss jedoch zirkulär verlaufen.
Jeder Übergang erfordert, dass die wichtigsten Interessengruppen daran beteiligt sind, um eine wirksame Umsetzung zu gewährleisten. Innerhalb der drei großen EU-Institutionen gab es eine Anerkennung und eine Empfehlung, dies durch die Einrichtung einer Art Stakeholder-Plattform in Angriff zu nehmen. Als Berichterstatter der EWSA-Stellungnahme zum Aktionsplan zur Kreislaufwirtschaft und den damit verbundenen Rechtsvorschriften im Rahmen des Konjunkturpakets 2015 habe ich empfohlen, dass der EWSA eine führende Rolle bei der Einrichtung dieser Stakeholder-Plattform übernimmt Dieser Vorschlag wurde vom Ersten Vizepräsidenten Timmermans und Vizepräsidenten Katainen angenommen und es wurde angeboten, bei einem gemeinsamen Projekt zur Einrichtung der Plattform zusammenzuarbeiten. Daher wurde die European Circular Economy Stakeholder Platform ins Leben gerufen.
Die Plattform verfügt über eine eigene Website unter circulareconomy.​europa.​eu/​platform.
Cillian Lohan

Kapitel 5. Die Prozesse zur Kreislaufwirtschaft im Europäischen Parlament

Themen, Diskussionen, Aktivitäten und Herausforderungen – ein persönlicher Ansatz
Zusammenfassung
Spieltheorien können nützliche Erkenntnisse darüber liefern, warum scheinbar rationale Menschen scheinbar irrationale Entscheidungen treffen. Die Theorien versuchen zu erklären, wie sich Spielregeln auf die Entscheidungsfindung und Entscheidung der Menschen auswirken. Vernünftige und wohlmeinende Menschen treffen Entscheidungen, die sich negativ auf sie und ihre Umgebung auswirken, wenn die Anreize und Regeln so abgestimmt sind, dass sie ein solches Verhalten unterstützen. Wenn Gier und kurzsichtiges Handeln vom System belohnt und gleichzeitig langfristige Stabilität und Altruismus abgewehrt werden, können die Ergebnisse keine langfristigen Lösungen begünstigen, die uns allen nützen.
Sirpa Pietikäinen

Kapitel 6. Die Bedeutung des Kreislaufwirtschaftsmodells

Die Beschleunigung des Übergangs zu einem Kreislaufwirtschaftsmodell ist keine Option, sondern eine zwingende Entscheidung
Zusammenfassung
Ein industrieller Übergang zu einem gut funktionierenden Wirtschaftssystem, in dem Materialien nachhaltig gewonnen, wiederverwendet und recycelt werden, ist unerlässlich, um die Menge der Primärrohstoffe, die in den Kreislauf gelangen und ihn letztendlich wieder verlassen, zu begrenzen. Auf europäischer Ebene würde bereits eine 30 %ige Verbesserung der Ressourcenproduktivität bis 2030 zu einem Anstieg des BIP um fast 1 % führen, mehr als 2 Mio. zusätzliche Arbeitsplätze schaffen und uns auf den Weg zu einem ressourceneffizienteren Europa bringen, das von den damit verbundenen ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Vorteilen profitiert. Das neue Kreislaufwirtschaftspaket ist ein entscheidendes Instrument für den Umweltschutz, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft und die Förderung einer nachhaltigen Reindustrialisierung.
Simona Bonafé

Kapitel 7. Wird uns die zirkuläre Wirtschaftspolitik der EU zu einer nachhaltigen Entwicklung führen?

