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09.07.2018 | Ausgabe 3/2018

Zeitschrift für Energiewirtschaft 3/2018

Von der Biogasanlage zur Bioraffinerie – Perspektiven für zukünftige Biogasanlagenkonzepte

Zeitschrift:
Zeitschrift für Energiewirtschaft > Ausgabe 3/2018
Autoren:
Christiane Dieckmann, Anne Lamp, Lisa-Marie Schmidt, Lennart Andersen, Sven Baetge, Martin Kaltschmitt

Zusammenfassung

Vor dem Hintergrund einer weiter wachsenden Weltbevölkerung, der fortschreitenden Ausbeutung fossiler Ressourcen, dem zunehmenden Klimawandel und den damit einhergehenden Umweltauswirkungen ist es das politisch intendierte Ziel, unsere bisher primär erdölbasierte Wirtschaft sukzessive in eine biobasierte Wirtschaft zu überführen. Bioraffineriekonzepte, in denen unterschiedlichste Biomassen mit einem minimalen Energieeinsatz vollständig zu verschiedenen Produkten umgewandelt werden – ohne dabei Abfälle zu generieren, bieten dazu entsprechende Lösungsansätze. Bei der Entwicklung derartiger Konzepte sollten jedoch auch die bereits bestehenden Strukturen und existierenden Anlagen zur Umwandlung von Biomassen berücksichtigt und miteinbezogen werden. Bestehende Biogasanlagen zeichnen sich beispielsweise dadurch aus, dass nahezu alle dort eingesetzten organischen Stoffströme zu Biogas umgewandelt werden können und neben Methan auch Strom und Wärme bereitgestellt werden kann. Deshalb könnten diese Anlagen ein Kernelement zukünftiger Bioraffineriekonzepte darstellen. Im Rahmen dieser Konzepte könnte die Biomasse zunächst zur Produktion von Wertstoffen genutzt und die danach verbleibenden Rückstände dem Biogasprozess zugeführt und zu Biogas umgewandelt werden. Die Biogastechnologie dient damit als Senke, in der die anfallenden organischen Abfälle genutzt werden. Ausgehend von den bereits bestehenden Biogasanlagen existiert eine Vielzahl an Möglichkeiten zu deren Überführung in eine derartige Bioraffinerie. Außerdem können unterschiedliche Optionen auf der Substrat-, der Gärrest- und der Gasseite je nach den lokalen Gegebenheiten verschiedenartig kombiniert werden. Zur Veranschaulichung werden vier Fallbeispiele vorgestellt und anhand definierter Kriterien bewertet; dies inkludiert die Bestimmung der jeweiligen stofflichen Biomassenutzungseffizienz und die Steigerung des monetären Substratwertes durch den Gesamtprozess. Dabei zeigen sich in allen Fällen eine verbesserte stoffliche Nutzungseffizienz sowie eine Erhöhung des monetären Substratwertes im Vergleich zum „klassischen“ Biogasprozess.

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