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28.06.2018 | Ausgabe 3/2018

Zeitschrift für Energiewirtschaft 3/2018

Status, Daten und Entwicklungen der globalen Energieversorgung

Zeitschrift:
Zeitschrift für Energiewirtschaft > Ausgabe 3/2018
Autoren:
Harald Andruleit, Jürgen Meßner, Martin Pein, Dorothee Rebscher, Michael Schauer, Sandro Schmidt, Gabriela von Goerne

Zusammenfassung

Der globale Energieverbrauch steigt weiter an. Der Zuwachs des Energieverbrauchs wird mittlerweile von erneuerbaren Energien und fossilen Energierohstoffen zu ähnlichen Anteilen getragen, aber Erdöl, Erdgas und Kohle bilden weiterhin das Rückgrat der Energieversorgung. Die Abhängigkeit der Energieversorgung von fossilen Energierohstoffen wird daher noch für absehbare Zeit fortbestehen. Auch für Deutschland ist trotz der hohen Wachstumsraten bei den Erneuerbaren, begleitet von einer Abnahme der Eigenförderung und dem Ausstieg aus der Kernenergie eine Minderung der hohen Importabhängigkeit bei den fossilen Energierohstoffen nicht absehbar. Derzeit leisten Erdöl, Erdgas, Stein- und Braunkohle nach wie vor mit rund 80 % den mit Abstand größten Beitrag zur Deckung des deutschen und globalen Primärenergieverbrauchs.
Alle erneuerbaren Energien zusammengenommen tragen rund 17 % zur Deckung des globalen Energieverbrauchs bei. Die bedarfsgerechte und umfängliche Verfügbarkeit der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen steht damit trotz des nahezu unerschöpflichen Potenzials noch am Anfang. Im Gegensatz dazu sind sehr große fossile Energierohstoffvorkommen bereits seit vielen Jahren erschlossen und werden in weiter steigendem Mengen genutzt. Der weltweite Vergleich von bislang bereits geförderten und damit verbrauchten Energierohstoffen mit noch vorhandenen Reserven und Ressourcen zeigt, dass in allen Regionen der Erde noch große, nicht ausgeschöpfte Energiepotenziale existieren. Während in den Regionen Austral-Asien, GUS und Nordamerika die Potenziale kaum berührt erscheinen, ist selbst in Europa bis heute nur ein kleiner Teil gefördert worden. Der Rohstoffreichtum wird dabei primär durch die großen Kohlevorkommen erreicht, die es auf allen Kontinenten gibt und die nicht, wie beim konventionellen Erdöl und Erdgas, auf einige Regionen begrenzt sind. Die für Erdöl und Erdgas so bedeutende Region des Nahen Ostens verfügt aufgrund der geringen Kohlenvorräte nur über ein vergleichsweise geringes Gesamtpotenzial.

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