Ein Standpunkt aus der Sicht einer Umwelt-NGO
Zusammenfassung
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die größte Herausforderung, vor der wir in der heutigen Debatte über die Kreislaufwirtschaft stehen, darin besteht, Strategien zu entwerfen und umzusetzen, die den Gesamteinsatz von Ressourcen in unsere Wirtschaft tatsächlich reduzieren und darauf abzielen, den wachsenden Bestand bereits produzierter Dinge zu nutzen, anstatt nur schnell fließende Materialströme wie beispielsweise Verpackungen zu steuern. Daher müssen geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um sicherzustellen, dass Effizienz mit Suffizienz kombiniert wird, sodass zirkuläre Wirtschaftspraktiken schließlich die Primärproduktion ersetzen. Die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten müssen Bottom-up-Sharing-Initiativen und innovative Start-ups fördern und schützen, die sich für integrativere Open-Source-Lösungen einsetzen, denn sie werden nicht erfolgreich sein, wenn nur Unternehmensinteressen die Kreislaufwirtschaft übernehmen. Dennoch könnten sowohl Big-Business- als auch Open-Source-Lösungen in Bezug auf Verfügbarkeit, Umfang, Qualität oder Komfort konkurrieren, wenn die öffentliche Ordnung faire Regeln für gleiche Wettbewerbsbedingungen schafft. Schließlich sollten alle kreislaufwirtschaftlichen Konzepte kontinuierlich ihr Potenzial bewerten, die Primärproduktion zu ersetzen und den Gesamtressourcenverbrauch einschließlich der damit verbundenen Umweltbelastungen zu senken.
Carsten Wachholz

Vertreterinnen des Konsumentenschutzes

Frontmatter

Kapitel 8. Handlungsmöglichkeiten und -grenzen von KonsumentInnen in der Kreislaufwirtschaft

Perspektiven zur Verlängerung der Nutzungsdauer von Gebrauchsgütern
Zusammenfassung
Konsum- und Wirtschaftsprozesse nachhaltig zu gestalten stellt eine komplexe Herausforderung dar, bei der auch die im Beitrag diskutierten Fragen zur Nutzungsdauer von Gebrauchsgütern eine zentrale Rolle spielen.
In diesem Kapitel wird zunächst Einblick in die Methode der zugrundeliegenden AK-Studie „Die Nutzungsdauer und Obsoleszenz von Gebrauchsgütern im Zeitalter der Beschleunigung. Eine empirische Untersuchung in österreichischen Haushalten“ gegeben, bevor im Weiteren auf deren Ergebnisse zu den Erwartungshaltungen der KonsumentInnen, ihren produktspezifischen Nutzungspraktiken sowie ihren Motiven für die Beendigung der Produktnutzung eingegangen wird. Daran anknüpfend wird diskutiert, welche Bedeutung eine längere Nutzungsdauer für die KonsumentInnen hätte und welche konsumentenpolitischen Maßnahmen diese fördern könnten, bevor abschließend ein Resümee gezogen wird.
Sylvia Mandl, Nina Tröger

Vertreter*innen der Wissenschaft

Frontmatter

Kapitel 9. Langsamere Kreisläufe: ein Wesensmerkmal der Kreislaufwirtschaft

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird die sich rasch entwickelnde Debatte über die Produktlebenszeiten im Kontext einer Kreislaufwirtschaft untersucht. Die Notwendigkeit einer Kreislaufwirtschaftsstrategie, die sich neben dem Recycling auf die Produktlebensdauer konzentriert, wird erläutert. Recycling könnte mit relativ geringer Auswirkung auf das Konsumverhalten erhöht werden, während Strategien zur Verlängerung der Produktlebensdauer die Standards von Regierung, Industrie und Verbrauchern in Frage stellen können. In den letzten zehn Jahren wurde Langlebigkeit der Produkte fest auf die europäische politische Agenda gesetzt, wobei ausführlich darüber diskutiert wurde, wie verhindert werden kann, dass unangemessen kurzlebige Produkte auf den Markt kommen. Weiters wurden die Möglichkeiten der Informationsvermittlung über die zu erwartende Lebensdauer und Reparaturfähigkeit von Produkten an die Verbraucher diskutiert.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass solche Maßnahmen allein nicht ausreichen werden. Um von einer Wegwerfkultur zu einer Kultur der Langlebigkeit überzugehen, ist ein Wandel der Bildungssysteme und des Wirtschaftsmanagements erforderlich.
Tim Cooper

Kapitel 10. Kreislaufwirtschaft: Verlangsamung der Rohstoffströme und Erhöhung der Wertschöpfung

