Transformationale Führung kompakt
Genese, Theorie, Empirie, Kritik
- 2021
- Buch
- Verfasst von
- Phil Heyna
- Prof. Dr. Dr. Karl-Heinz Fittkau
- Buchreihe
- essentials
- Verlag
- Springer Fachmedien Wiesbaden
Über dieses Buch
Seit den frühen 1980er Jahren hat keine andere Theorie in der Führungsforschung mehr Aufmerksamkeit erfahren als die transformationale Führung. Ebenso wird deutlich, dass die Auseinandersetzung mit dieser bis heute unvermindert andauert und sie die jüngere Führungsforschung nachhaltig geprägt hat. Bei näherer Betrachtung wird ersichtlich, dass insbesondere das theoretische Modell von Bernard M. Bass auf eine hohe Resonanz gestoßen ist. Aus diesem Grund wird dieses Modell dargestellt, einschließlich dessen Genese, Theorie, Messbarkeit, Lehr- und Lernbarkeit, Empirie und Kritik.
Inhaltsverzeichnis
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Frontmatter
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Kapitel 1. Einleitung
Phil Heyna, Karl-Heinz FittkauDas Kapitel untersucht die transformationale Führung und das Full Range of Leadership Model, wobei es die Entstehung und die Unterschiede zwischen transaktionalem und transformationalem Führungsverhalten beleuchtet. Es wird die Bedeutung der Führung in komplexen Organisationen hervorgehoben und die Notwendigkeit einer effizienten Personalführung betont. Das Kapitel geht weiter auf die Messbarkeit und Lehrbarkeit transformationaler Führung ein und skizziert den aktuellen Forschungsstand. Abschließend wird eine kritische Reflexion des Konzepts geboten, die die Stärken und Schwächen der transformationalen Führung beleuchtet.KI-Generiert
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ZusammenfassungDer Führung kommt in einer arbeitsteiligen Gesellschaft, innerhalb derer die Aufgaben in Organisationen zunehmend komplexer werden, eine hohe Bedeutung zu. Führung in Organisationen kann dabei einerseits weitgehend unabhängig von Personen durch strukturelle Gegebenheiten erfolgen. Das Bemühen, das Verhalten aller Organisationsmitglieder über strukturelle Gegebenheiten zu steuern und zu perfektionieren, läuft – zu Ende gedacht – auf das Ziel hinaus, die Person der Führungskraft überflüssig zu machen. -
Kapitel 2. Das Konzept der transformationalen Führung
Phil Heyna, Karl-Heinz FittkauDas Konzept der transformationalen Führung nach Bernard M. Bass wird umfassend erläutert, wobei die Genese der Theorie und die Unterschiede zur transaktionalen Führung im Vordergrund stehen. Die vier I’s der transformationalen Führung – Idealized Influence, Inspirational Motivation, Intellectual Stimulation und Individualized Consideration – werden detailliert beschrieben. Das Full Range of Leadership Model, das neben transformationaler und transaktionaler auch laissez-faire Führung umfasst, wird ebenfalls vorgestellt. Dieses Modell bietet ein breites Spektrum an Führungsverhaltensweisen und ermöglicht eine flexible Anpassung an verschiedene Situationen. Die besten Führungskräfte zeigen sowohl transaktionale als auch transformationale Führungsverhaltensweisen, was die Effektivität der Führung erhöht.KI-Generiert
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ZusammenfassungGegenwärtig bieten mehrere Wissenschaftler*innen einen theoretischen Zugang zum Konstrukt der transformationalen Führung an. Bei Betrachtung der einschlägigen Literatur und Forschung wird jedoch deutlich, dass insbesondere die Theorie der transformationalen und transaktionalen Führung des Organisationspsychologen Bernard M. Bass, welche mit der Schrift „Leadership and Performance Beyond Expectations“ (1985) eingeläutet wurde, viel Beachtung erfahren hat. Vor diesem Hintergrund wird im Folgenden das Konzept der transformationalen Führung in der Diktion nach Bernard M. Bass et al. näher dargestellt. -
Kapitel 3. Messbarkeit transformationaler Führung
Phil Heyna, Karl-Heinz FittkauDas Konzept der transformationalen Führung hat seit seiner Einführung eine intensive Forschungsaktivität ausgelöst. Zur empirischen Erfassung transformationaler Führung wurden verschiedene Methoden entwickelt, wobei der Multifactor Leadership Questionnaire (MLQ) eine zentrale Rolle spielt. Der MLQ ermöglicht die Erfassung aller Führungsverhaltensweisen des Full Range of Leadership Model und gilt als Standardinstrument. Die Entwicklung des MLQ erfolgte in mehreren Schritten und wurde fortlaufend revidiert, um Kritikpunkte zu adressieren. Die aktuelle Version, der MLQ 5X, besteht aus neun Skalen und drei internen Führungserfolgskriterien. Der MLQ wurde in verschiedene Sprachen und Kulturen überführt, wobei die deutsche Version durch Felfe und Goihl validiert und angepasst wurde. Diese Anpassungen und Validierungen unterstreichen die Bedeutung des MLQ als zuverlässiges Messinstrument für transformationale Führung.KI-Generiert
