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25.06.2013 | Public Relations | Im Fokus | Onlineartikel

Wissenschafts-PR: Wie Genie sich verständlich macht

Autor:
Michaela Paefgen-Laß

Es ist das Schicksal des Genies unverstanden zu bleiben“, meint der US-Philosoph Ralph Waldo Emerson. "Falsch!“, möchte der moderne Mensch kontern. Denn nie war das Interesse an verstehbarer Wissenschaft und Forschung größer, heißt es.

"Keine Fremdworte – und ja, Molekül ist ein Fremdwort“, so eröffnete der Kölner Forensiker und Autor Mark Benecke das letzte Forum Wissenschaftskommunikation. Bilder zeigen und erklären, auf den Punkt kommen und den Leser mit Rätseln zum Mitdenken animieren, sind die Methoden, mit denen Benecke in der Wissenschaftskommunikation erfolgreich operiert. Seine These: Auch die schwierigsten Themen können spannend und anschaulich erklärt werden. Der Forensiker handelt  aus dem sicheren Wissen, das Mord und Totschlag den Menschen seit jeher faszinieren. Wie aber lassen sich weniger fesselnde Disziplinen begeisternd kommunizieren?

Denke publizistisch – erzähle eine Story

Wissenschafts-PR erfordert in Research-Unternehmen wie Universitäten von Anfang an eine publizistische Denke, meint Helga Kessler in dem Buch "Schreiben mit System“. "Eine Variante ist es eine Story zu erzählen.“ Denn Anschlusskommunikation gelingt nur, wenn Inhalte verstanden wurden. Im Besonderen gilt dies für jene kontrovers diskutierten "Aufregerthemen“ wie Atomenergie, Gentechnologie oder Stammzellenforschung. Doch in wessen Feder gehören diese sensiblen Inhalte gelegt? Genügt es institutionelle PR-Mitarbeiter und den zuständigen Wissenschaftler an einen Schreibtisch zu setzen?

Forschung unterhaltsam legitimieren

PR-Verantwortliche sollten für solche Fälle auf die publizistische Kompetenz von Wissenschaftsjournalisten bauen, rät Kessler. So könne Vertrauen gewonnen, das eigene Image gestärkt und zielgruppengerecht kommuniziert werden. Zweifelsohne, Wissenschaftskommunikation steht unter dem Druck aus öffentlichen Mittel finanzierte Forschung legitimieren zu müssen. Sie sollte deshalb in verständlicher Sprache erzählen was neu und nützlich ist. Das Handwerkszeug dazu hat der Journalist, der seine PR-Tätigkeit auch transparent kommunizieren sollte.

Tipps für die Wissenschafts-PR und für Wissenschaftsjournalisten:

1. Forschungs-Themen nicht nur Experten, sondern auch Laien und anderen Disziplinen verständlich machen.
2. Kommunikationsziele und Adressaten sorgfältig klären.
3. Texte sollten Zielgruppen unterhalten, ohne Wissenschaftler zu verärgern.

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