A sustainable business professor and co-founder’s viewpoint
Zusammenfassung
Die Produktlebenszeiten vieler Produktkategorien, von der Haushaltsgeräteindustrie bis hin zur Elektronik und Bekleidung, haben sich im Laufe der Zeit verringert. Neue zirkuläre Geschäftsmodelle müssen Strategien zur Verlangsamung, Schließung und Verengung von Ressourcenkreisläufen beinhalten und gleichzeitig ein besseres Leistungsversprechen als das lineare Modell bieten: attraktiver, bequemer, höherer Servicegrad.
Suffizienz ist ein Geschäftsansatz, der sich auf die Verringerung der Verbrauchernachfrage konzentriert, um die Ressourcenströme zu verlangsamen. Solche Geschäftsmodelle konzentrieren sich auf Design für Langlebigkeit, oft in Verbindung mit einer günstigen Preisgestaltung; auf die Verlängerung der Nutzungsdauer in Verbindung mit Reparaturdienstleistungen und langfristigen Garantien; auf die Reduzierung von Verkauf und Promotion; auf Dienstleistungsmodelle ohne Eigentumsübergang der Produkte. So gibt es unterschiedliche Geschäftsmodelle für ein Unternehmen, um Geld zu verdienen und die Effektivität oder den langsameren Konsum zu fördern. Derartige Geschäftsmodelle werden in diesem Kapitel anhand von Unternehmen, die bereits erfolgreich am Markt agieren, beschrieben.
Nancy Bocken

Kapitel 11. Jenseits der Green Economy

Die imperiale Lebensweise als entscheidendes Hindernis für eine Kreislaufwirtschaft
Zusammenfassung
Die Abhängigkeit von nicht erneuerbaren Ressourcen und der wachstumsorientierte Charakter der kapitalistischen Wirtschaft könnten durch die Förderung einer Kreislaufwirtschaft neu gestaltet werden. So hat beispielsweise das Konzept der Kreislaufwirtschaft in die Strategien der Europäischen Kommission sowie der neuen österreichischen Regierung bereits Eingang gefunden. Dabei ist zu beobachten, ob und wie die Forderung nach einer Kreislaufwirtschaft in der Lage ist, die Gesamtorientierung auf Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz sowie die Dominanz starker Industrien als Vorreiter für Forschung und Entwicklung, Produktinnovation und Marktexpansion in Frage zu stellen.
In diesem Kapitel wird die Auffassung vertreten, dass die Verwirklichung einer Kreislaufwirtschaft nicht nur von adäquaten regulatorischen Rahmenbedingungen für Hersteller und Verbraucher abhängen wird, sondern vor allem von einer breiteren gesellschaftlichen Veränderung der derzeit dominierenden und nicht nachhaltigen Produktions- und Lebenssysteme. Wenn diese „imperiale Lebensweise“ nicht in Frage gestellt wird, werden Initiativen für eine Kreislaufwirtschaft bestenfalls zu einem grünen Anstrich der Wirtschaft in einigen Regionen und einigen Branchen führen, ohne die tiefe sozial-ökologische Krise zu lösen.
Ulrich Brand, Markus Wissen

Kapitel 12. Obsoleszenz, Nutzungsdauerverlängerung und neue Bildungskonzepte

Die Ökonomie ist reparaturbedürftig!
Zusammenfassung
Bisherige Bemühungen, eine nachhaltige Entwicklung zu stabilisieren, schlugen nicht nur fehl, sondern haben teilweise sogar zusätzliche Umweltprobleme verursacht. Dieser grandiose Misserfolg ist insbesondere dem Umstand geschuldet, dass anstelle einer Überwindung des Wachstumsparadigmas der bequeme und politisch opportune Weg einer ökologischen Modernisierung eingeschlagen wurde. Demnach soll der Durchsatz an industrieller Wertschöpfung nicht verringert, sondern kraft ökologischer Effizienz sowie geschlossener Stoffkreisläufe und dem Einsatz erneuerbarer Ressourcen von Umweltschäden entkoppelt werden. Um zu erkennen, warum diese Strategie schon theoretisch zum Scheitern verurteilt ist, bietet sich zunächst der Verweis auf sog. „Rebound-Effekte“ an. Ein noch tieferer Blick in die Logik systematischer Nachhaltigkeitsdefizite offenbart die zeitliche und materielle Entbettung eines wachsenden Durchflusses an Gütern: An die Stelle des Erhalts von Objektbeständen ist nach und nach deren gezielte Entwertung getreten.
Niko Paech, Katharina Dutz, Manuel Nagel