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ZusammenfassungDas Konzept der transformationalen Führung hat nach dessen Veröffentlichung eine hohe Forschungsaktivität ausgelöst. Um transformationales Führungsverhalten empirisch zu erfassen, wurden mehrere Methoden entwickelt. Zu diesen zählen unter anderem die Auswertung von Tagebucheinträgen, Interviews, Beobachtungen und Fragebögen. -
Kapitel 4. Lehr- und Lernbarkeit transformationaler Führung
Phil Heyna, Karl-Heinz FittkauDer Beitrag beleuchtet die Möglichkeit, transformationales Führungsverhalten zu erlernen und zu entwickeln. Bernard M. Bass und Bruce J. Avolio haben bereits in den 1980er Jahren Ansätze zur Förderung transformationaler Führung konzipiert und evaluiert. Das Full Range Leadership Program, entwickelt von Bass und Avolio, zielt darauf ab, Führungskräfte in aktiveren und effektiveren Führungsverhaltensweisen zu schulen. Empirische Studien bestätigen die Wirksamkeit dieses Programms, indem sie zeigen, dass Führungskräfte nach dem Training transformationaler wahrgenommen werden und ihre Führungserfolge steigen. Die Untersuchungen von Barling et al. und Parry und Sinha belegen die positiven Auswirkungen des Trainings auf das Führungsverhalten und den Führungserfolg.KI-Generiert
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ZusammenfassungBernard M. Bass vertrat bereits 1990 die Überzeugung, dass transformationales Führungsverhalten gelernt werden kann und Gegenstand von Führungskräftetrainings und der Führungskräfteentwicklung sein sollte. Ebenso waren Bass und Avolio 1990 der Auffassung, dass die Bedeutung der transformationalen Führung und die Möglichkeit der Entwicklung dieses Führungsverhaltens in Führungskräftetrainings zu wenig Beachtung erfahren hat, weil transformationale Führung immer wieder als festgelegte Persönlichkeitseigenschaft, im Konkreten als „Gabe“, die man entweder hat oder nicht, gesehen wurde. Um diese Ansicht zu entkräften, wurde das Konzept der transformationalen Führung von Beginn an verhaltensbezogen formuliert. -
Kapitel 5. Empirischer Forschungsstand zu transformationaler Führung
Phil Heyna, Karl-Heinz FittkauDas Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über den empirischen Forschungsstand zur transformationalen Führung. Es wird die Entwicklung der Forschung in verschiedenen Ländern und Branchen dargestellt und die Wirkung der transformationalen Führung auf verschiedene Führungserfolgskriterien analysiert. Besonders hervorgehoben werden die Meta-Analysen, die die positive Korrelation zwischen transformationaler Führung und Führungserfolg aufzeigen. Zudem werden Moderatoren und Mediatoren der Erfolgswirkung untersucht, wie beispielsweise Umwelteinflüsse, Distanz und Organisationstyp. Auch die Rolle der Persönlichkeitseigenschaften von Führungskräften und Mitarbeitern wird detailliert beleuchtet. Der Fachtext bietet somit eine fundierte Grundlage für Führungskräfte und Forscher, um die Wirkungsmechanismen der transformationalen Führung besser zu verstehen und anzuwenden.KI-Generiert
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ZusammenfassungSeit den ersten konzeptionellen Schritten ist viel Forschung im Zusammenhang mit transformationaler Führung betrieben worden. Dies führt dazu, dass es mittlerweile eine Vielzahl an veröffentlichten Studien gibt, in denen sich Forscher*innen mit dem Konzept der transformationalen Führung empirisch auseinandersetzen. Die Forschung über transformationale Führung, einschließlich der Nutzung des MLQ, hat auf jedem Kontinent und in fast allen industrialisierten Nationen stattgefunden. -
Kapitel 6. Kritik
Phil Heyna, Karl-Heinz FittkauDer Fachbeitrag untersucht die transformationale Führung und hebt zunächst deren Stärken hervor, die sie zu einem der besten modernen Führungskonzepte machen. Allerdings wird auch auf mehrere Schwächen eingegangen, darunter die mangelnde konzeptionelle Klarheit und die schwierige Abgrenzung zu verwandten Theorien wie der charismatischen Führung. Ein weiterer Kritikpunkt ist die problematische Messbarkeit transformationaler Führung, insbesondere in Bezug auf die Faktorenstruktur des MLQ. Zudem wird die heroische Führungstendenz kritisiert, die die Führungskraft übermäßig betont und die gegenseitige Beeinflussung von Mitarbeitern und Führungskraft vernachlässigt. Schließlich wird das Potenzial der transformationalen Führung für unmoralische Zwecke thematisiert, da sie Werte und Visionen verändern kann, was ethische Risiken birgt.KI-Generiert
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ZusammenfassungObgleich die transformationalen Führung mehrere Stärken aufweist und derzeit als eine der besten Führungskonzepte der modernen Zeit gilt, ist nichtsdestotrotz festzuhalten, dass dem Konzept der transformationale Führung mehrere Schwächen innewohnen, von denen nachfolgend einige skizziert werden. -
Backmatter
- Titel
- Transformationale Führung kompakt
- Verfasst von
-
Phil Heyna
Prof. Dr. Dr. Karl-Heinz Fittkau
- Copyright-Jahr
- 2021
- Electronic ISBN
- 978-3-658-33421-5
- Print ISBN
- 978-3-658-33420-8
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-658-33421-5
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