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16.10.2018 | Originalartikel | Ausgabe 1/2018

Managementforschung 1/2018

„Verschleifung“ als Problem organisationaler Entscheidungen: Hierarchie, Selbstreferentialität und Gewaltenteilung in Organisationen

Zeitschrift:
Managementforschung > Ausgabe 1/2018
Autor:
Günther Ortmann
Wichtige Hinweise
Freiheit gibt es … nicht, wenn die richterliche Befugnis nicht von der legislativen und von der exekutiven Befugnis geschieden wird. (Montesqieu 1965, Vom Geist der Gesetze, XI, 6. Kapitel) Seltsame Schleifen sind scheue Wesen, und sie mögen das Tageslicht nicht allzu sehr. (Douglas Hofstadter 2007, S. 146) Why does Adam Smith’s invisible hand not automatically provide a solution? (Luigi Zingales 1998, S. 497)

Zusammenfassung

Dies ist der Versuch einer Verfremdung. Ich schlage vor, an den hierarchischen Verhältnissen in Organisationen, besonders Unternehmen, eine spezifische Befremdlichkeit wahrzunehmen, indem man sie im Lichte juristischer Bedenken gegen mangelhafte Gewaltenteilung, genauer: gegen die „Verschleifung“ von Gesetzen mit ihrer und durch ihre Anwendung betrachtet. In Unternehmen sind die „Gesetzgeber“ ganz selbstverständlich zugleich „Richter“, und dass „Gesetze“ – die organisationalen Regeln – im Zuge und durch die Art ihrer Anwendung modifiziert, situativ ent- oder verschärft, suspendiert, aufgehoben oder neu geschaffen werden können, dient dort Opportunitäten und Zweckmäßigkeiten, notwendiger Flexibilität und lokalen Rationalitäten. Den Richtern als Anwendern der Gesetze dagegen ist das verwehrt oder jedenfalls, aus guten Gründen, stark erschwert. Sie sollen unbefangen sein, befangen weder durch Eigeninteresse noch durch sonstwie partikularistische Gesichtspunkte, während im Falle der Manager deren Eigeninteresse gerade Wasser auf die Mühlen der Organisation ist und sein soll. Manager sind „Gesetzgeber“, „Regierung“ und „Richter“ zugleich – und sogar selbst Nutznießer ihrer Entscheidungen in allen diesen Rollen.

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