Kapitel 13. Mehr Effizienz allein reicht nicht

Potenziale und Grenzen von Kreislaufwirtschaft
Zusammenfassung
Die industrielle Produktionsweise hat zu einem exponentiellen Anstieg des Ressourcenverbrauchs geführt; die digitale Revolution wird diesen Trend verstärken - durch noch höhere Produktivität und die Möglichkeiten des Online-Marketings und Online-Handels. Zugleich wird auf eine digitale Kreislaufwirtschaft gehofft. Höhere Effizienz, etwa durch ein nachhaltiges Produktdesign sowie energiesparende Produkte sowie die Substitution nicht erneuerbarer durch erneuerbare Ressourcen im Sinne von Konsistenz sind Schritte in Richtung einer Kreislaufwirtschaft. Reboundeffekte führen jedoch dazu, dass Effizienzgewinne durch Mehrverbrauch wieder aufgesogen werden. Notwendig ist somit auch eine Konsum- und Wohlstandswende, die dem Wachstum eine andere Richtung gibt und Suffizienz zu einem Bestandteil eines guten Lebens macht.
Hans Holzinger

Kapitel 14. Prinzipien der Tech-Ökonomie

Die Zukunft der Wirtschaft bis 2050
Zusammenfassung
Alle Formen der Wirtschaft, ob auf Mikro- oder Makroebene, benötigen eine Realisierung solch einer Tech-Ökonomie bis zum Jahr 2050. Dieser Beitrag zeigt, wie die Analyse von Produktion, Verteilung und Konsum von Gütern und Dienstleistungen in wirtschaftspolitische Veränderungen einfließen kann, die auf dem Impuls von „eco-unit“ & „household“ basieren. Prinzipien der Tech-Ökonomie konzentrieren sich auf eine Strategie zur Transformation von Volkswirtschaften in solche Kreislaufwirtschaften, in denen menschliche Teilsysteme nachhaltig zu einem globalen Ökosystem verschmelzen. Die Politik sollte sich von der „Produktion von Reichtum“ auf das „Überleben des Planeten“ verlagern. Wir sollten nun von den früheren exklusiven „Human centric development models“ zu integrativen „Planet centric economic growth models“ übergehen.
Ashutosh Bhardwaj

Reparatur als Königsdisziplin der Kreislaufwirtschaft – Ein gutes Beispiel

Frontmatter

Kapitel 15. Das Reparatur- und Service-Zentrum R.U.S.Z – 20 Jahre angewandte Kreislaufwirtschaft

Erfahrungen eines Praktikers und Reparatur-Lobbyisten
Zusammenfassung
Der Materialaufwand für Elektro- und Elektronikgeräte liegt beim 50- bis 10.000-fachen des Eigengewichts der Produkte. Jeder Schritt in der Wertschöpfungskette ist mit Emissionen verbunden. Bei rund 9000 Reparaturen pro Jahr und einer Erfolgsquote von 80 % spart allein das R.U.S.Z enorme Mengen an kritischen Rohstoffen (insbesondere Metalle und Mineralien) und klimaschädlichen Gasen ein. Als Branchenvertreter und Netzwerkknoten für Ressourcenschonung und CO2-Äquivalente-Reduktion trägt es dazu bei, diese Einsparungen zu vervielfachen. Das R.U.S.Z und seine KundInnen nehmen politische Verantwortung wahr. „Ein Sozialunternehmen initiiert einen Wandel in der EU-Politik“ ist nicht übertrieben. Seit 20 Jahren kämpfen wir uneigennützig für Ressourceneffizienz. Unsere KundInnen unterstützen uns dabei durch ihre Konsumentscheidungen: Es darf auch einmal eine Reparatur, was runderneuertes Gebrauchtes oder ein Nutzen-statt-Kaufen Gerät sein. Statussymbole einer wachsenden Minderheit!
Sepp Eisenriegler
Weitere Informationen

Premium Partner

    Bildnachweise