Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

In der öffentlichen Diskussion stellt Populismus vor allem im europäischen Raum einen negativ konnotierten Begriff dar. Meist werden populistische Parteien als Gefahr für die liberale Demokratie, ihre Institutionen und Garantien betrachtet. Die Forschung schreibt ihnen jedoch bereits seit längerem eine potenzielle Wirkung als Korrektiv zu. Diese Ausgangslage nimmt die vorliegende Studie zum Anlass, die beiden Wirkperspektiven (Korrektiv/Gefahr) zu systematisieren und mithilfe von jeweils vier zugehörigen Funktionen auszudifferenzieren. Dieses theoretisch ausbuchstabierte Funktionstableau wird anhand der rechtspopulistischen Fallbeispiele Alternative für Deutschland (AfD) und Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) empirisch geprüft. Ausgehend von der hohen Kontextaffinität von (Rechts-)Populismus steht die Frage im Mittelpunkt, welche Funktionen (rechts-)populistische Akteure innerhalb der liberal-demokratischen Ordnung übernehmen und unter welchen Kontextbedingungen sie diese aus- und erfüllen können.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung: Wie wirkt Populismus innerhalb der Demokratie?

Zusammenfassung
Das korrektive und gefährdende Wirkpotenzial des Populismus innerhalb demokratischer Systeme ist ein in der Forschung bekanntes und aus der theoretischen Warte bereits breit rezipiertes Thema. Es bedarf jedoch einer Systematisierung und vertiefenden empirischen Prüfung. Diesen Aufträgen wird sich die vorliegende Arbeit widmen, deren Ziel, Konzept und Aufbau im Folgenden näher erläutert werden.
Raphael Gritschmeier

Kapitel 2. Theoretische Grundlagen

Zusammenfassung
Jede empirische Analyse bedarf eines stabilen theoretischen Gerüsts als Basis und Raster für die abschließende Auswertung der Ergebnisse. Dies gilt für den Themenkomplex Populismus umso mehr, als er einen in der Politikwissenschaft umstrittenen Begriff darstellt. Daher ist es der vorliegenden Arbeit zunächst ein Anliegen, die wissenschaftliche Qualität des Populismusbegriffs darzulegen.
Raphael Gritschmeier

Kapitel 3. Die Wirkungsebene: Die Rolle von Populismus für die Demokratie

Zusammenfassung
Welche Wirkung kann Populismus in der Demokratie entfalten? Darauf lassen sich in der wissenschaftlichen sowie öffentlichen Diskussion zwei idealtypische Antworten finden. Zum einen wird im Populismus das demokratische Wesen in Reinform erblickt und diesem die Rolle eines Korrektivs zugeschrieben, während die zweite den Populismus im klaren Widerspruch zur liberalen Demokratie, also als Gefahr für die demokratische Ordnung, einordnet. Er wird also wahlweise als „Schatten“ der Demokratie, der unangenehm auffällt, aber ausgehalten werden muss und auch produktive Wirkung entfalten kann, oder aber negativ konnotiert als „Pathologie der Demokratie“ (Taggart) bezeichnet.
Raphael Gritschmeier

Kapitel 4. Von der Theorie zur Empirie: Populismus – Korrektiv oder Gefahr in der Demokratie?

Zusammenfassung
Die breit angelegte empirische Untersuchung mit zahlreichen Anknüpfungspunkten und Analyseschritten erfordert eine systematische Herangehensweise. Nach der Darstellung der theoretischen Grundlagen zu Begriff, Konzept und möglichen Wirkungsweisen von (Rechts-)Populismus werden daher im Folgenden nun Ansatz und Aufbau der empirischen Analyse genauer erläutert. Dabei wird erneut auf die bereits in der Einleitung aufgeworfenen Forschungsfragen eingegangen, es wird die Konzentration auf die Fallbeispiele AfD und FPÖ begründet hergeleitet und deren jeweilige politische Entwicklungsgeschichte überblicksartig dargelegt.
Raphael Gritschmeier

Kapitel 5. Analyse: Wie wirkt Populismus innerhalb der Demokratie?

Zusammenfassung
Dem Überblick über die politische Entwicklungsgeschichte beider Fallbeispiele folgt nun die empirische Analyse. Sie untersucht die in der Überschrift zum fünften Kapitel enthaltene Frage nach der Wirkung von Populismus innerhalb der demokratischen Ordnung akteursspezifisch und konkret an den Beispielen AfD sowie FPÖ. Sie nimmt innerhalb der vorliegenden Arbeit breiten Raum ein, denn sie nimmt insgesamt sechszehn Einzelstudien vor, ausgerichtet am theoretisch entwickelten Funktionstableau von Populismus.
Raphael Gritschmeier

Kapitel 6. Synopse: Wirkung von AfD und FPÖ innerhalb der Demokratie

Zusammenfassung
Nachdem die populistischen Wirkprofile von AfD und FPÖ bereits getrennt zusammengefasst wurden, erfolgt nun ein strukturiertes, breiter angelegtes Resümee der zentralen empirischen Analyseergebnisse. Von diesen ausgehend werden theoretische Schlussfolgerungen gezogen, mit Blick auf beide Fallbeispiele AfD und FPÖ sowie die Wirkung von (Rechts-)Populismus innerhalb der Demokratie generell, ausgerichtet an den ersten beiden Forschungsfragen. Daneben werden die Ergebnisse der Analysen dahingehend ausgewertet, ob sie darauf hindeuten, dass sich die empirische Wirkung (rechts-)populistischer Akteure entlang eines Kontinuums strukturieren lässt.
Raphael Gritschmeier

Kapitel 7. Ausblick

Zusammenfassung
Das politische Phänomen des Populismus ist aktueller denn je, gerade im Kontext der Proteste gegen die politischen Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie. Auf Grund seines systematischen Ansatzes bildet das vorgeschlagene Konzept des Populismus einen hohen Mehrwert für die Demokratieforschung. Die Entwicklung und der politische Aufstieg populistischer Parteien oder Bewegungen sollten von den etablierten Parteien zunächst einmal ernstgenommen werden.
Raphael Gritschmeier

Backmatter

Weitere Informationen