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25.08.2020 | Verbundwerkstoffe | Infografik | Onlineartikel

Composites-Industrie bewertet Geschäftslage äußerst negativ

Autor:
Thomas Siebel
2 Min. Lesedauer

Unsicherheiten hinsichtlich der Wirkung von Konjunkturprogrammen und der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung trüben laut 15. Composites-Markterhebung auch den Ausblick.

Die Stimmung in der Composites-Branche ist an einem neuen Tiefpunkt angekommen, wie eine Umfrage des Verbands Composites Germany unter seinen Mitgliedsunternehmen belegt. Sowohl die generelle als auch die eigene Geschäftslage wird pessimistisch bewertet. Der vom Verband erstellte Composites-Index erreicht dabei den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 2013. Hauptgrund sind die Auswirkungen der Corona-Krise auf zahlreiche Geschäfts-und Anwendungsbereiche für Faserverbundwerkstoffe. Allerdings hatte sich die Stimmung in der Branche bereits vor der Pandemie eingetrübt, wobei der Brexit, globale Handelsstreitigkeiten und der Umbruch in der Mobilitätsbranche als Gründe genannt wurden.

Vor allem für die Automobilindustrie und die Luftfahrt prognostizieren die Befragten eine Verschlechterung des Marktumfeldes. Andere Bereiche, wie beispielsweise der Sport- und Freizeitbereich oder auch der Infrastruktur- und Bausektor werden hinsichtlich der Erwartungen laut Composites Germany deutlich positiver beurteilt. Während die Befragten für den europäischen Markt eine Verbesserung der generellen wirtschaftlichen Lage erwarten, bleiben die Aussichten für den deutschen Markt wie auch die Erwartungen für die eigene, zukünftige Geschäftslage pessimistisch. Wachstumsimpulse für das Composites-Segment erwarten die Befragten am ehesten aus Deutschland, Europa und Asien.

GFK als Wachstumstreiber erneut vor CFK

Zum zweiten Mal in Folge wird GFK als wichtigster Werkstoff genannt, aus dessen Umfeld wesentliche Wachstumsimpulse erwartet werden, während in den 13 vorangegangenen Markterhebungen stets CFK als wichtigstes Material eingestuft wurde.

Nach Einschätzung von Composites Germany scheinen viele der getroffenen Maßnahmen zur wirtschaftlichen Belebung noch nicht ausreichend zu sein, um eine optimistische Grundstimmung zu erzeugen. Zwar drehten die Erwartungen an die zukünftige Geschäftslage generell ins Positive, dies führe aber noch nicht zu einer positiveren Bewertung der eigenen Position am Markt. Es bleibe abzuwarten, wie sich die Wirtschaft im weiteren Jahresverlauf und vor allem im Herbst entwickeln wird.  

Im Rahmen der Studie wurden die Mitgliedsunternehmen der Trägerverbände von Composites Germany AVK, Leichtbau Baden-Württemberg und VDMA-Arbeitsgemeinschaft Hybride Leichtbau Technologien befragt.

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